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Die schnurgeraden parallel verlaufenden Gassen des Dresdner Striezelmarktes gehören zum Gestaltungsprinzip von gestern. Auch das Märchenschloss, der Komplex aus Bühne und Märchenfigurengarten inmitten der Budenstadt, hat ausgedient. Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt wird sich 2009 neu präsentieren. Das strenge Raster ist passé, aneinander gereihte Buden bilden künftig geschwungene Gassen und kleine Plätze. Die Stadt hatte aus fünf eingereichten Konzepten zur Neugestaltung des Striezelmarktes die Ideen der Dresdner Agentur Zastrow + Zastrow ausgewählt.
Das preußisch Kantige passe nicht zur Stadt. „In Dresden mag man es runder, kleinteiliger und verspielter“, meint Holger Zastrow. Der Agenturchef, der übrigens für die FDP im Stadtrat sitzt, stellte heute das Konzept vor. Er zählte viele gute Gründe auf, die alte Platzstruktur aufzugeben, allerdings lässt die neue kein Muster erkennen, insofern wirkt die Neuausrichtung der Buden beliebig. „Wir haben vor allem geschaut, was auf dem Platz machbar ist“, erklärt Holger Zastrow. Denn nach dem Umbau des Altmarktes stellte sich heraus, dass der Märchenschlosskomplex mit einer Grundfläche von 1040 Quadratmetern an seinem neuen Standort in der Mitte des Striezelmarktes nicht hinpasst.
Insofern setzt das neue Konzept auf eine Entflechtung von Bühne und Märchenland. Die Bühne in Form einer Konzertmuschel rückt zur Seestraße an die Süd-West-Ecke des Platzes und das Märchenland zur Kreuzkirche an die Süd-Ost-Ecke. Ein Puppentheater mit integriertem Adventskalender bildet künftig den Eingang in die Welt der Märchenfiguren. Überhaupt wird die Ostseite des Platzes mit Weihnachtsmannhaus, Weihnachtsbackstube und einem neuen Pflaumentoffelhaus und einer Wichtelwerkstatt zur Erlebniswelt für die jüngsten Marktbesucher. „Der Striezelmarkt wird kinderfreundlicher“, so Holger Zastrow. So passe sich die Bühne mit 210 Quadratmetern nicht nur den Gegebenheiten des Platzes an, sondern wirke mit einer um 50 Zentimeter auf einen Meter reduzierten Höhe beim Auftritt des Weihnachtsmannes für Kinder nicht mehr unerreichbar.
Das Konzept ist gestalterisch zwar nicht der große Wurf, doch im Detail wohl überlegt. Vor allem löst es das Problem mit den neuen Brunnen an der Ostseite des Altmarktes. Die riesigen Spülsteine wirken nicht nur wie Fremdkörper auf dem Striezelmarkt, sondern nehmen ihm auch Standfläche weg. So sollen drei temporär überbaut werden, beispielsweise mit einer Herrnhuter-Sternen-Bar und einer sächsisch „gemiedlichen“ Sitzecke für Senioren. Kaschiert werden soll auch der Tiefgarageneingang an der Wilsdruffer Straße und zwar mit einem begehbaren Schwibbogen. „Das soll neben der weltgrößten Stufenpyramide eine neue Attraktion werden“, so Holger Zastrow.
800000 Euro lässt sich die Stadt die Neugestaltung des Striezelmarktes kosten. „Wir müssen die Aufträge noch vor der Sommerpause auslösen, damit die neuen Aufbauten bis zum Advent fertig sind“, so Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Die Zeit drängt mal wieder in seinem Ressort.
Am 26. May. 2009 um 13:48 Uhr
800000€?
Soviel Geld nur damit weniger da ist und die paar Buden umgestellt werden? Ehrlich, da hat jemand einen ganz schön an der Klatsche.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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