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Wirtschaft

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Sachsen steckt sich jetzt Klimaschutzziele

03. March. 2009
03.March 2009

Bis dato war der im Juni 2008 vom Freistaat aufgelegte „Aktionsplan Klima und Energie“ lediglich eine Auflistung von 200 teils unverbindlichen Empfehlungen zum Klimaschutz. Heute verlieh die Staatsregierung dem „Aktionsplan“ doch noch Strahlkraft. Das Kabinett beschloss zwei wesentliche Klimaschutzziele. Sachsen will den Ausstoß von Kohlendioxid, das nachweislich zur Erderwärmung beiträgt, von den 57,2 Millionen Tonnen des Jahres 2006 bis 2020 auf 43,8 Millionen Tonnen senken. Gleichzeitig soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von derzeit 11,5 Prozent auf 24 Prozent erhöht werden.

Umweltminister Frank Kupfer (CDU) sprach von „ambitionierten, aber realisierbaren Zielen“. Durch besser gedämmte Gebäude und mehr Blockheizkraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung ließe sich eine Einsparung von fossilen Brennstoffen und damit eine Minderung des CO2-Ausstoßes um 6,5 Millionen Tonnen erreichen. Sein Ministerium werde die Beratung von Bauherren verstärken, um sie vom Passivhausstandard zu überzeugen. Außerdem werde sein Haus ein Modellprojekt zur energetischen Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden auflegen. Eine weitere, nämlich rechnerische Reduzierung um nochmals 6,5 Millionen Tonnen CO2 verspricht sich der Freistaat durch den europaweiten Emissionshandel.

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Zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien soll vor allem der Ersatz alter Windenergieanlagen durch neue leistungsfähigere (Repowering) beitragen. „Die Zahl der Anlagen soll dabei verringert, die Gesamtstromproduktion gleichzeitig aber erhöht werden“, erklärt der Umweltminister. Gleichzeitig sei eine stärkere Nutzung der Biomasse geplant. Der Umrüstung alter Windkraftanlagen stimmen die Grünen im Landtag voll und ganz zu. Allerdings müssten für das „Repowering“ etliche Regionalpläne geändert werden.

Doch insgesamt sind den Grünen die Klimaschutzziele des Freistaates „nicht ambitioniert genug“. Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Johannes Lichdi, weist darauf hin, dass der Freistaat damit weit hinter den Notwendigkeiten bleibt. „43,8 Mio Tonnen C02-Ausstoß im Jahr 2020 entsprechen mehr als 10 Tonnen pro Kopf der Bevölkerung. Nötig für den Klimaschutz ist aber ein Prokopf-Ausstoß von weniger als 2 Tonnen C02 bis zum Jahr 2050."

„Enttäuschend“ nennt Lichdi die angestrebten 24 Prozent bei den erneuerbaren Energien. Seiner Auffassung nach könnten „40 Prozent des sächsischen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gesichert werden“. Denn das mache das Nachbarland Brandenburg bereits heute vor. Die GRÜNE-Fraktion hatte Ende 2008 eine Studie in Auftrag gegeben, die die Erzeugung von 82 Prozent des heutigen sächsischen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 für möglich hält.

Nach wie vor pusten die Braunkohlenkraftwerke das meiste der jährlich 57,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid in Sachsen in die Luft. Dessen sind sich die Umweltminister Frank Kupfer und Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD), die heute gemeinsam die Klimaschutzziele vorstellten, bewusst. Insofern passte heute nicht zum Thema, dass die CO2-Emissionen aus der Braunkohleverstromung in Sachsen von 32,7 Millionen Tonnen im Jahr 2006 wegen der Inbetriebnahme des neuen Blocks in Boxberg im Jahr 2011 auf etwa 37,7 Millionen Tonnen ansteigen werden. Neu ist allerdings, dass die Staatregierung diese Emissionen bis zum Jahr 2020 auf 25,8 Millionen Tonnen verringern will.

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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