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Wissenschaft

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Studie zeigt Dienstleistern Potenziale auf

30. January. 2008
30.January 2008

Die Zellbiologen im Dresdner Max-Planck-Institut gehören dazu, aber auch die Putzfrauen. Zu den 1,3 Millionen Menschen, die in Sachsen in der Dienstleistungsbranche arbeiten. 71 von 100 Erwerbstätigen im Freistaat sind dort tätig. In Dresden sind es sogar 82 und in Leipzig 83. Damit entspricht die Erwerbsstruktur dem bundesdeutschen Durchschnitt von 72. Auch Sachsen ist 18 Jahre nach der Wende ein Dienstleistungsland geworden. Das bestätigt eine Studie der GMO Management Consulting GmbH: Die Dienstleistungen sind bereits heute der größte und wichtigste Wirtschaftssektor. Rund 51 Prozent aller Umsätze in Sachsen werden dort erwirtschaftet. Das Wirtschaftsministerium gab das Gutachten in Auftrag. Minister Thomas Jurk (SPD) stellte es im Max-Planck-Institut vor.

Der Ort war bewusst gewählt. Denn die Studie analysiert  nicht nur die Entwicklung der Branche von 1999 bis 2005, sondern zeigt erstmals Wachstumspotenziale des Dienstleistungssektors in Sachsen auf.  Die Gutachter empfehlen sieben Bereiche, die der Freistaat weiter fördern sollte: Informationstechnologie, Forschung, Bildung, Medien, Logistik, Tourismus und Kultur.

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Das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie in Dresden ist der Zukunft schon auf den Fersen. Es erforscht, wie sich Zellen auf ihrem Weg zu Geweben organisieren. „Die Forschungen sollen Möglichkeiten aufzeigen, wie man kranke Zellen  reparieren kann“, weist Institutsdirektor Prof. Wieland Huttner auf die regenerative Therapie, die den nächsten Generationen helfen soll, gesund zu bleiben.

Das Institut ist eines der 60 außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Sachsen, die in der Studie im Wachstumsfeld „Naturwissenschaftliche Forschung“ erfasst sind. Jährlich wurden dort 220 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen. Das ist ein Plus von 3,8 Prozent, deutschlandweit wuchs die Beschäftigung in der Forschung nur um 1,8 Prozent.  Mit dieser Dynamik liegt Sachsen zusammen mit Berlin auf Platz 3. Die Gutachter empfehlen, Sachsen als Spitzenstandort in der Forschung zu positionieren. Die Biotechnologie, die Nanotechnologie und die Neurotechnologie sollten weiter ausgebaut werden.

Hervorragend in Sachsen entwickelt haben sich laut Studie auch die IT-Dienstleistungen, deshalb sollte Sachsen zum Top-Land der Informationstechnologie werden. Die sächsischen Softwarehäuser glänzten mit überdurchschnittlichem Wachstum. Die Umsätze (+13,4 Prozent) fielen deutlich besser aus als in ganz Deutschland (+9 Prozent). Jährlich bildeten sich rund 100 neue Firmen (+10,4 Prozent), so dass Sachsen jetzt auf 1128 IT-Unternehmen kommt. Insofern entstanden pro Jahr 500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze (+8 Prozent). Diesen Trend sollte der Freistaat weiter unterstützen, denn trotz aller Dynamik arbeiten nur 3,1 Prozent aller in der deutschen  IT-Branche Tätigen in Sachsen. Bei der Forschung sieht das mit 5,8 Prozent viel günstiger aus.

(Brigitte Holland)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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