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In 12 Tagen gehen beim insolventen Speicherchiphersteller Qimonda in Dresden die Lichter aus. Die Produktion wird gestoppt, der Fortbestand des Werkes steht auf der Kippe. Die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust trieb heute rund tausend Mitarbeiter von Qimonda vor den Landtag. Drinnen hatten Linksfraktion und Grüne in einer Sondersitzung beantragt, dass der Freistaat zur Rettung des Unternehmens, Anteile von Qimonda erwirbt. Doch die Koalitionsparteien CDU und SPD stimmten im Verbund mit der FDP gegen einen solchen Schritt. „Mit der CDU wird es keine Staatsbeteiligung geben“, so Fraktionschef Steffen Flath.
Linksfraktion und Grüne plädierten in der Debatte eindringlich dafür, dass sich der Freistaat „zeitlich befristet mit 25,1 Prozent an Qimonda beteiligt, wenn dadurch der IT-Standort Dresden erhalten werden kann“. Insolvenzverwalter Michael Jaffé sollte in der kommenden Woche mit dieser Botschaft nach China fahren, um weiter mit der Computer- und Softwarefirma Inspur zu verhandeln. Das chinesische Staatsunternehmen bekundete sein Interesse an Qimonda, will allerdings das finanzielle Risiko nicht zu 100 Prozent tragen. Der Chef der Linksfraktion, André Hahn, zitierte aus einem Brief des Insolvenzverwalters an die Staatsregierung, dass er eine Beteiligung Sachsens als „einzig verbleibende Möglichkeit“ zum Erhalt von Qimonda sieht, „um eine Zerschlagung und Einzelverwertung der Vermögenswerte – vermutlich nach Asien – zu verhindern.“
Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) griff den Gedanken der Minderheitsbeteiligung in seiner Rede zwar auf: „Ich stehe dafür, dass wir uns für eine gewisse Zeit als Anteilseigner einbringen“. Allerdings lehnte er es ab, heute im Landtag eine Staatsbeteiligung an Qimonda zu beschließen, das „schwäche nur die Verhandlungsposition des Freistaates“. Außerdem nannte er Bedingungen: Ein Businessplan und eine Gesamtfinanzierung für Qimonda-Neu sowie eine Absichtserklärung von Inspur müssten zunächst auf den Tisch kommen. Darüber hinaus mahnte Sachsens Wirtschaftsminister abermals eine Beteiligung des Bundes und Bayerns an den Verhandlungen an: „Der Firmensitz ist in München, also ist Herr Seehofer gehalten, sich einzubringen.“
Auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) will erst „einen Investor sehen, der das Fundament baut“. Dann könne der Freistaat bei Qimonda-Neu „den Schlussstein“ setzen, sagte er vor dem Landtag den Demonstranten. Drinnen erklärte er den Abgeordneten, dass er mit dem Bild des „Schlussstein“ keine direkte Beteiligung an Qimonda, sondern höchstens „Zuschuss, Bürgschaft, Darlehen oder Einlagen“ meint. Auch deutete er an, dass das Problem für Sachsen eine Nummer zu groß ist. Angesichts der Tatsache, dass Japan oder Südkorea ihrer Halbleiterindustrie Milliarden an Zuschüssen gewähren, „muss die europäische Industriepolitik neu ausgerichtet werden“, forderte Tillich ein Umdenken in der EU-Kommission. Denn bei Qimonda gehe es nicht nur um die Zukunft der sächsischen, sondern der europäischen Chipindustrie. Kurzum, Tillich fordert für den Neuanfang des finanziell angeschlagenen Konzerns Geld aus Brüssel.
Den Linken und den Grünen im Landtag dauert das Alles viel zu lange, nachdem Qimonda am 23. Januar Insolvenz angemeldet hat. Die Fraktionschefin der Grünen, Antje Hermenau, wirft der Koalitionsregierung eine abwartende Haltung vor. „Weshalb fliegen sie nicht nach China oder schicken einen hin, um an die Informationen zu kommen, die sie noch für eine Entscheidung brauchen“, rief sie Wirtschaftsminister Jurk zu. Der Freistaat könne nicht riskieren, dass mit der drohenden Qimonda-Pleite das ganze Cluster Mikroelektronik in Sachsen, zu dem 20000 Mitarbeiter und mehr als 200 Firmen gehören, ins Rutschen kommt.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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