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Sachsen war schon mal von der Außenwelt abgeschnitten. Zu DDR-Zeiten ohne Empfang westlicher Fernsehsender bildete es das „Tal der Ahnungslosen“. Der sächsischen Provinz droht eine erneute Titelverleihung. Diesmal mangelt es an schnellen Internetanschlüssen. Lediglich einer von 12 ausgewählten Orten im ländlichen Raum von Sachsen verfügt über einen Zugang zur schnellen Datenautobahn. Acht von diesen 12 Kommunen mit 43 bis 2500 Einwohnern haben überhaupt keinen DSL-Anschluss. Und drei davon mühen sich mit einer sehr schlechten DSL-light-Variante ab. Der Kommunikationsnotstand wird in einer Studie der TU-Dresden zur Breitbandversorung in Sachsen beschrieben.
Ob die genannten „weißen Flecken“ repräsentativ für das ganze Land sind, wollte oder konnte Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) nicht sagen. Die Frage, wieviel Prozent der Haushalte im Freistaat an das breitbandige Internet angeschlossen sind und wieviel nicht, beantwortete er jedenfalls nicht. Zusammen mit Landwirtschaftsminister Roland Wöller (CDU) stellte er heute die Studie vor. Beide Minister gehen offensichtlich von gefühlten Lücken im Breitbandnetz aus, wenn sie betonen: „Die Kluft zwischen Stadt und Land muss schnellstmöglichen beseitigt werden.“ Die Breitbandversorgung sei vor allem in ländlichen Regionen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, so Jurk.
So waren die Autoren der Studie aufgefordert, nicht den Überblick zu liefern, sondern Vorschläge zu erarbeiten, ob und wie man die 12 ausgewählten Orte an die Daten-Autobahn anschließen kann. Heraus kam, dass es keinen einheitlichen Lösungsansatz gibt, um eine Geschwindigkeit beim Download von mindestens 2 Mbit/s und beim Upload von mindestens 192 Kbit/s zu erreichen . In Abhängigkeit von der topografischen Lage, Siedlungsstruktur und Einwohnerzahl müsse für jede Gemeinde eine individuelle Lösung gefunden werden. Zu unterschiedlich seien Ausgangssituation und Nachfrage. Insofern werden neben der leitungsgebundenen Technologie, der Verlegung von Koaxialkabel, auch drahtlose Technologien wie UMTS oder WiMax empfohlen. Außerdem kamen die Gutachter zu dem Ergebnis, dass sich in knapp der Hälfte der Gemeinden aufgrund der Einwohnerzahl eine Breitbanderschließung rechnen würde. Bei der anderen Hälfte ließ sich die Wirtschaftlichkeit allerdings nicht darstellen.
Dort, wo es sich nicht rechnet, will der Freistaat mit einer staatlichen Infrastrukturförderung einspringen. Die Förderung erfolge, so Minister Wöller, im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE). 930000 Euro stünden in diesem Jahr aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz zur Verfügung. Hinzu kämen Mittel aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum. Antragsberechtigt seien Vereine, Gemeinden und Unternehmen. Doch zunächst müssten die interessierten Gemeinden Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalysen durchführen. Diese seien aber auch zu 60 Prozent förderfähig. „Dort, wo sich eine Wirtschaftslücke auftut, wollen wie helfen“, so Wöller. Er rechnet spätestens im Sommer mit der Entscheidung aus Brüssel, dass dieser Weg machbar ist.
Wirtschaftsminister Jurk verspricht schon mal „jedem sächsischen Unternehmen und jedem sächsischen Bürger einen leistungsfähigen Breitbandanschluss zu erschwinglichen Konditionen“. Auf einen Zeitpunkt legt er sich jedoch nicht fest. Und für die Ortschaften rund um Dresden, die zwar eingemeindet wurden, aber ebenfalls zu den „weißen Flecken“ im Breitbandnetz gehören, gilt die Förderung nicht.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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