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Wirtschaft

Europas größte Amateur-Rallye startet in Dresden

27. Juni. 2008
27.Juni 2008
Das Motorrad von Robert Leischner und der Geländewagen von Jörg Grünbeck und Thomas Dasinger sind startbereit für die 14. Rallye Dresden-Breslau.

Startbereit für die Amateur-Rallye Foto: O.Kern

Motorsportfans aus zehn Ländern zieht es am 28. und 29. Juni nach Dresden. Europas größte Amateur-Rallye Dresden-Breslau startet in Elbflorenz. Nach Berlin und dem Auftakt 1994 in München ist Dresden das zweite Mal Ausgangspunkt des motorsportlichen Großereignisses. 150 Autos, 50 Lastkraftwagen und 75 Motorräder gehen nach Angaben des Veranstalters auf die Strecke. Doch bevor der erste Morast an den Akteuren klebt, wird repräsentativ vor der Silhouette von Dresden am 29. Juni, 12 Uhr auf der Augustusbrücke gestartet. Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) eröffnet die 14. Amateur-Rallye: „Dresden macht mit dieser ungewöhnlichen Sportart darauf aufmerksam, dass die Stadt nicht nur Hochkultur, sondern auch andere Interessen bedienen kann“.

Ihr Camp schlagen die Motorsportler im  Ostragehege auf, wo am 28. Juni, 11 Uhr das publikumswirksame Prolog-Rennen stattfindet. Auf ungenutztem Terrain im Ostragehege richtet der Veranstalter, die Breitengrad Sport- und WerbeGmbH,  einen  Parcours mit Tücken ein. Das Publikum  kann verfolgen, wie sich die PS-starken Motorräder, Quads, Geländewagen und Lkw auf ihrer ersten Wertungsstrecke messen.  Das Prolog-Rennen ist eingebettet in ein Offroad-Rallye-Festival am Messegelände, wo die Fans auch selber fahren können. Das ist sowohl mit dem eigenen Geländewagen als auch mit Testwagen zahlreicher Aussteller möglich. Wer mit seinem Geländewagen an der Hella-Speed-Night, ein Beschleunigungsrennen unter Flutlicht, teilnehmen möchte, muss sich allerdings vorher anmelden.

 Am 29. Juni laden  verschiedene Fahrzeughersteller ohne Voranmeldung zu Probefahrten auf der freigewordenen Prologstrecke ein – sowohl mit Enduros, Quads als auch Geländewagen. In den Pausen werden immer wieder Stuntshows gezeigt, u.a. von Honda Motorrad und Mercedes mit einem Nachbau eines Siegergeländewagens der Rallye Paris-Dakar von 1983. Auch Fachvorträge über Navigation, Reisen und Sicherheit werden angeboten. Parallel präsentieren im angrenzenden Messegelände über 60 Aussteller die neuesten Trends der Offroad-Branche, darunter nahezu alle Hersteller von geländegängigen Fahrzeugen, von Zubehör sowie Reise- und Rallyeveranstalter. Der Eintritt zum Offroad-Rallye-Festival ist an beiden Tagen frei.

Die erste Etappe der 14. Rallye Dresden-Breslau führt  Richtung Berlin, ins Tropical Islands. Insgesamt  liegen rund 1400 Wertungskilometer in sechs Etappen vor den Fahrern. Sie wissen, es wird ein beschwerlicher Weg durch schwieriges Gelände, über sandige oder matschige Passagen, durch Wassergräben und Hohlwege, über Mondlandschaften und steile Kuppen. Aber genau diese Herausforderung zählt für den Dresdner Robert Leischner, der mit seinem Motorrad bereits zum sechsten Mal an der Rallye teilnimmt. „Es ist eine besondere Art seinen Urlaub zu verbringen“, meint er. Denn die Rallye dauert eine Woche. Nicht Tempo, sondern die Fahrkünste zählen und die Fähigkeit, sich ohne Navigationssystem im Gelände zurechtzufinden. „Einfach den Fahrspuren der anderen zu folgen, wäre tückisch. Sie könnten sich verfahren haben“, so  Jörg Grünbeck aus Plauen, der einen Geländewagen steuert.  Er verlässt sich auf das Talent seines Beifahrers Thomas Dasinger, die Karten richtig zu lesen. Und am Ende des Tages ist noch die Fähigkeit gefragt, die schlimmsten Schäden am Fahrzeug notdürftig zu reparieren.

Die Schlussetappe endet am 5. Juli nahe Breslau. Die Motosportveranstaltung ist eine lizenzfreie Amateur-Fahrer-Rallye. „Teilnehmen kann jeder mit einer gültigen Fahrerlaubnis und einem technisch einwandfreien Fahrzeug“, so Klaus Leihener, der auch die 14. Rallye organisiert. Die Teilnahmegebühr für eine Woche inklusive Verpflegung kostet 880 Euro pro Teilnehmer. Im Preis inbegriffen ist der Service des Veranstalters, im Gelände festgefahrene Fahrzeuge und Insassen auf jeden Fall zu befreien. „Im Tross haben wir auch einen Kran dabei“, betont Leihener.

Wer mit seinem Geländewagen beim Beschleunigungsrennen dabei sein will, sollte sich vorher anmelden unter Fax: 089/ 608 212 00 oder rennen(at)off-road.de


  

(Oliver Kern)

20400 Studienanfänger zum Wintersemester

In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de

Stadt will keine Mehrkosten fürs Stadion übernehmen

Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.

Verkehrsführung Bautzner Straße wieder ganz anders

Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.

Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau

Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der  wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.

Junge Fußballerinnen tragen ihre WM auch in Dresden aus

Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.

Praktikum im Kunstministerium

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de

Buchvorstellung zur Geschichte der „Interflug“

Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.