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Der Herzogin Garten wird mit einem Hotel bebaut

09. June. 2009
09.June 2009
Vom Schießhaus aus gesehen das Hotel im Vordergrund, im Hintergrund ist An der Herzogin Garten das neue Gebäude zu sehen, das Bezug auf die alte Orangerie nimmt.

Hotel An der Herzogin Garten Foto: Holland

Blick von der Ecke Ostra-Allee/Hertha-Lindner-Straße in den neuen Herzogin Garten als Bestandteil des Hotels.

Der Traum von einer Kunsthalle schräg gegenüber dem Zwinger ist ausgeträumt. Die Vision, dem Wahrzeichen des Dresdner Barock eine ebenbürtige moderne Architektur für die Kunst gegenüber zu stellen, zerbröselt gerade. Der im Bewusstsein der Dresdner immer für besondere Zwecke freigehaltene Herzogin Garten an der Ostra-Allee, für das der Amerikaner Frank Stella Anfang der 1990er Jahre Pavillons für die Moderne entwarf, wird jetzt bebaut. Allerdings nur mit einem Hotel. Die Nachfahren der Wettiner, die das Grundstück im Tausch von dem Freistaat zurück erhielten, verkauften ihr einst königlich-sächsisches Erbe. Die Intertec Berlin entwickelte das Hotel-Projekt, das heute im Ortsbeirat Altstadt vorgestellt wurde.

Danach soll an der Ecke zum Schießplatz ein sechsgeschossiges Hotel in Form eines Winkels entstehen, dessen eine Seite am Queckbrunnen in einem Wohnhaus mündet. Auf der anderen Seite An der Herzogin Garten soll sich auf dem Grundstück der alten Orangerie ein Gebäudeteil des Hotels anschließen, der Bezug auf die Historie nimmt. Der noch erhaltene Giebel soll in die neue Bebauung einbezogen werden. Die „neue Orangerie“ könnte nach ersten Vorstellungen als Konferenzbereich oder Ballsaal des Hotels genutzt werden.

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Wenngleich der Herzogin Garten der Kunst als Bauland verloren geht, so trösten die Architekturskizzen mit der Anlage eines neuen Gartens im Barockstil, nur etwas über den Verlust hinweg. Obwohl die neue Grünfläche zum Hotel gehört, wird sie nicht hermetisch abgeriegelt, sondern für die Öffentlichkeit zugänglich sein. An einen Durchgang von der Grünen Straße zur Ostra-Allee und in den Park am Zwinger ist gedacht, was die Mitglieder des Ortsbeirates Altstadt freute.

Der sächsische Kurfürst Christian I. hatte 1591 den Garten für seine Frau Sophie anlegen lassen. Das grüne Kleinod unweit des Schlosses gehörte also einer Herzogin von Sachsen, das erklärt den Namen, der in gehobener Schreibweise daherkommt. Schlicht und einfach müsste es der „Garten der Herzogin“ heißen. Er darf als Keimzelle des Dresdner Gartenbaus angesehen werden. Im Jahre 1806 beherbergte er etwa 4300 Pflanzenarten- und Sorten. Bis ins 19. Jahrhundert befanden sich in der Herzogin Garten Gewächshäuser, die der Anzucht und Pflege höfischer Zierpflanzen dienten. 1841 wurde die Orangerie nach einem Entwurf des Architekten Otto von Wolframsdorf gebaut, die jedoch beim Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 in Schutt und Asche fiel. Nur der Giebel blieb stehen. Das Grundstück verwilderte.

Es schließt in Richtung Hertha-Lindner-Straße an das Grundstück der Dresdner Freimaurerloge an, wo schon 2007 ein Hotelneubau vorgesehen war. Damals widersetzten sich die Wettiner dem Vorhaben, das nach Aussage des Stadtplanungsamtes nun wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise gestorben sei. Dafür entsteht nun an der anderen Ecke des Areals ein Hotel. Intertec Berlin errichtete beispielsweise das Beisheim-Center am Potsdamer Platz in Berlin. Es handelt sich also um einen Projektentwickler mit Erfahrungen. 

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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