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Man nehme eine 47 mal 37 Zentimeter große Glasscheibe. Bedampfe sie von einer Seite in mehreren Schichten mit organischen Materialien. Verschließe die so gewonnene Halbleiterschicht abermals mit Glas oder Folie. Bette die Glasscheibe mit hauchdünnem Halbleiter zwischen eine Kathode und ein Anode und lege an jene organische Licht emittierende Diode, kurz OLED, eine Spannung an: Die 47 mal 37 Zentimeter große Glasscheibe fängt an zu leuchten. Was so einfach klingt, ist in Wirklichkeit eine technische Herausforderung. Die Technologie zur Herstellung von großflächiger Beleuchtung auf der Basis von organischen OLEDs steckt noch in den Kinderschuhen. Damit sie schnell daraus herauswächst eröffnete das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme heute das Zentrum für „Organische Materialien und Elektronische Bauelemente Dresden“.
Das Kürzel COMEDD steht für die englische Bezeichnung. Am IPMS in Dresden-Klotzsche ist also weder ein Komet niedergegangen, noch ließ ein Leuchtturm seine Sturmlichter rotieren. Die Redner, allen voran Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), versuchten die Bedeutung des neuen Zentrums in Metaphern rund ums Licht festzuhalten. Die Direktschaltung in den 1000 Quadratmeter neuen Reinraum, das Herzstück von COMEDD, veranschaulichte mehr als tausende Worte. Mit einem symbolischen Knopfdruck von außen, wurde das erste Substrat, eben die 47 mal 37 Zentimeter große Glasscheibe in die Vakuumanlage eingefahren. Das Equipment stammt von der südkoreanischen Firma Sunic System.
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24,6 Millionen Euro kostete der neue Reinraum, zu 60 Prozent von der EU und zu jeweils 20 Prozent von Bund und Land bezahlt. Darin sollen die Technologien zur Serienfertigung von organischen LEDs entwickelt und erprobt werden. „Damit sich OLEDs auf dem Massenmarkt behaupten können, müssen sie sich kostengünstig fertigen lassen“, erklärt Karl Leo, der für das COMEDD zuständige Institutsleiter des Fraunhofer IPMS. Als Physikprofessor an der TU Dresden forscht er mit seinem Team an der Zusammensetzung der organischen Halbleiterschicht, um den Wirkungsgrad von OLEDs steigern zu können. Bereits jetzt steht fest, bei gleicher Helligkeit und weniger Stromverbrauch werden OLEDs die Lichtquelle der Zukunft sein. Statt greller Neonröhren erleuchten künftig großflächige Folien unsere Zimmer. Helligkeit und Farbe lassen sich nach belieben einstellen. Denkbar sind sogar Fenster mit OLED-Strukturen, die tagsüber das Sonnenlicht ins Zimmer lassen und abends als großflächige Lampen Licht spenden.
„Mit der heute vorgestellten Anlage im Reinraum von COMEDD gehen wir in die Richtung der Großflächenbeleuchtung“, erklärt Jörg Amelung, Leiter des Geschäftsfeldes Organische Materialen und Systeme des IPMS. „Im Auftrag von Kunden wollen wir die Technologie bis zu einem gewissen Level entwickeln“, so der Physiker. Kooperationspartner aus der Industrie sind Osram, Phillips und Novaled.
Mit der Eröffnung von COMEDD will Dresden den Beleuchtungsmarkt auf der Basis von OLEDs erobern, denn der Display-Markt ist schon besetzt. Asiatische Firmen produzieren OLED-Displays für Handys, MP3-Player, Kameras und Autoradios. Sie investieren massiv in Forschung und Entwicklung, um mit ultraflachen OLED-Fernsehern, die man sich wie ein Bild an die Wand hängen kann, das große Geschäft zu machen.
Das COMEDD konzentriert sich auf OLED-Beleuchtung und Beschilderung sowie auf organische Solarzellen. Die Technologie zur Herstellung großflächiger Dünnschichtsolarzellen auf Metallfolie wird im COMEDD auf einer Rolle-zu-Rolle-Beschichtungsanlage der Dresdner Firma Von Ardenne Anlagentechnik erprobt. Sie sollen einmal die Solarzellen auf Siliziumbasis ablösen. COMEDD kann dazu beitragen, dass europäische Firmen das nächste große Geschäft machen.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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