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Wissenschaft

Junge Physiker der TU treffen Nobelpreisträger

25. Juni. 2008
25.Juni 2008

Seit über fünfzig Jahren findet in Lindau am Bodensee eine außergewöhnliche Veranstaltung statt: 550 junge Wissenschaftler aus 65 Ländern versammeln sich und diskutieren mit zwei Dutzend Nobelpreisträgern eine Woche lang die neuesten Forschungsergebnisse. In diesem Jahr wurden auch die vier Physiker der TU Dresden Max Hoffmann, Hartmut Stöcker, Andreas Eberlein und Sarah Mostame ausgewählt, an dem prestigeträchtigen Treffen, das vom 29. Juni bis 4. Juli dauern wird, teilzunehmen.

Innerhalb der Forschergruppe 520 ("Ferroische Funktionselemente") analysiert Hartmut Stöcker im Rahmen seiner Doktorarbeit die strukturellen und elektrischen Eigenschaften verschiedener Materialien. Eines davon ist Strontiumtitanat (SrTiO3) - eine chemische Verbindung von Strontium, Titan und Sauerstoff, die in der Natur nur äußerst selten zu finden ist und für technische Anwendungen aufwendig synthetisch erzeugt werden muss. Das Interessante an diesem Material: die Atome der Strontiumtitanat-Kristalle lassen sich durch Anlegen einer elektrischen Spannung wieder und wieder umordnen, und zwar nicht erst bei den ansonsten erforderlichen höheren Temperaturen, sondern schon bei Raumtemperatur. Die Technische Universität Dresden hat inzwischen mehrere Patentanmeldungen zu technischen Anwendungen der Forschungsergebnisse von Prof. Dirk Meyers Nachwuchsforschergruppe, zu der auch Hartmut Stöcker gehört, eingereicht.

Die gebürtige Iranerin Sarah Mostame ist Mitglied der Forschergruppe von Prof. Ralf Schützhold am Institut für Theoretische Physik an der TU Dresden und wird ihre Doktorarbeit zum Thema Quantenrechnen in den nächsten Monaten beenden. Basierend auf Überlegungen von Richard Feynman, der 1965 gemeinsam mit zwei Kollegen den Physik-Nobelpreis für seine Arbeit zur Quantenelektrodynamik erhielt, erforscht sie die Möglichkeiten des "Quantum Computing" und der Simulation quantenphysikalischer Prozesse.

Max Hoffmann hat die Einladung durch das Cusanus-Begabtenförderungswerk erhalten. Er studiert Physik im achten Semester an der TU Dresden und will noch dieses Jahr mit einer Diplomarbeit auf dem Gebiet der theoretischen Physik beginnen. Andreas Eberlein ist mit seiner Diplomarbeit zum Thema "Ladungsdichtewellenverhalten im Hubbard-Holstein-Modell" beschäftigt.

Gemeinsam werden die vier Dresdner am Wochenende nach Lindau reisen und in den darauf folgenden Tagen die Vorträge der deutschen Nobelpreisträger Theodor W. Hänsch ("Towards a Quantum Laborytory on a Chip") und Peter Grünberg ("From Spinwaves to Giant Magnetoresistance and beyond") hören, mit ihren Kollegen diskutieren und auch kulturelle Programmpunkte genießen.

(Kim-Astrid Magister)

20400 Studienanfänger zum Wintersemester

In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de

Stadt will keine Mehrkosten fürs Stadion übernehmen

Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.

Verkehrsführung Bautzner Straße wieder ganz anders

Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.

Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau

Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der  wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.

Junge Fußballerinnen tragen ihre WM auch in Dresden aus

Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.

Praktikum im Kunstministerium

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de

Buchvorstellung zur Geschichte der „Interflug“

Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.