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Seit über fünfzig Jahren findet in Lindau am Bodensee eine außergewöhnliche Veranstaltung statt: 550 junge Wissenschaftler aus 65 Ländern versammeln sich und diskutieren mit zwei Dutzend Nobelpreisträgern eine Woche lang die neuesten Forschungsergebnisse. In diesem Jahr wurden auch die vier Physiker der TU Dresden Max Hoffmann, Hartmut Stöcker, Andreas Eberlein und Sarah Mostame ausgewählt, an dem prestigeträchtigen Treffen, das vom 29. Juni bis 4. Juli dauern wird, teilzunehmen.
Innerhalb der Forschergruppe 520 ("Ferroische Funktionselemente") analysiert Hartmut Stöcker im Rahmen seiner Doktorarbeit die strukturellen und elektrischen Eigenschaften verschiedener Materialien. Eines davon ist Strontiumtitanat (SrTiO3) - eine chemische Verbindung von Strontium, Titan und Sauerstoff, die in der Natur nur äußerst selten zu finden ist und für technische Anwendungen aufwendig synthetisch erzeugt werden muss. Das Interessante an diesem Material: die Atome der Strontiumtitanat-Kristalle lassen sich durch Anlegen einer elektrischen Spannung wieder und wieder umordnen, und zwar nicht erst bei den ansonsten erforderlichen höheren Temperaturen, sondern schon bei Raumtemperatur. Die Technische Universität Dresden hat inzwischen mehrere Patentanmeldungen zu technischen Anwendungen der Forschungsergebnisse von Prof. Dirk Meyers Nachwuchsforschergruppe, zu der auch Hartmut Stöcker gehört, eingereicht.
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Die gebürtige Iranerin Sarah Mostame ist Mitglied der Forschergruppe von Prof. Ralf Schützhold am Institut für Theoretische Physik an der TU Dresden und wird ihre Doktorarbeit zum Thema Quantenrechnen in den nächsten Monaten beenden. Basierend auf Überlegungen von Richard Feynman, der 1965 gemeinsam mit zwei Kollegen den Physik-Nobelpreis für seine Arbeit zur Quantenelektrodynamik erhielt, erforscht sie die Möglichkeiten des "Quantum Computing" und der Simulation quantenphysikalischer Prozesse.
Max Hoffmann hat die Einladung durch das Cusanus-Begabtenförderungswerk erhalten. Er studiert Physik im achten Semester an der TU Dresden und will noch dieses Jahr mit einer Diplomarbeit auf dem Gebiet der theoretischen Physik beginnen. Andreas Eberlein ist mit seiner Diplomarbeit zum Thema "Ladungsdichtewellenverhalten im Hubbard-Holstein-Modell" beschäftigt.
Gemeinsam werden die vier Dresdner am Wochenende nach Lindau reisen und in den darauf folgenden Tagen die Vorträge der deutschen Nobelpreisträger Theodor W. Hänsch ("Towards a Quantum Laborytory on a Chip") und Peter Grünberg ("From Spinwaves to Giant Magnetoresistance and beyond") hören, mit ihren Kollegen diskutieren und auch kulturelle Programmpunkte genießen.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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