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In Kenia hätte man eine Ziege geschlachtet und das Schiff mit dem Blut geweiht, erzählt ein Mann, der es Wissen muss. Doch er ließ sich davon überzeugen, dass zur Schiffstaufe in Dresden die Bruchlandung einer Flasche Sekt reicht. Zwei für Kenia bestimmte Fähren wurden heute auf der Schiffs- und Yachtwerft in Dresden-Laubegast zu Wasser gelassen. Für Taufe und Stapellauf waren der kenianische Transportminister Schirau Ali Mwakwere und seine Gattin angereist, die als Taufpatin nach hiesiger Sitte die Sektflasche perfekt an die Bordwand warf.
Und so glitt nach 16 Monaten Bauzeit einer der 450 Tonnen schweren Stahlkolosse von der Slipbahn langsam in die Elbe, der andere schwamm schon darin. Beide sind 75 Meter lang und 16 Meter breit und für die Beförderung von 1550 Personen und 60 Pkw ausgelegt. Die Kenia-Ferry-Service Ltd. wird die beiden Schiffe zur Überquerung der Hafeneinfahrt von Mombasa einsetzen, wo das Unternehmen jährlich 72 Millionen Passagiere und 1,2 Millionen Fahrzeuge von einem Ufer zum anderen befördert. „Die beiden neue Fähren werden unsere zwei ältesten ersetzen“, so Aufsichtsratschef Joseph Kingi. Die Modernisierung der überalterten Flotte werde dem Transitverkehr ins Nachbarland Tansania und den Touristen dienen, wenn sie von ihren Hotels an der Südküste pünktlich zum Flughafen an der Nordküste von Mombasa wollen.
„Wir haben uns auf eine internationale Ausschreibung beworben und den Zuschlag erhalten“, erzählte Geschäftsführer Torsten Müller, wie die kleine Werft in Dresden zum größten Neubau-Auftrag in ihrer 111-jährigen Geschichte kam. Seit der Wende ist sie auf den Bau von kleinen Fähren und der Reparatur der Touristenschiffe auf der Elbe, insbesondere der alten Raddampfer spezialisiert.
Als er das erste Mal die Werft besuchte und überall nur kleine Schiffe sah, sei er sich nicht mehr ganz sicher gewesen, ob es gut war, den Auftrag nach Dresden zu vergeben, beschrieb der kenianische Transportminister seine anfängliche Skepsis. „Inzwischen wissen wir, dass sie fähig sind, solche großen Fähren zu bauen“, lobte Schirau Ali Mwakwere das Werk der 26 Werftarbeiter. Und er versicherte, ihre Kompetenz weiter nutzen zu wollen. Auch auf dem Viktoria-See brauche Kenia neue Schiffe.
Von Dresden aus gehen die zwei Fähren über Hamburg auf große Fahrt nach Afrika. Um zunächst sicher auf der Elbe unter den Brücken hindurchzukommen, werden die Steuerhäuser wieder abgebaut. „In Hamburg werden zwei Kräne die Fähren aus dem Wasser heben und auf Spezialschiffe der Beluga-Reederei verfrachten“, erklärt Torsten Müller. 2005 hatte der Ingenieur aus Rostock die Dresdner Werft gekauft, die 1999 schon mal insolvent war und sich nun mit einem nicht alltäglichen Auftrag einen Namen macht. Über das Auftragsvolumen schwiegen sich beide Seiten aus.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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