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Öl-Dollars vom Golf stecken schon im ehemaligen Dresdner AMD-Werk drin. Jetzt schließt der arabische Hauptaktionär es mit seinem erst im Dezember 2009 erworbenen Chiphersteller Chartered Semiconductors in Singapur zusammen. Das neue Unternehmen behält den Namen Globalfoundries und den Hauptsitz Sunnyvale in Kalifornien. Die Dresdner Chipfabrik wird Teil eines Weltkonzerns, leider nur aus Elbtalsicht im Zentrum zwischen Amerika und Asien liegend. Am 13. Dezember gab Globalfoundries die Fusion mit Chartered bekannt.
Udo Nothelfer, Chefmanager in Dresden, sieht in der Verbindung nur positive Auswirkungen für den hiesigen Standort: „Die Fab 1 in Dresden hat als hochinnovatives Werk für 300 Millimeter Wafer eine Schlüsselrolle im neuen Unternehmen und wird 2010 ihre Kapazitäten deutlich ausbauen“. Das Geschäftsfeld bleibt, im Auftrag von Kunden werden Chips produziert. „Mit rund 60000 Waferstarts pro Monat im Endausbau wird Dresden zu den Hochleistungsclustern im neu formierten Unternehmen gehören“, so Nothelfer.
„Die Nachricht von der Fusion vermittelt die Botschaft, dass Dresden auch nach dem Aus von Qimonda in der europäischen Halbleiterindustrie der führende europäische Standort ist“, frohlockte Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert. Die Zukunft der von AMD in Dresden vorangebrachten Technologien bleibt trotzdem ungewiss, baut doch Globalfoundries seine neue Fabrik für 300 Millimeter Wafer nicht in Sachsen, sondern im Bundesstaat New York. Schneller als gedacht könnte die neue Fab die Technologieführung übernehmen. Doch noch ist es nicht soweit. Sie im preiswerteren Dollar-Raum zu bauen, macht aus Sicht von Globalfoundries natürlich Sinn.
Das verschmolzene Unternehmen beschäftigt weltweit 10000 Mitarbeiter – in Dresden 2600 - und verfügt nun über einen Kundenstamm von über 150 Firmen. Dazu gehören viele weltweit führende Halbleiterunternehmen, die auf eine eigene Fertigung verzichten oder sie teilweise ausgelagert haben, wie AMD, Qualcomm, STMicro, Texas Instruments und IBM. Im neuen Weltkonzern bringt die Dresdner Fabrik vor allem ihr Know-how in der Herstellung von Chips für Strukturbreiten kleiner als 45 Nanometer ein. Die Werke in Singapur beherrschen die gängigen Technologien und punkten damit beim Service, nämlich schnell auf individuelle Kundenwünsche zu reagieren. Die schärfsten Konkurrenten sind die taiwanesischen Auftragsfertiger TSMC und UMC.
Im März 2009 hatte der amerikanische Halbleiterproduzent AMD seine Chipfabriken an die Advanced Technology Investment Company (ATIC) aus Abu Dhabi verkauft. Fortan firmierten sie unter dem Namen Globalfoundries, entwickelten selbst keine Chips mehr, sondern produzierten im Auftrag anderer. Über seine Firma ATIC, der Waleed Al Mokarrab vorsteht, war das Emirat Abu Dhabi von Anfang an Hauptaktionär. Kurzum, Globalfoundries Dresden ist jetzt voll und ganz ein arabisches Unternehmen, wenngleich nur ein ganz kleines.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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