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Sachsen schnürte für den finanziell angeschlagenen Chiphersteller Qimonda ein Rettungspaket. Der Freistaat bietet ein Darlehen von 150 Millionen Euro an. Das Kabinett beschloss heute die großzügige Unterstützung für die verlustreiche Infineon-Tochter. Die Regierung begründet den Vorschlag mit dem Glauben an die so genannte Buried-Wordline-Technologie bei Qimonda. „Sachsen möchte dem Unternehmen die Chance eröffnen, mit dieser neuen Technologie am Weltmarkt wieder konkurrenzfähig zu werden", erklärte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Gleichzeitig forderte er die Infineon AG auf, sich ebenfalls an der Rettung zu beteiligen.
Das Hilfsangebot ist nämlich an Bedingungen geknüpft. Geld des sächsischen Steuerzahlers fließe nur, wenn die Muttergesellschaft Infineon ebenfalls mit einem Betrag von 150 Millionen Euro in bar Qimonda unter die Arme greift. „300 Millionen Euro sind für die breite Einführung der modernen Technologie notwendig“, weist Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) auf entsprechende Gutachten, die Grundlage der Entscheidung gewesen seien. In diesem Zusammenhang fordert der Freistaat von Qimonda, dass zunächst die Speicherchip-Produktion im Modul 3 auf die neuen Technologie umgestellt und der Neubau des Moduls 4 dafür in Angriff genommen wird.
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Doch die Infineon-Zentrale in München weist die in Dresden ausgestreckte Hand zurück. Die Bedingungen der sächsischen Regierung für die Qimonda-Hilfe seien für Infineon nicht erfüllbar, heißt es aus dem Konzernvorstand. „Diese Forderung übersteigt bei weitem die Möglichkeiten, wie sie Infineon in den Verhandlungen mit dem Freistaat frühzeitig und deutlich zum Ausdruck gebracht hat“, sagte Vorstandssprecher Peter Bauer. Er bedauerte, dass „die Vorschläge von Infineon nicht berücksichtigt werden konnten“. Infineon habe dem Freistaat „ein substantielles Aktienpaket von Qimonda zum Kauf“ und die Kaufsumme wiederum „dem Freistaat als Kredit angeboten“. Mit der Ratenzahlung für das Aktienpaket sei man „an die Grenze der noch vertretbaren Belastungen gegangen“.
Infineon hält gegenwärtig einen Anteil von 77,5 Prozent an der Qimonda AG. Der führende Anbieter von Speicherprodukten hatte die Buried-Wordline-Technik Ende Februar vorgestellt. Die mit dieser Technologie hergestellten Speicherchips ermöglichen kleinere Strukturbreiten für die Halbleiter. Das heißt, auf kleinstem Raum passt mehr Speicherkapazität. Zudem soll der Stromverbrauch der neuen Chipgeneration deutlich geringer sein. „Wir glauben an die technologische Spitzenstellung von Qimonda und die Chancen, die sich aus dem neuen Verfahren ergeben“, hatte Sachsens Ministerpräsident, Stanislaw Tillich, am Mittag gesagt.
Am Nachmittag widersprach der Infineon-Konzernvorstand diesem Glauben zwar nicht, wohl aber der finanztechnischen Art ihn umzusetzen. Trotzdem wolle man mit dem Freistaat Sachsen weiter im Gespräch bleiben. Viel Zeit zum Handeln bleibt allerdings nicht, denn wegen des Preisverfalls auf dem Speicherchipmarkt droht Qimonda der nächste Quartalsverlust in Folge und damit die Insolvenz. Die sächsische Regierung ist wieder im Zugzwang. Das Aus von Qimonda mit über 3000 Mitarbeitern in Dresden könnte die ganze Halbleiterindustrie in Sachsen mit 20000 Arbeitsplätzen wanken lassen.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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