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Sachsen will die Ladenöffnung abermals ausweiten. Händler sollen künftig an fünf statt wie bisher an vier Sonntagen im Jahr ihre Geschäfte öffnen dürfen. So steht es im Entwurf für ein überarbeitetes Ladenöffnungsgesetz, das bereits 2007 großzügig gefasst worden war. Die FDP/CDU-Koalition legt nochmals nach. Nun will der Freistaat den Neujahrstag, den 1. Mai, Christi Himmelfahrt, den Tag der Deutschen Einheit und den Reformationstag auch zum Einkaufen freigeben. Heilig sind in Sachsen nach dem Entwurf lediglich Karfreitag, Oster- und Pfingstmontag sowie die beiden Weihnachtsfeiertage. Die fünf Feiertage bleiben zum Shoppen ausdrücklich verboten.
Das Kabinett gab heute den Entwurf zum neuen Ladenöffnungsgesetz zur Anhörung frei. „Den fünften verkaufsoffenen Sonntag wollen wir nur bei regionalen Anlässen wie traditionellen Festen oder Märkten zulassen“, baut Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) schon mal Kritik vor. Außerdem werde sich werktags bei den derzeit geltenden Ladenöffnungstagen von 6 bis 22 Uhr nichts ändern. Allerdings sollen neuerdings auch „Eventverkäufe“ in Sachsen möglich werden, beispielsweise das „Mitternachtsshopping“. „Die Neuregelung schafft Freiheit und Flexibilität für Händler, die damit noch besser auf die Wünsche ihrer Kunden reagieren können“, meint der FDP-Wirtschaftsminister.
Nach dem Gesetzentwurf aus seinem Haus sollen Videotheken und Autowaschanlagen künftig auch an Sonntagen öffnen dürfen. Videotheken sollen demnach sonntags von 13 bis 19 Uhr aufmachen können, Autowaschanlagen sogar ganztägig. Bis Mitte Juni haben Städte-, Gemeinde- und Landkreistag sowie Handelsverbände, Kirchen, Gewerkschaften und Kammern die Möglichkeit, sich zum Gesetzentwurf zu äußern. Im August soll er im Landtag behandelt werden. Das Gesetz soll nach den Angaben von Sven Morlok Anfang 2011 in Kraft treten.
Der Landesbischof der evangelischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl, kündigt bereits seinen Widerstand gegen die „weitere Aushöhlung des Sonntagsschutzes" an. „Hier wird offensichtlich versucht, unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung die Möglichkeit der Ladenöffnung an Sonn- und Feiertagen erheblich auszudehnen", kritisiert er den Gesetzentwurf.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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