Willkommen:

beim subjektiven Infoportal mit dem Anspruch objektiv herauszupicken, was Dresden gerade bewegt.

cyberSax: Dresden - Termine und Veranstaltungen
Lingnerschloss Dresden
Link zur Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden
Pack Dein Studium. Hier findest Du Deine neue Hochschule.

Wirtschaft

Wechseln Sie jetzt zum Testsieger - FlexStrom.de

Von der immer und überall autogerechten Stadt

20. May. 2009
20.May 2009
Die Variante 1 zeigt die untere Kesselsdorfer Straße als autofreie Zone mit der Zentralhaltestelle in der Mitte.

Die autofreie untere Kesselsdorfer Straße Grafik: Stadtplanungsamt

Die Variante 9 zur Umgestaltung der unteren Kesselsdorfer Straße mit einer Autofahrspur in Richtung Stadtzentrum.

Freie Fahrt für freie Bürger. Der Slogan bekommt in Dresden wieder mehr Gewicht. Jüngstes Beispiel ist der Streit um die Kesselsdorfer Straße. Die Planer im Rathaus hatten eine autofreie Zone zwischen den Geschäftshäusern an der Kreuzung zur Tharandter Straße vorgeschlagen. Man könnte den 150 Meter langen Abschnitt ganz den 23000 Fußgängern überlassen, die die Verkehrsbetriebe dort beim Ein- und Aussteigen in Busse und Bahnen zählten und die gewiss auch Kunden der umliegenden Geschäfte sind. Man könnte. Doch darauf wollte sich die Koalition von CDU, FDP und Linksfraktion.PDS im Stadtrat nicht so ohne weiteres einlassen. Die Planer sollten prüfen, ob rechts und links einer künftigen Zentralhaltestelle an der unteren Kesselsdorfer Straße nicht doch jeweils eine Autofahrbahn passt. Das Ergebnis liegt nun vor: Man müsste das gerade entstehende Einkaufszentrum wieder abreißen.

„Eine Breite von 33 Metern wird benötigt, um Fuß- und Radwege sowie jeweils eine Fahrspur rechts und links der Zentralhaltestelle unterzubringen“, erklärt der Abteilungsleiter für Verkehrsentwicklung im Rathaus, Matthias Mohaupt. Doch der Straßenraum ist an der Stelle nur 28 Meter breit, weil sich die Stadtplaner und der Stadtrat bei der Aufstellung eines Bebauungsplanes für dieses Areal eben auf diese Breite geeinigt hatten. Dresden-Löbtau sollte sein an der Kreuzung Kesselsdorfer/ Tharandter Straße im Krieg zerstörtes urbanes Zentrum wieder zurückerhalten. Die Aufwertung des Stadtteils drängte, zumal ihn die schon zu DDR-Zeiten begonnene Hochstraße hässlich tangierte. Deshalb versprach schon das 1994 vom Stadtrat beschlossene Verkehrskonzept die Kesselsdorfer Straße vom Durchgangsverkehr zu befreien, wenn die neue B 173 als westlicher Zubringer ins Stadtzentrum gebaut ist. Sie ist längst fertig.

Anzeige

Doch der Zusammenhang ging offensichtlich selbst in der CDU-Fraktion verloren. Ihr Baubürgermeister Jörn Marx, obwohl erst seit vorigem Sommer im Amt, kramte ihn wieder aus und verbreitete ihn in dieser Woche in einem Workshop. Befürwortern und Gegnern eines autofreien Stücks Kesselsdorfer Straße tauschten ihre Argumente aus. Mit dem Ergebnis, dass sich die Teilnehmer innerhalb eines Tages nach Sichtung von 12 Varianten auf zwei zur endgültigen Entscheidung einigten: Die ausgewählte Variante 1 zeigt den Platz zwischen den Geschäftshäusern als autofreie Zone mit Zentralhaltestelle in der Mitte. Der Autoverkehr soll über die Wernerstraße umgeleitet werden. Bei der Variante 9 ist die Haltestelle für Busse und Bahnen auf eine Seite verschoben, damit entlang des neuen Einkaufszentrums noch eine Autofahrspur Richtung Stadtzentrum passt.

Nach seiner persönlichen Vorzugsvariante befragt, weicht der Baubürgermeister aus: „Die Empfehlung der Stadtverwaltung muss möglichst viele Menschen zufrieden stellen. Die Variante 9 wäre ein großer Gewinn für die Stadt“, so Jörn Marx. Einerseits gewinne die untere Kesselsdorfer Straße Aufenthaltsqualität, andererseits könnten die Autofahrer sie zumindest in einer Richtung weiter passieren. Die Aussage wird jene Gewerbetreibende freuen, die meinen, dass ihre Kundschaft wegbleiben würde, wenn sie nicht mit dem Auto am Geschäft vorfahren könnte. Die Verfechter einer autofreien Zone sehen mit der Variante 9 lediglich die Autofahrerlobby bedient und das Gewicht der 23000 Fußgänger, die täglich an der Zentralhaltestelle ein- und aussteigen und in den Geschäften einkaufen, unberücksichtigt. Immerhin fährt derzeit alle 78 Sekunden eine Straßenbahn oder ein Bus pro Richtung vor. Die untere Kesselsdorfer Straße ist nach dem Postplatz der am zweitstärksten vom öffentlichen Personennahverkehr beanspruchte Platz.

Mit dem Ergebnis des Workshops wären die Verkehrsplaner wieder dort angekommen, wo sie vor dem Widerstand der CDU schon mal waren. Dem Stadtrat liegen abermals die gleichen Varianten zur abschließenden Entscheidung vor. Leider ließ der Baubürgermeister im Workshop nicht darüber abstimmen. Die Mehrheit der Teilnehmer hätte sich möglicherweise doch für die autofreie Zone an der unteren Kesselsdorfer Straße entschieden, wäre gerne die 100 Meter vom nächsten Parkplatz in das neue Einkaufzentrum gelaufen, um auf dem neuen Platz zu Verweilen und anschließend über die Wernerstraße ins Stadtzentrum zu fahren.

(Brigitte Holland)

Jetzt kommentieren

Netiquette:

Mit echten Menschen und Namen lässt es sich leichter kommunizieren.

Deshalb sind anonyme Kommentare auf meindresden.info nicht erwünscht.

Werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen, SEO o.Ä.) werden als SPAM markiert. Alles was nicht zum Artikel passt, bitte über den normalen Kontakt mitteilen.

Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz 

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

Schnäppchen - Hanseatisches Wein & Sekt Kontor - Jetzt einkaufen!