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Was hat die Suche nach einem Schneckenkönig, dessen Haus gegen den Uhrzeigersinn gedreht ist, mit Mathematik zu tun? Und welchem Zweck dient die Aufforderung, drei Hasen im Profil so zu legen, dass jeder zwei Ohren hat, obwohl nur drei zur Verfügung stehen. „Mit solchen Fragestellungen und Rätseln lernen Kinder genau zu beobachten und ihr räumliches Vorstellungsvermögen zu schulen“, erklärt Mathematikprofessor Volker Nollau. Zusammen mit seinem Kollegen Bernhard Ganter kreierte er das „Erlebnisland Mathematik“ in Dresden. Sich spielerisch den Phänomenen der abstrakten Wissenschaft zu nähern, ist dort seit einem Jahr Programm. Am 5. September wird das einjährige Bestehen mit einem Geburtstagsfest von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt gefeiert.
Seit September 2008 versucht das „Erlebnisland Mathematik“ in den Technischen Sammlungen, Junghansstraße 1-3, Lust auf eine oft ungeliebte Wissenschaft zu machen. 70 Exponate auf 600 Quadratmetern im dritten Stock des Ernemann-Baus verführen große und kleine Besucher zum Ausprobieren. Das Jahr der Mathematik veranlasste die beiden Mathematik-Professoren an der TU Dresden ihr schon seit Jahren gedanklich vorbereitetes Projekt in die Tat umzusetzen. Mit den Technischen Sammlungen fanden sie den geeigneten Partner und mit Land und Stadt die Geldgeber. Der Freistaat bezuschusst das Projekt bis 2010 mit 650000 Euro. Die Stadt gibt die Komplementärmittel dazu.
„An den Schulen wird gut und professionell Mathematik gelehrt, doch allein über die Theorie erreicht man viele Menschen nicht. Wir versuchen sie über einen spielerischen Weg für Mathematik zu interessieren“, erklärt Bernhard Ganter. Er selbst hat einen Teil der Exponate entwickelt, beispielsweise die „Geometrie der Dreiklänge“ in einem aus lauter Dreiecken geformten Turm veranschaulicht. Beim Berühren der Eckpunkte erklingt der jeweilige Ton. Das Objekt regt an, sich mit der elementaren Harmonielehre zu beschäftigen. Erklärt wird sie allerdings nicht.
„Anfassen und begreifen, darauf beruht das Konzept“, so Volker Nollau. Jugendliche und Erwachsene können beispielsweise ausprobieren mit mehreren kleinen Holzleisten eine stabile Brücke zu bauen. Und in der Abteilung für die kleinsten Besucher, die sich „Epsilon“ nennt, warten farbenfrohe Formen und Körper, um richtig zusammen oder eingesetzt zu werden.
Vorbild des Dresdner „Erlebnislandes Mathematik“ ist das 2002 in Gießen eröffnete „Mathematikum“. Mit dessen Erfinder Albrecht Beutelsbacher arbeiteten die beiden Mathematikprofessoren Ganter und Nollau eng zusammen. So wurden einige Gießener Exponate für die Dresdner Ausstellung nachgebaut, beispielsweise die Kabine zum Aufziehen von mannshohen Seifenblasen. „Doch mit der Entwicklung von eigenen Objekten setzen wir neue Akzent“, so Bernhard Ganter.
„Erlebnisland Mathematik“, Technische Sammlungen, Junghansstraße 1-3, 1. Geburtstagsfeier am 5. September von 14 bis 18 Uhr mit Basteln, Spielen, Rätseln und Geschenke auspacken. Und alles zum freien Eintritt!
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Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der „Galerie 2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch wenn die Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost, Christiane Just, Maja Nagel, Gudrun Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit 1958 werden in der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner Künstler angeboten. Geöffnet ist die „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com
Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit. Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.
Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.). Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen: publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de
Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten. Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.
In Dresden-Neustadt entsteht eine neue Tempo-30-Zone westlich der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis zu den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll den Durchgangsverkehr fernhalten und die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr frei und schafft damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker Straße. Das Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.
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