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Die Ingenieurwissenschaften an Sachsens Hochschulen sind im Aufwind. Jeder vierte Student ist in einem dazugehörigen Fach eingeschrieben. Anfang der 90er Jahre aufgrund des schlechten Jobangebots, aber auch durch den Umbau der TU Dresden zur Volluniversität schlecht nachgefragt sind die Ingenieurwissenschaften wieder die stärkste Fächergruppe. Ihr Anteil an den neun Gruppen der Hochschulstatistik beträgt 25 Prozent, bundesweit sind es lediglich 16 Prozent. Außerdem ist das Interesse an Naturwissenschaften einschließlich Mathematik gestiegen. Insofern ist die Fächergruppe jetzt die viertstärkste, nachdem sich die Zahl der Studierenden seit 1993 fast verdreifacht hat. Sachsens Hochschulen schärfen erneut ihr traditionell technisch-naturwissenschaftliches Profil. „Damit werden sie dem steigenden Bedarf an akademischen Fachkräften im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften in den kommenden Jahren gerecht“, so Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Sie stellte heute den 2. Hochschulbericht vor, der die Entwicklung widerspiegelt.
Noch ist in der Studie nicht erfasst, dass Sachsens Hochschulen generell wieder mehr Zulauf haben. Insofern ergänzte die Wissenschaftsministerin: Die Zahl der Studienanfänger sei erstmals seit 2003 wieder gestiegen. Zum Wintersemester 2007/2008 haben rund 21000 Kommilitonen ihr Studium an einer Hochschule im Freistaat begonnen, 12 Prozent mehr als 2006. Und es sollen nach den Vorstellungen von Eva-Maria Stange noch mehr werden.
Sachsen wolle vor allem Studenten aus den alten Bundesländern anlocken. Bisher sind lediglich 12,4 Prozent an den hiesigen Hochschulen eingeschrieben. Erstmals erfasst der Hochschulbericht nämlich auch die Herkunft. Danach kommen 52,2 Prozent der Studenten aus Sachsen, 22,5 Prozent aus den neuen Ländern und lediglich 12,9 Prozent aus dem Ausland. Dort die Abiturienten zu umwerben sei schwieriger als im Westen, Süden oder Norden der Republik. Der Ministerin schwebt eine Verdoppelung des Anteils der Studenten aus den alten Bundesländern vor, um die demografische Entwicklung in Sachsen auszugleichen.
Mit der Studiendauer, die weiterhin kürzer als im bundesweiten Vergleich ist, kann Sachsen schon mal punkten. Allerdings nicht unbedingt bei den Studienbedingungen, wie der Hochschulbericht offenbart. Die Zahl der Professoren stieg zwar von 1865 (1993) auf 2117 (2006), doch die der Studenten im selben Zeitraum von 56 000 auf 102 600. Das Verhältnis ist nicht gerade günstig. „Ja, die Betreuungsrelation hat sich verschlechtert“, räumt Ministerin Stange ein. Dennoch sei die Quote nicht grundsätzlich ungünstig, sondern variiere stark zwischen Standorten, Studiengängen sowie zwischen Universitäten und Fachhochschulen. 2009/2010 werde der Freistaat weitere 15 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um unter anderem befristete Stellen an Hochschulen einzurichten, sagte sie. Der geplante Abbau von 300 Stellen sei erstmal ausgesetzt. „Die Hochschulen sind wichtige Standortfaktoren, die finanziert werden müssen“, zeigte sich die Wissenschaftsministerin kämpferisch.
Der zweite Hochschulbericht ist die Fortschreibung der Erstauflage von 2006 und stellt auf rund 1700 Seiten detailliert die Studiensituation in Sachsen im Bereich Lehre und Forschung vor. Er macht Aussagen zu den Zulassungszahlen, zur Auslastung, zur Studiendauer sowie zu den Abschlüssen und Notendurchschnitten. Außerdem untersucht er die Chancen von Frauen in Lehre und Forschung. In Sachsen gibt es 143 Studiengängen an fünf Universitäten, fünf Fachhochschulen und fünf Kunsthochschulen.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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