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Wissenschaft

Deutscher Historikertag erstmals in Dresden

13. August. 2008
13.August 2008

Erstmals findet der Deutsche Historikertag vom 30. September bis 3. Oktober in Dresden statt. Zur 47. Auflage des größten geisteswissenschaftlichen Kongresses Europas werden etwa 3000 Gäste aus dem In- und Ausland erwartet, kündigt der Leiter des Tagungskomitees, Martin Jehne, an. Der Professor für Alte Geschichte an der TU Dresden wertet die Ortswahl des Deutschen Historikerverbandes auch als Anerkennung der geisteswissenschaftliche Lehre und Forschung an der TU Dresden, die ja erst vor 15 Jahren eingeführt worden war. Tagungsort ist das Hörsaalzentrum der Technischen Universität.

In mehr als 300 Vorträgen präsentieren die Historiker ihre Forschungsprojekte und Erkenntnisse. Thematisch sind sie in über 50 Fachsektionen geordnet. Ein Schwerpunkt wird die Deutsche Einheit sein. Unter dem Motto „Volk und Volkswirtschaft“, so Martin Jehne, werden Historiker und Zeitzeugen der Frage nachgehen, welche Vorstellungen das Volk in der friedlichen Revolution entwickelte, welche davon umgesetzt werden konnten und welche auf der Strecke blieben. Star-Historiker Gerhard A. Ritter, der sich in seinem Buch „Der Preis der Einheit“ mit den sozialpolitischen Konsequenzen der Vereinigung auseinandersetzt, wird im Podium Platz nehmen. Als Zeitzeugen werden Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) und die Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, erwartet. „Diese Fachdebatte steht allen Dresdner offen“, betont Martin Jehne, dass der Historikertag keine geschlossene Veranstaltung ist. „Natürlich werden wir auch Dresden relevante Themen behandeln“, erklärt er weiter. Experten stellen die neuesten Forschungsergebnisse zu den Opfern der alliierten Luftangriffe am 13. Februar 1945 auf Dresden vor.

Partnerland des 47. Deutschen Historikertages ist Tschechien. Eine Reihe von Veranstaltungen wird sich mit den deutsch-tschechischen Beziehungen vom Mittelalter bis zur politischen Wende 1989 beschäftigen. Die dunkelsten Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte werden dabei weiter erhellt: die Besetzung Tschechiens durch Nazi-Deutschland und ihre Folgen, die bis zur Vertreibung der Deutschen reichen.

„Ungleichheiten“ lautet das Rahmenthema des diesjährigen Historikertages, der von Bundespräsident Horst Köhler am 30. September in der Semperoper eröffnet wird.  Der Historikertag wird alle zwei Jahre vom Historikerverband ausgerichtet. Der letzte fand 2006 in Konstanz statt. In Sachsen wurde die Veranstaltung erstmals 1994 in Leipzig durchgeführt. Der Kongress wendet sich in erste Linie an Fachleute, steht aber ausdrücklich einem interessierten Publikum offen. 

 

20400 Studienanfänger zum Wintersemester

In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de

Stadt will keine Mehrkosten fürs Stadion übernehmen

Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.

Verkehrsführung Bautzner Straße wieder ganz anders

Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.

Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau

Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der  wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.

Junge Fußballerinnen tragen ihre WM auch in Dresden aus

Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.

Praktikum im Kunstministerium

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de

Buchvorstellung zur Geschichte der „Interflug“

Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.