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Luxus in Zeiten der Krise ist das Thema des diesjährigen Deutschen Marken- und Designkongresses, den der Rat für Formgebung erstmals in Dresden veranstaltet. 150 Experten tauschen sich darüber aus, ob Qualität, Authentizität und Exklusivität reichen, um Nobelmarken durch wirtschaftlich schwierige Zeiten zu manövrieren. Mit seiner Themen- und Standortwahl lenkt das 1953 auf Initiative des Bundestages gegründete Gremium zur Designberatung der deutschen Wirtschaft erstmals den Blick auf das sächsische Potential für die Luxusgüter-Branche.
„Dresden ist eine der historischen Keimzellen der deutschen Luxusgüterwirtschaft“, schmeichelt Andrej Kupetz, Geschäftsführer des Rates für Formgebung mit Sitz in Frankfurt/Main, der Stadt. Der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen, Martin Roth, spricht sogar vom „Geburtsort“ bedingt durch die Leidenschaft der sächsischen Kurfürsten und Könige nach Kunstschätzen aller Art zum Zwecke der Repräsentation.
Dabei verweist Roth vor allem auf das vor 300 Jahren in Dresden erfundene weiße europäische Hartporzellan, das von der Meissener Manufaktur aus die Tafeln der Wohlhabenden eroberte. Bis heute sind die blauen gekreuzten Schwerter das Markenzeichen des Luxusporzellans. Die Marke Lange & Söhne steht seit ihrer Wiedergeburt vor knapp 20 Jahren erneut für exklusive Uhren aus Sachsen. Und die Hellerauer Werkstätten in Dresden statten seit ihrer Reprivatisierung 1992 die Räume großer Unternehmen, aber auch private Häuser sowie Yachten repräsentativ mit edlen Hölzern und Möbeln aus.
Umsatz und Auftragslage dieser drei sächsischen Firmen waren heute kein Thema. André Kupetz räumte in seinem Impulsvortrag allerdings ein: „Die Wirtschaftskrise ist inzwischen auch in der Luxusgüterwirtschaft angekommen. Die Umsätze sanken durchschnittlich um 10 Prozent“. Besonders hart habe es die Autoindustrie getroffen. Bei Porsche ging der Umsatz um 20 Prozent, bei BMW um 15 Prozent und bei Mercedes um 14 Prozent zurück. Dagegen stieg er beim italienischen Modelabel Gucci um 15 Prozent, beim französischen Modewaren-Produzenten Hermes um 13 Prozent und beim Taschenhersteller Louis Vuitton um 5 Prozent.
„Firmen, die sich auf Faktoren wie Qualität, Authentizität und Exklusivität konzentriert haben, stehen besser da, als Firmen, die versuchten, immer mehr Leute für ihre Marke zu gewinnen“, erklärte Andé Kupetz in seinem Impulsvortrag. Nicht Masse, sondern Klasse und die bewusste Limitierung des Angebots seien nachhaltige Erfolgsstrategien in der Luxusgüter-Branche.
Tradition trägt zum Mythos eines edlen Produkts bei. Sie ist aber nicht Voraussetzung um eine neue Marke zu kreieren. Die Designer Christian und Michael Sieger, die bis vor vier Jahren lediglich im Kundenauftrag arbeiteten, entwickelten zwischenzeitlich ihr eigenes Label, indem sie Partnerschaften mit dem traditionellen Handwerk eingingen. Beispielsweise brachten sie mit der Porzellan-Manufaktur Fürstenberg ein eigenes Service heraus. Luxus entwickelt sich also auch in Krisenzeiten immer weiter.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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