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Wissenschaft

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Ein ganzer Zug voller Zukunftsforschung

15. September. 2009
15.September 2009
Im Waggon 12 des Wissenschaftszuges können Besucher in die Rolle des Forschers oder der Forscherin schlüpfen und selbst experimentieren.

Mitmachlabor im Wissenschaftszug Foto:PR

Auf seiner Reise durch Deutschland macht der Ausstellungszug „Expedition Zukunft“ vom 17. bis 19. September Station in Dresden. Der multimedial ausgebaute Eisenbahnzug präsentiert auf 750 Quadratmetern Forschung und Technologie, die unser Leben über das Jahr 2020 hinaus prägen werden. Im Rahmen der „Forschungsexpedition Deutschland“ im „Wissenschaftsjahres 2009“ tourt die vom Bundesforschungsministerium geförderte Schau bis November durch 62 deutsche Städte. Konzipiert und umgesetzt wurde sie von einem Projektteam der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in München und der Ausstellungsagentur ArchiMeDes in Berlin mit vielen Partnern aus der Wissenschaft.

Die zwölf Themenwagen des über 300 Meter langen Ausstellungszugs bringen globale Herausforderungen, wie Klimawandel, Energieverknappung und fortschreitende Urbanisierung, mit neuesten Lösungen aus Wissenschaft und Technik zusammen und geben auf diese Weise Einblick, wie sich unser Leben in den kommenden Jahrzehnten verändern wird. Der Wagen 1 stimmt die Besucher auf die großen Fragen der Zukunft ein und stellt die wissenschaftlichen Meilensteine auf einem Zeitstrahl dar. Im Wagen 2 erfahren sie einiges über den Ursprung des Universums und die Entwicklung des Lebens auf der Erde.

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Die Welt des Nanokosmos öffnet sich im Wagen 3. Es ist jene, wo man in Millionstel Millimeter misst und die mehr und mehr mit der Biowissenschaft verschmilzt. Besucher können durch das „Rasterkraft-Mikroskop“ winzige Strukturen und sogar Atome sehen. Sie können um die Wette pipettieren und Moleküle im Raum bewegen. Anschauliches Beispiel des Vordringens in die für das bloße Auge unsichtbare Welt ist der Schnappschuss einer Hefezelle. Die Ausstellung im  Wagen 4 beschäftigt sich mit dem menschlichen Gehirn, mit der Vernetzung von Hirn und Elektronik sowie mit Roboter- und Computertechnik. Wie weit die Forscher schon in unser Gehirn vorgedrungen sind, zeigt die funktionelle Magnetresonanztomografie, die Gefühle und Gedanken im Gehirn sichtbar macht.

Um unseren Umgang mit Wissen und Informationen im Zeitalter der globalen Digitalisierung geht es im Wagen 5. Ein zentrales Thema  ist die Vernetzung von Computern und insbesondere das World-Wide-Web. Die mitunter verschlungenen Pfade, längs derer Internetdaten um den Erdball reisen, können die Besucher mittels einer interaktiven Weltkugel nachvollziehen. Entscheiden sie sich anhand einer Auswahlliste für eine Webadresse, so wird der Weg des Datenstroms auf einen Globus projiziert, der eine sich immer wieder anpassende Weltkarte zeigt.

Der Wagen 6 widmet sich innovativen, im Labor erschaffenen Materialien.  Forscher lassen sich u. a.  von biologischen Prinzipien inspirieren, wenn sie konventionelle Materialien optimieren oder völlig neue Werkstoffe entwickeln. Im Spannungsfeld zwischen Miniaturisierung, Funktionalität, Design und Umweltschutz entstehen Produkte der Zukunft und passende Fabriken dazu. Eine rund neun Meter lange Produktionsstraße zur Herstellung von neuartigen Fußbällen ist aufgebaut.

In Zeiten weltweiter Flugreisen jetten nicht nur Touristen sondern auch Krankheitserreger rasant um den Globus. Gleichzeitig ebnen Hightech-Medizin und Genomforschung den Weg für neuartige Diagnosen und Therapien. Im Wagen 7 erfahren die Besucher, wie Computersimulationen dabei helfen, Notfallpläne für den Seuchenfall zu erstellen und wie sich die Genomforschung auf die Medizin auswirken wird. Außerdem können sie anhand von Filmaufnahmen aus einem Hightech-Operationssaal einen chirurgischen Eingriff am Herzen nachvollziehen. An anderer Stelle sehen sie am lebensgroßen Modell eines Menschen, über welche Implantante – wie künstliche Herzen oder Hirnschrittmacher – die Medizin mittlerweile verfügt.

Vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung werden im Wagen 8 Antworten aufdie Frage gegeben, wie  man im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen ernähren kann. Die Lösung könnte nicht nur in neuartigen Anbaumethoden liegen, sondern auch im Gestalten ganz neuer Lebensmittel.EinVersuch, um die Anbaufläche zu vergrößern, stellt die „Vertical Farm“ dar, die Landwirtschaft auf Hochhäusern.

Was kommt nach Kohle und Öl? Im Wagen 9 werden erneuerbare Energien und die Bemühung der Forschung, ihre Effizienz zu steigern, vorgestellt. Eine durchsichtige Brennstoffzelle veranschaulicht, welche Prozesse sich im Inneren dieser Energiequelle abspielen. Solarzellenexponate zeigen, wie man die Energie der Sonne direkt nutzen kann. Am Ende des Wagens geht es wieder um die Umwelt. Hier können die Besucher ihr Wissen in einem CO2-Quiz testen und Tipps zu einem bewussten Umgang mit Energie erhalten.

Im Wagen 10 dreht sich alles um Mobilität und modernes Leben. Besucher erhalten Einblick in die Verkehrskonzepte der Zukunft und in die Entwicklung von Autos, die selbständig fahren können. Schließlich wird ihnen ein völliges neues, total vernetztes „Zuhause“ mit kommunizierenden Geräten prophezeit. Eine Baustoff-Galerie deutet an, wie man intelligent und energiesparend Bauen kann.

Mit interaktiven Exponaten, Bildern und Videostatements wird im Wagen 11 die „Zukunft des Menschen“ erörtert. Namhafte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler äußern sich zu den Konsequenzen, die sich aus dem raschen Fortschritt der Wissenschaft für uns Menschen und unsere Identität ergeben. Und im Wagen 12 wird der Zeitstrahl aus Wagen 1 in die Zukunft fortgeführt. Entwicklungen, die schon bald unser Leben beeinflussen werden, werden thematisiert. Herzstück von Wagen 12 ist jedoch das Mitmachlabor. Es bietet Gelegenheit, in die Rolle der Forscherin beziehungsweise des Forschers zu schlüpfen. Bis zu vier Schulklassen pro Tag können sich in den jeweils einstündigen Workshops intensiv mit Wissenschaft und Technik beschäftigen. Teilnehmen können Gruppen mit maximal 32 Schülerinnen und Schülern (inkl. einer Begleitperson). Nachmittags ab 15.30 Uhr und an schulfreien Tagen steht das Mitmachlabor allen, speziell aber Familien mit Kindern, offen.

„Expedition Zukunft“, der Wissenschaftszug macht vom 17. bis 19. September im Dresdner Hauptbahnhof, Gleis 14, Station. Die Ausstellung in 12 Waggons ist am 17. und 18. September von 9 bis 17 Uhr und am 19. September von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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