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Wirtschaft

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Mehr Selbständige, trotz weniger Gründungen

08. December. 2008
08.December 2008

Der „Unternehmergeist“ in Sachsen wächst. Waren Im Jahr 2002 lediglich 8,6 Prozent der Erwerbstätigen selbständig, so stieg die Zahl im Jahr 2007 auf 11,3 Prozent. Damit liegt die Selbständigenquote mittlerweile ebenso hoch wie im Bundesdurchschnitt mit 11,1 Prozent und nur geringfügig unter dem ostdeutschen Mittelwert von 11,6 Prozent. Das geht aus dem Mittelstandbericht 2008 hervor, der sich in diesem Jahr den Existenzgründungen in Sachsen widmet. Das Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (isw) Halle analysierte im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Entwicklung. Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) stellte heute den Bericht vor.

Danach ermittelte das Hallenser Institut zunächst einmal einen Abwärtstrend. Im Vergleich zu 2004 sanken die Existenzgründungen im Jahr 2007 um 12239 auf 18446. Dahinter stehen 11847 echte Neugründungen von Kleingewerbetreibenden, 4749 Neugründungen einer Hauptniederlassung und 1850 Übernahmen durch Pacht, Erbfolge oder Kauf. Der Rückgang beunruhigt den Wirtschaftsminister jedoch nicht, weil zeitgleich weniger Unternehmen schlossen. „Trotz weniger Neugründungen ist der Bestand gewachsen“, so Jurk. Laut Umsatzsteuerstatistik wuchs die Zahl zwischen 2002 und 2006 um rund 9800 auf 143651 Unternehmen an. Man könne daraus schließen, dass die Qualität der Gründungen zugenommen hat und sich die jungen Unternehmen längerfristig am Markt behaupten.

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Der Bericht attestiert Sachsen mit sieben Gründungen je 100 bereits existierende Firmen zwischen 2003 bis 2006 eine gute Gründungsrate, die nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 7,4 Prozent liegt. An der Quantität mangele es nicht. Es gäbe also genügend Mutige, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Allerdings raten die Hallenser Experten die Existenzgründungen durch intensive Beratungen weiter zu qualifizieren und so zu mehr Stabilität und Produktivität der jeweils frischgebackenen Mittelständler beizutragen.

Außerdem empfehlen sie, insbesondere die Gründung von technologieorientierten bzw. wissensbasierten Unternehmen zu fördern, weil sie langfristig die Gewinner im wirtschaftlichen Strukturwandel sein werden. Mit 23 Prozent der Unternehmen und 25 Prozent der Arbeitsplätze in der Wissenswirtschaft verfüge Sachsen über eine gute Ausgangsposition. Allerdings liege die Gründungsrate im Bereich der Spitzentechnologie lediglich bei knapp 4 Prozent pro Jahr, bezogen auf den Bestand. Insofern kämen in dieser Branche derzeit nur 40 bis 50 Unternehmen jährlich hinzu. Die Förderung müsse darum vor allem bei den Spinoffs aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen ansetzen. „Mit den Hochschulgründerinitiativen wie Dresden Exists, SAXeed in Chemnitz, Smile in Leipzig und der Gründerakademie in Zittau sind wir auf dem richtigen Weg“, betonte Wirtschaftsminister Jurk. Das Gründungsklima an den Hochschulen sei schon deutlich besser geworden.

Mit dem Programm „Seed-Stipendium“ bzw. „Seed-Coaching“ will Jurk im nächsten Jahr -vorbehaltlich der Zustimmung des Kabinetts - Studierenden, Graduierten und wissenschaftlichen Mitarbeitern an sächsischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern. Das „Seed-Stipendium“ diene zur Bezahlung des Einkommens im schwierigen ersten Gründerjahr.  „Gemeinsam mit dem bereits ins Leben gerufenen Technologiegründerfonds, einem Beteiligungsfonds von 60 Mio. Euro, haben wir ein wirkungsvolles Instrumentarium, um Existenzgründungen aus der Wissenschaft zu befördern“, so Wirtschaftsminister Jurk.

(Brigitte Holland)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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