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Nach der Privatisierung vor knapp 20 Jahren will Dresden sein Energieunternehmen, die Drewag, wieder in eigene Hände nehmen. Bisher gehören der Kommune nur 55 Prozent. Die GESO, ein Tochterunternehmen der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), ist an den Dresdner Stadtwerken mit 35 Prozent und die Thüga AG mit 10 Prozent beteiligt. „Die Stadt hat in dieser Woche die Verträge mit den Miteigentümern fristgerecht zum 31. Dezember 2012 gekündigt“, sagte heute Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Damit startet die Rathausspitze, so wie es der Stadtrat im April gefordert hatte, jetzt den Rückkauf von Drewag-Anteilen. Die Gelegenheit ist günstig.
Die Energie Baden-Württemberg AG wurde vom Kartellamt aufgefordert, sich von der GESO zu trennen, sonst könne sie die beim Oldenburger Energieversorger Ewe liegenden Anteile von 47,9 Prozent an der Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG) nicht wie geplant erwerben. „Die Kartellentscheidung hat uns aufhorchen lassen“, so Helma Orosz. Kurzum, die Stadt will die Dresdner EnBW-Tochter haben. „Die 35 Prozent der GESO an den Dresdner Stadtwerken könnten wir Ende 2012 sofort zurückkaufen“, erklärt Reiner Zieschank, Chef der Technischen Werke Dresden (TWD), der Finanzholding über der Drewag und den Dresdner Verkehrsbetrieben. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit die GESO ganz zu erwerben, weil Dresden mit der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft (KBO), hinter der 163 ostsächsische Kommunen stehen, inzwischen einen strategischen Partner an der Seite hat.
„Dresden und die KBO wollen gemeinsam als Bieter für die GESO auftreten“, weist die Rathauschefin auf eine bereits getroffene Vereinbarung. Die KBO könnte nämlich ebenfalls Anteile herauskaufen und zwar an der Energie Sachsen Ost AG (Enso), die zu 28 Prozent der KBO und zu 50 Prozent der GESO gehört. „Durch die strategische Partnerschaft besteht die Chance einen großen kommunalen Energiedienstleister in Ostsachsen zu bilden“, sagt die Oberbürgermeisterin.
Um den Ankauf zu finanzieren, würden die Technischen Werke Dresden einen Kredit aufnehmen. „Der wird im dreistelligen Millionenbereich liegen, aber nicht die Stadt belasten“, sagte Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU). Der Rückkauf von Drewag-Anteilen wird den Dresdnerinnen und Dresdnern jedoch nicht sinkende Strom- und Gaspreise bescheren. Reiner Zieschank dämpfte zu hohe Erwartungen. Allerdings könne die Stadt mit dem Erwerb der GESO Arbeitsplätze erhalten. „Und die Drewag-Gewinne, die bisher anteilig in den Westen fließen, können wir hier behalten“, betont der TWD-Chef.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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