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Stadt baut neues Tagungszentrum an der Messe

13. December. 2008
13.December 2008
Das neue Tagungszentrum setzt sich farbig zwischen der Halle 3 (l.) und dem "Röschenhof" (r.oben) ab. Das kleine Haus rechts unten - der ehemalige Eselstall im Erlweinschen Schlachthof - soll ebenfalls einbezogen werden.

Dresden Messe mit neuem Tagungszentrum Foto: Architekten Knerer & Lang

Die Dresdner Messe will wachsen, indem sie Großkongresse mit über 3000 Teilnehmern ausrichtet. Den ersten großen Fisch hat sie bereits an der Angel. Im Herbst 2009 findet die Semicon Europa, die wichtigste Fachmesse der Halbleiterindustrie Europas, in Dresden statt. Das sorgt für Druck, denn noch fehlt das für solche Veranstaltungen ebenfalls notwendige Tagungszentrum mit kleineren Sälen und Seminarräumen. Doch der Stadtrat billigte gestern den Neubau, der insgesamt 9,1 Millionen Euro kosten soll.

„Damit können wir im Januar 2009 den ersten Spatenstich vollziehen“, sagte Messe-Geschäftsführer Ulrich Finger nach dem Stadtratsbeschluss. Man habe vorgearbeitet, um zügig bauen zu können. Die Planung müsse er nur aus der Schublade ziehen. Das Architekturbüro Knerer & Lang entwarf ein Tagungszentrum, das sich südlich der bestehenden Messehallen in Etappen errichten lässt. Schnittstelle ist ein langgezogenes Foyer, das eine Verbindung zwischen den Hallen 3 und 2 und den Tagungsräumen in einem Neubau und im „Röschenhof“ - der einstigen Viehhandelsbörse im ehemaligen Schlachthof - herstellt.

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„Der erste Teil des Tagungszentrums, das neue Foyer und der Neubau mit zwei Sälen für jeweils 300 Personen, muss im September 2009 fertig sein.“, erklärt Messechef Ulrich Finger. Denn da habe man schon den ersten großen Kongress im Haus. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie tage in der Messe Dresden. Vom 6. bis 8. Oktober folge dann die Semicon. „Bis 2013 haben wir bereits 16 Kongresse, Konferenzen und Jahrestagungen gebunden“, betont der Messechef. In einem zweiten Bauabschnitt soll auch der unter Denkmalschutz stehende „Röschenhof“ für Tagungszwecke umfunktioniert werden. Er bietet zwei Säle mit 260 und 196 Plätzen sowie mehrere Seminarräume.

Die Messe Dresden will sich das Geschäft mit großen Kongressen nicht länger entgehen lassen. Untersuchungen zeigen, dass ein Kongressteilnehmer in Deutschland durchschnittlich 239 Euro ausgibt. Darin enthalten sind die Aufwendungen für Übernachtung, Gastronomie, Dienstleistungen und Kultur. „Bei drei bis fünf Großkongressen im Jahr kommen 10000 bis 20000 zusätzliche Teilnehmer nach Dresden“, meint Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Da ein Kongress im Durchschnitt drei Tage dauere, „ergäbe sich durch die Erweiterung der Messe für die ganze Stadt ein Umsatz zwischen 7 bis 14 Millionen Euro.“

Die SPD im Stadtrat bezweifelt, dass die Rechnung aufgeht. Sie sprach sich als einzige Fraktion sehr kritisch gegen den Bau des neuen Tagungszentrums aus. SPD-Stadtrat Wilm Heinrich kritisierte, dass die Kosten ursprünglich mit fünf Millionen Euro angegeben wurden, jetzt allerdings knappe 10 Millionen Euro betragen. „Eine wirklich nachvollziehbare Gewinn- und Verlustrechnung liegt nicht vor“, so Heinrich. Die Investition führe geradewegs ins unkalkulierbare Risiko. Jedoch nur neun Stadträte stimmten bei einer Enthaltung gegen den Bau des neuen Tagungszentrums der Messe. 51 Stadträte votierten dafür.

(Oliver Kern)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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