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Wirtschaft

Hotel mit „Nase“ an der Altmarkt-Südseite

12. März. 2008
12.März 2008
Die "Nase" ist der Gebäudeteil ohne Dach, sie schiebt sich elegant aus dem Komplex heraus, ohne abgehackt zu wirken.

Fassadenentwurf Altmarkt Foto: Pfau Architekten

Die Baulücke an der Südseite des Altmarktes wird geschlossen, mit einem achtstöckigen Hotel. Die Dresdner Gewerbehaus GmbH erwarb das 2786 Quadratmeter große Grundstück von der Stadt. Damit das Gebäude zur vorhandenen Bebauung passt, schrieb die Stadt einen Wettbewerb für die Fassadengestaltung aus. Im Ergebnis dessen liegen jetzt Entwürfe vor. Den ersten Preis erhielt das Architekturbüro Pfau. Zu recht, denn es entwarf die schönste „Nase“. So nennt sich jener Teil des künftigen Hotels – man kann ihn auch Anbau nennen -, der dichter als das übrige Haus an die Kreuzkirche heranrücken darf.

„Das ist ein Trick, um die Südseite des Altmarktes so wirken zu lassen, wie es vor der Zerstörung war“, erklärt Eberhard Pfau. Früher stand an der Stelle das Kaufhaus Renner. Und zwar so im rechten Winkel zur Ostseite, dass nur der Turm der Kreuzkirche vom Altmarkt aus zu sehen war. Doch da die Ostseite mit ihrem Wiederaufbau in eine Linie mit der Kreuzkirche rückte, muss jetzt die Südseite ein Stück länger werden, allerdings nur vorn, um der Kirche hinten Platz zu lassen. Die Lösung ist die „Nase“.

Die schiebt sich bei dem Entwurf des Büros Pfau elegant aus der Altmarkt-Fassade des geplanten vierflügligen Gebäudes heraus, das sich sonst unspektakulär und im Retro-Look der 50er Jahre gibt. Die großen quadratischen Fensteröffnungen und die kantigen über zwei Geschosse reichenden Arkaden fallen auf. Das berühmte Dresdner Hochrechteckfenster, das die Fassaden rings um den Altmarkt gefällig gliedert, werde mit entsprechenden Fensterfüllungen und –faschen adaptiert, erklärt Eberhard Pfau. Das Büro hinterließ in Dresden an exponierter Stelle bereits seine Handschrift. Es entwarf die modernen Bauten in der Münzgasse, die zum ersten am Neumarkt fertig gestellten Quartier gehören.

Der zweite Preis im Wettbewerb ging an das Berliner Büro nps tchoban voss. Doch auf der Visualisierung wirkt die „Nase“ im Verhältnis zum übrigen Teil des Hauses abgehackt und sehr massiv. Bei anderen Entwürfen kommt sie  zerborsten daher. Und die Gebäude selbst erinnern teilweise an Pyramiden oder Burgen.

Elf Architekturbüros waren zum Wettbewerb eingeladen. Alle Arbeiten sind ab heute im Foyer des Technischen Rathauses, Hamburger Straße 19 ausgestellt. Das Technische Rathaus hat montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Strafanzeigen via Internet

Wer in Sachsen eine Anzeige erstatten will, kann sich jetzt den Gang aufs nächste Revier sparen und stattdessen die Online-Wache der Polizei aufrufen. Unter „www.polizei.sachsen.de" können Mann oder Frau Strafanzeigen von zu Hause oder vom Büro aus per Internet erledigen. Für Notfälle gilt weiter der Polizeiruf 110. Die Online-Wache ergänzt die bisherigen Angebote der sächsischen Polizei im Internet, den persönlichen Kontakt zwischen Bürgern und der Polizei soll sie nicht ersetzen.

Neue Studienplätze für erneuerbare Energien

Sachsens Hochschulen werden 2009 mehr als 100 neue Studienplätze im Bereich der erneuerbaren Energien schaffen, teilt das Wissenschaftsministerium mit. Die TU Chemnitz will im Rahmen des Spitzenclusters „Cool Silicon" einen forschungsbasierten Studiengang Nano-Electronics Systems Engineering als Kooperation zwischen drei Hochschulen des Freistaates aufbauen. Die Spezialisierungen reichen von Energieverfahrenstechnik (TU Bergakademie Freiberg), über nachhaltige Energieversorgungstechnologien (TU Chemnitz) und International Energy Economics and Bussiness Administration (Uni Leipzig) bis zur Lehrveranstaltung zu regenerativen Energien im Studium Generale (TU Dresden). An der Hochschule Zittau/Görlitz stehen Ökologie und Umweltschutz auf dem Lehrplan, die HTW Dresden bietet u.a. Umweltmonitoring an.

Frauenkirche eine Woche geschlossen

Die Dresdner Frauenkirche schließt vom 5. bis 10. Januar. Das Gotteshaus wird gereinigt, beispielsweise werden die Stuck- und Sandsteinprofile vom Staub des zurückliegenden Jahres befreit. Auch der Aufstieg zur Kuppel ist vom 5. bis 7. Januar nicht möglich. Die Aussicht von der Plattform auf den Neumarkt können die Besucher ab 8. Januar wieder von 10 bis 16 Uhr genießen. Zum Gottesdienst mit Taufe am 1. Sonntag nach Epiphanias, am 11. Januar, um 11 Uhr, öffnet die Frauenkirche wieder ihre Türen. Sieben Millionen Menschen besuchten seit der Weihe den berühmten Sakralbau.

Balladen im Lingnerschloss

Die erste Veranstaltung 2009 im Lingnerschloss, Bautzener Straße 132, findet am 9. Januar  um 19:30 Uhr statt. "Mondschaf spielt Vagantenlieder - Balladen, Possen und Verse vom Rand" so der Titel des musikalisch-literarischen Theaters mit Jan Deicke und Matthias Hirth am Piano. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse und allen Vorverkaufsstellen in Dresden.

Für ein Euro in die Museen der Kunstsammlungen

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ändern zum 1. Januar 2009 die Eintrittspreise. Die Jahreskarte verteuert sich um zehn Euro auf 30 Euro. Damit können die Besucher allerdings zusätzlich zu den Dauerausstellungen auch sämtliche Sonderausstellungen der elf Museen des Verbundes besuchen. Dafür zahlen Junge Leute von sechs bis 18 Jahren ab 2009 nur ein Euro Eintritt, unabhängig davon ob sie mit der Klasse, der Familie oder allein das Museum besuchen. Teurer wird das Kombi-Ticket für die Gemäldegalerie Alte Meister, die Rüstkammer sowie die Skulpturensammlung im Zwinger: Wenn eine Sonderausstellung zu sehen ist, kostet es 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) mehr.
Freien Eintritt gewähren die Kunstsammlungen zum Weihnachtsfest allen in Sachsen ansässigen Empfängern von Hartz IV und ALG II sowie deren im Bewilligungsbescheid genannten Angehörigen. Sie sind eingeladen vom 22. Dezember bis 8. Februar 2009 beliebig oft die Museen und Sonderausstellungen kostenlos zu besuchen. Alle genannten Regelungen gelten nicht für das Historische Grüne Gewölbe.

Das Wohngeld wird erhöht

Zum 1. Januar 2009 tritt eine Neufassung des Wohngeldgesetzes in Kraft. Damit erhöhen sich nach acht Jahren die Miethöchstbeträge um zehn Prozent und das Wohngeld um acht Prozent. Außerdem werden die Heizkosten in die Berechnung einbezogen. Der Pauschalbetrag richtet sich nach der Zahl der Haushaltsmitglieder. So erhält eine Person 24 Euro und zwei Personen zusammen 31 Euro. Wohngeldbezieher, denen schon bis ins Jahr 2009 Geld bewilligt wurde, brauchen keinen Erhöhungsantrag zu stellen, die Neuberechnung erfolgt automatisch. Einige Arbeitslosengeld-II-Empfänger werden durch das höhere Wohngeld und/oder den Kinderzuschlag ab 1. Januar keinen Anspruch mehr auf finanzielle Hilfe haben, allerdings erst, wenn beides neuberechnet ist, betont die ARGE Dresden. Kontakt: Wohngeldstelle, Junghansstraße 2, Sprechzeit: Dienstag und Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr. Das Innenministerium hält eine Informationsbroschüre bereit. Sie ist in den Wohngeldstellen kostenlos erhältlich und außerdem im Internet abrufbar. www.bauen-wohnen.sachsen.de

TechniSat erweitert sich in Dresden

TechniSat will in Dresden seine Entwicklungskapazitäten für neue digitale Produkte der Unterhaltungselektronik, wie LCD-Fernseher, Autoradios und Navigationssysteme, ausbauen. Zu der bereits mehr als 200 Ingenieure umfassenden Entwicklungsmannschaft sollen weitere 100 Entwickler und Ingenieure hinzukommen. Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) freut sich über das „positive Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“ 1990 hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Daun/Vulkaneifel das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Dresden mit 23 Entwicklern eröffnet und seitdem regelmäßig erweitert. http://www.technisat.de