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Markus Wacker hampelt im Dienst der Wissenschaft. Leger, aber dunkel gekleidet steht er in einem mit weißen Tüchern bespannten Raum. 14 Kameras nehmen die Bewegungen des Professors für Computergrafik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) auf. Synchron hampelt ein dreidimensionaler Gnom auf dem Bildschirm und einer Leinwand mit. Die Projektion der Armschwünge des Professors auf sein digitales Double wirkt wie hingezaubert. Sie ist es aber nicht, sondern das Zusammenspiel von Kameras, Algorithmen und einem schnellen Computer. Markus Wacker bewegt sich in der deutschlandweit ersten Motion-Capture-Anlage, die ohne Marker auskommt.
„Aus den zweidimensionalen Bildern der Kameras baut der Computer in Echtzeit ein 3 D-Bild zusammen“, erklärt Markus Wacker die Technik, mit der die amerikanische Filmindustrie längst die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt aufhob. Schauspieler hauchen mit ihren digital erfassten Bewegungen im Computer geborenen Gnomen und Riesen Leben ein oder werden mühelos an die unmöglichsten Orte versetzt. Doch während sich der Schauspieler Andy Serkis bei der Verfilmung des Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“ noch in einen hautengen Ganzkörperanzug zwängen musste, der mit reflektierenden Kugeln beklebt war, um Gollum seine Körpersprache zu leihen, verläuft die Bewegungssession an der HTW bequemer.
Da braucht niemand in einem Spezialanzug schwitzen. Da müssen keine Reflektoren auf die Kleidung geklebt werden. Insofern können die Marker auch nicht verrutschen. Es reicht, wenn der Proband dunkel gekleidet ist und sich nicht vom Rotlicht irritieren lässt, das ihn vorm weißen Hintergrund für die Kameras am besten in Szene setzt. Einfach Schuhe ausziehen. Hineinstellen ins Tücher-Studio, fertig und los.
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft steigt mit der Anlage jedoch nicht ins Filmgeschäft ein. Sie dient der Lehre und Forschung. „Wir nutzen sie derzeit in einem Projekt für die berührungslose Druckmessung zur Erforschung von optimaler Sportkleidung“, erklärt Markus Wacker. Getestet wird ein T-Shirt von Adidas. An der Verzerrung des aufgedruckten Rasters erkennen die Wissenschaftler bei verschiedenen Bewegungen in der Motion-Capture-Anlage die Druckverteilung auf den Körper. Um den Muskeln Hochleistungen abzuringen, müssen sie gut durchblutet sein. Das heißt, die Kleidung muss einen ganz bestimmten Druck ausüben. Die Sportwissenschaftler geben die Werte vor und das Textilforschungsinstitut an der TU Dresden entwickelt in dem Gemeinschaftsprojekt Schnittlösungen. Noch ist das optimale T-Shirt nicht gefunden, es könnte aber schon bald eine Dresdner Erfindung sein.
Das Bundesforschungsministerium förderte den Kauf der markerlosen Motion-Capture-Anlage, die die amerikanische Firma Organic Motion kreierte und im Herbst 2009 an der HTW installierte. Es war die erste in Deutschland, inzwischen steht eine zweite an der Sporthochschule in Köln. Ursprünglich für die Spiele-Industrie entwickelt animieren auch die Studenten der Medieninformatik an der HTW ihre am Computer gebauten Kunstfiguren mittlerweile mit der Anlage. Doch selbst damit seien die Anwendungsmöglichkeiten noch lange nicht erschöpft. Professor Wacker sieht weitere Potentiale in der Rehabilitations- und Sportmedizin. Doch dem perfekten Schlag von Tiger Woods will die HTW nicht nachspüren. Das überlassen die Dresdner Wissenschaftler den Kollegen in Köln. Doch am virtuellen Spiegel zur Interaktion mit Avataren arbeiten sie schon.
Interessenten können die markerlose Motion-Capture-Anlage an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Friedrich-List-Platz 1, nach Voranmeldung unter 0351/ 4622684 freitags ab 15 Uhr besichtigt.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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