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Wirtschaft

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Trotz Obama 8 Prozent weniger Passagiere

17. December. 2009
17.December 2009
Im nächsten Jahr feiert der Dresdner Flughafen seinen 75. Geburtstag.

Terminal des Dresdner Flughafens Foto: Holland

Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist auch am Dresdner Flughafen angekommen. Von Januar bis November wurden 1,6 Millionen Fluggäste gezählt. Das ist im Vergleich zu 2008 ein Rückgang von 8 Prozent. Der Umsatzerlös wird 2009 voraussichtlich 39 Millionen Euro betragen, was einem Minus von 2,7 Prozent zum Vorjahr entspricht. „Ein schwieriges Jahr liegt hinter uns“, legte Flughafen-Chef Michael Hupe gestern die Zahlen vor. Der jüngste Trend stimmt ihn allerdings optimistisch: „Im November erreichte der Dresdner Airport zum ersten Mal in diesem Jahr wieder einen leichten Zugewinn bei den Passagierzahlen“, so Hupe. So rechnet er zum Jahresende doch noch mit 1,72 Millionen Passagieren, was einem Minus von 7,5 Prozent entspricht.

Doch auf gute Nachrichten konnte der Flughafen-Geschäftsführer ebenso verweisen. Trotz wirtschaftlich schlechter Rahmenbedinungen eröffnete die russische Fluggesellschaft Aeroflot im Juli eine Flugverbindung nach Moskau. Und die private polnische Fluggesellschaft Jet Air pendelt seit September zwischen Dresden und Warschau, wenngleich mit Zwischenstopp in Zielona Góra (Grünberg). Und schließlich beehrte der mächtigste Mann der Welt 2009 den Dresdner Flughafen. Barack Obama landete mit der „Air Force One“ im Juni in Dresden-Klotzsche für einen Kurztrip in der Stadt.

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Das Jahr habe deutlich gezeigt, dass die Verkehrszahlen des Flughafens eng an die wirtschaftliche Entwicklung der Region Dresden gekoppelt sind. „Die Absatzprobleme im Maschinen- und Anlagenbau, aber auch der Halbleiterindustrie, schlagen sich in der Statistik nieder. Allein die Qimonda-Insolvenz dürfte einen Rückgang von etwa 10.000 Passagieren pro Jahr durch entfallene Dienstreisen und verminderte Nachfrage nach Urlaubsflügen verursachen“, erklärt der Flughafen-Geschäftsführer. Auf dem Dresdner Flugplan standen 2009 bis zu 280 Starts pro Woche zu 50 Zielen in 13 Ländern Süd-, Mittel- und Osteuropas, Nordafrikas und Vorderasiens. Das Inlandsangebot blieb mit bis zu 192 Direktflügen zu 8 Zielen – darunter die Drehkreuze Frankfurt, Düsseldorf, München, Köln-Bonn und Hamburg - stabil. Das Auslandsflugnetz wurde um wöchentlich zwei Direktflüge nach Moskau-Scheremetjewo, fünf nach Warschau sowie Verbindungen nach Spanien, Portugal, Zypern und die Türkei erweitert. „Mit Direktflügen nach Zürich, Wien, Moskau, Warschau und zu vielen Ferienzielen können wir gemessen an der Größe der Region Dresden gute Auslandsverbindungen vorweisen“, meint Hupe. Auch 2010 bleibe die Direktanbindung Dresdens an die großen europäischen Wirtschaftsräume im Fokus der Gespräche mit den Airlines.

Trotz Krise investierte der Flughafen 2009 weiter in die Infrastruktur und den Service. So wird gerade das Parkhaus um 1313 Plätze auf 2877 Plätze erweitert, die ab Juni 2010 zur Verfügung stehen. An einem Online-Reservierungssystem für die Parkplätze wird gearbeitet. Das 14.300 qm große Vorfeldareal wurde im Frühjahr erneuert. Der Infoschalter im Terminal präsentiert sich mit neuem Empfangstresen und moderner Auskunftstechnik. An neuen Automaten können sich die Passagiere selbst einchecken und zwar gleich für mehrere Airlines (Air Berlin, Austrian, Cirrus, Germanwings, Lufthansa, Swiss). Außerdem ging ein Hochgeschwindigkeits-Internet, von dem auch die ansässige Industrie profitiert, in Betrieb.  

Die Verbesserung des Service widerspiegelt sich in der Zufriedenheit der Kunden, wie eine Imagebefragung zeigt. Demnach wollen 94 Prozent der Passagiere den Dresdner Flughafen wieder nutzen oder weiter empfehlen. Mit dem Gesamteindruck zeigten sich 98 Prozent zufrieden. Wie vor zwei Jahren erreichte der Flughafen eine Durchschnittsnote von 1,5.

Das Jahr 2010 steht ganz im Zeichen des 75. Flughafen-Geburtstages. Das Jubiläum wird am 18. und 19. September mit einem großen Flughafenfest und einer Flughafennacht gefeiert. Eine neue Flugverbindung wird auch eröffnet. Croatia Airlines fliegen ab 1. Mai jeweils samstags nonstop nach Split an der kroatischen Adriaküste.

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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