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Wirtschaft

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Feldversuch mit der Touristinformation

09. February. 2009
09.February 2009
Wegen Krankheit und erster aufgelöster Arbeitsverträge im Zuge der Liquidation der DWT hat die Touristinformation Prager Straße sonntags und montags geschlossen.

Geschlossene Touristinformation Prager Straße Foto: Holland

Wie komme ich zum Schloss? Wo erhalte ich Karten fürs Theater? Welche Straßenbahn fährt zum Zoo? Gäste einer Stadt haben bekanntlich viele Fragen. Insofern finanzieren Kommunen Touristinformationen, wo diese kostenlos beantwortet werden. Dresden wagt sich jetzt an einen Feldversuch. Mit Beschluss des Stadtrates am kommenden Donnerstag soll die Dresdner Touristinformation ausgeschrieben und damit künftig von einem privaten Unternehmer betrieben werden. Dass der Dresden-Besucher seit diesem Jahr sonntags und montags bei der Infostelle auf der Prager Straße vor verschlossener Tür steht, hat schon etwas mit diesem Feldversuch zu tun.

Nach dem Beschluss vom Oktober 2008, die alte Dresden-Werbung und Tourismus GmbH (DWT) zu liquidieren, bringt Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt eine Vorlage zur Privatisierung ihrer Geschäftsfelder in den Stadtrat ein. Im zweiten Anlauf sind es plötzlich nicht mehr sechs zu privatisierende Bereiche, sondern nur noch vier. Ausgeschrieben werden die „Dresden Days“ -  ein von der DWT einst aufgelegtes Pauschalprogramm -  die Zimmervermittlung, der Gruppen- und Kongress-Service sowie die Touristinformation. Allerdings nicht wie bei der Rücknahme der ersten Vorlage angekündigt, alles in einem Paket, sondern weiterhin getrennt.

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Die drei lukrativen Produkte beziehungsweise Dienstleistungen – „Dresden Days“, Zimmervermittlung und Gruppen-Service – darf neuerdings die DWT i. L. selbst veräußern. Die Stadt kümmert sich um die Ausschreibung der Touristinformation. Doch offensichtlich reifte zwischenzeitlich die Erkenntnis, dass mit fragenden Gästen nicht das große Geschäft zu machen ist, insofern bietet der Wirtschaftsbürgermeister die Touristinformation jetzt mit einem städtischen Zuschuss von 200000 Euro meistbietend einem Privatmann an. Das könnte die Dresden-Gäste in der Tat davor bewahren pro Frage nach dem Zwinger zwei oder drei Euro zu bezahlen.

Schon im April meint Dirk Hilbert einen Käufer für die Touristinformation gefunden zu haben. Obwohl der städtische Zuschuss eigentlich eine europaweite Ausschreibung vorschreibt, ist die Stadt überzeugt mit einem sogenannten Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung (VOL/A § 3a 2) auf der sicheren Seite zu sein. In jedem Fall spart es Zeit. Höchste Eile ist ja auch geboten, denn die Arbeitsverträge mit den Mitarbeitern der alten Dresden-Werbung und Tourismus GmbH laufen zum 31. März und 30. Juni aus. Peinlich, peinlich stünde Dresden in der Hochsaison mit geschlossener Touristinformation da.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat befürchtet schon jetzt ein Chaos. „Und uns schwant, dass die ganze Sache teurer wird als zuvor“, wendet sich Fraktionschef Peter Lames entschieden gegen die weitere Auflösung der DWT. Allein die Abfindung der geschassten Geschäftsführerin Yvonne Coulin habe die Stadt 200000 Euro gekostet.

Die Stadtratsmehrheit, getragen von CDU, FDP und Linksfraktion.PDS, hatte im Oktober 2008 entschieden die Dresden-Werbung und Tourismus GmbH (DWT) aufzulösen. Weil die Stadt den Zuschuss in Höhe von 1,8 Millionen Euro nicht erhöhen wollte, drohte die Insolvenz. Gleichzeitig beschloss der Stadtrat die Gründung der Dresden Marketing GmbH, die sich nur noch um die Vermarktung der Stadt kümmern soll.

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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