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Wirtschaft

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Russisches Interesse an Qimonda

21. April. 2009
21.April 2009

Russland signalisiert Interesse am insolventen Speicherchip-Hersteller Qimonda. Das erklärte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) heute nach seinem Gespräch mit dem russischen Ministerpräsidenten in Moskau. Wladimir Putin wolle sehr zügig und konkret prüfen lassen, welche Möglichkeiten es für russische Investoren bei Qimonda gäbe. Tillich hält sich in dieser Woche zu seiner ersten großen Auslandsreise in seiner kaum einjährigen Amtszeit in Russland auf. Begleitet wird er von Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) und rund 40 Unternehmern aus Sachsen.

Wie ernst das russische Interesse an Qimonda sei, habe die Tatsache gezeigt, dass Putin den russischen Minister für Industrie und Handel, Viktor Christenko, teilweise zum Gespräch hinzugezogen und ihn mit der weiteren Prüfung beauftragt habe. Auch der russische Wirtschaftsminister sei bestens über Qimonda informiert gewesen. Tillich traf Wladimir Putin im Weißen Haus, dem russischen Regierungssitz. Sachsens Regierungschef war damit der erste deutsche Ministerpräsident, der von Ministerpräsident Putin seit dessen Amtsantritt am 8. Mai 2008 empfangen wurde.

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Außerdem machten sich beide Politiker für die Wiederaufnahme einer Flugverbindung von Leipzig/Halle oder Dresden nach Moskau stark. Die Mitteldeutsche Flughafen AG hatte vor einigen Jahren bereits eine Flugverbindung von Leipzig/Halle nach Moskau im Angebot, die gut ausgelastet war. Dennoch hat die russische Fluggesellschaft Sibir die Verbindung eingestellt. Insofern musste Tillich für seine Reise weiter in den Osten erst den Umweg über den Westen, nämlich den Frankfurter Flughafen nehmen.

„Sachsens Flughäfen haben ein großes Potential für eine Direktverbindung nach Moskau. Für Russland und Sachsen, seine Geschäftsleute und Touristen ist eine direkte Flugverbindung zwischen Leipzig beziehungsweise Dresden und Moskau wichtig“, erklärte Tillich. Putin teilt diese Auffassung und bat daher den Generaldirektor der größten russischen Fluggesellschaft, Aeroflot, um eine entsprechende Initiative.

Ein weiteres Gesprächsthema war die Gründung eines deutsch-russischen Kompetenzzentrums Maschinenbau/Produktionstechnik in der Wolga-Republik Tatarstan. Die Fraunhofer-Gesellschaft, speziell das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik in Chemnitz, das Kompetenzzentrum Maschinenbau Chemnitz/Sachsen e.V. und das Ministerium für Industrie und Handel der Republik Tatarstan haben den Aufbau eines solchen Zentrums während des „Industrietages Russland“ am 17. September 2008 in Dresden vereinbart. „Damit können wir gemeinsame Projekte zur Forschung, Entwicklung und Ausbildung von Fachkräften entscheidend voranbringen und die Modernisierung des russischen Maschinenbaus fördern“, sagte Tillich. Der Freistaat Sachsen exportierte im vergangenen Jahr Werkzeugmaschinen sowie Maschinen für das Papier- und Druckgewerbe im Wert von über 100 Millionen Euro in die Russische Föderation.

Insgesamt verdreifachten sich die sächsischen Ausfuhren nach Russland in den vergangenen drei Jahren: Lagen sie 2005 noch bei etwa 280 Millionen, erreichten sie 2008 bereits einen Wert von rund 886 Millionen Euro. Damit hat Sachsen einen Platz in der Spitzengruppe jener deutschen Länder eingenommen, die Handel mit der Russischen Föderation betreiben. „Für die kommenden Jahre sehe ich einen weiteren Ausbau dieser erfolgreichen Wirtschaftsbeziehungen. Sachsen ist der wachsende Partner Russlands in Deutschland“, so Tillich weiter. Morgen reisen Tillich und Jurk nach Tatarstanweiter.

(Oliver Kern)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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