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Vergeblich der Rettungsversuch für Qimonda. Der finanziell angeschlagene Speicherchiphersteller beantragte am 23. Januar beim Amtsgericht München für seine Werke in München und Dresden die Insolvenz. In der sächsischen Landeshauptstadt arbeiten rund 3000 von insgesamt 12200 Qimonda-Mitarbeitern. Nach den intensiven Bemühungen des Freistaates Sachsen, ein herber Schlag für die Beschäftigten in Dresden, die mit Entlassung rechnen müssen. Als Insolvenzverwalter ist der Münchner Rechtsanwalt, Michael Jaffé, bestellt.
Am 21. Januar waren noch einmal Vertreter der Bundesregierung, Portugals und der Landesregierungen von Bayern und Sachsen mit dem Vorstand von Qimonda, dem Mutterkonzern Infineon und der Hausbank in Berlin zusammengekommen. Doch weder Infineon, noch der Freistaat Sachsen, aber auch nicht die Bundesregierung hätten sich in der Lage gesehen, sich auf der Grundlage des vorgelegten Finanzierungskonzeptes zu engagieren, erklärte das Wirtschaftsministerium nach dem Krisentreffen. Qimonda hatte eine Aufstockung des Rettungspaketes um weitere 300 Millionen Euro gefordert. Und zwar zu den 325 Millionen Euro, die Sachsen, Portugal und Infineon zusammen in Aussicht gestellt hatten. Nach dem erfolglosen Krisengipfel beantragte Qimonda für seine deutschen Werke die Insolvenz.
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Ob der auf Pleiten spezialisierte Münchner Rechtsanwalt in den kommenden Wochen nur abwickeln oder Teile des Dresdner Werkes sanieren und an einen Investor verkaufen kann, ist ungewiss. Die Politik sieht in einem Insolvenzverfahren auch die Chance für einen Neuanfang „Die Staatsregierung wird alles tun, um einen künftigen Investor zu unterstützen. Unser Hilfsangebot steht unverändert. Denn wir glauben an die Mitarbeiter und an die Technologie von Qimonda“, sagt Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Der Freistaat hatte schon im Dezember 2008 ein Betriebsmitteldarlehen in Höhe von 150 Millionen Euro angeboten, allerdings unter der Bedingung, dass die von Qimonda entwickelte neue Chip-Technologie in Dresden bleibt und in die Serienfertigung überführt wird. „Wir werden alles tun, um die Möglichkeiten zu nutzen, die sich durchaus auch in einem Insolvenzverfahren ergeben“, kündigte Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) an, ohne konkreter zu werden. Für Sachsen komme es jetzt darauf an, neue Ideen und Technologien für die Sicherung und Weiterentwicklung des Mikroelektronikstandortes zu entwickeln.
„Das Aus von Qimonda ist ein schwerer Schlag für die Chipindustrie in Dresden, es bedeutet aber nicht das Ende für den Mikroelektronikstandort Sachsen“, ist der CDU-Fraktionschef im Landtag, Steffen Flath, überzeugt. Es sei richtig gewesen, dass der Freistaat sein Hilfsangebot an Bedingungen geknüpft habe. „Nun muss sich das Wirtschaftsministerium um Auffanglösungen für wichtige Teile des Chipherstellers und den von Entlassung bedrohten Mitarbeitern bemühen“, so Flath. Die CDU rechnet also mit einer geordneten Abwicklung. Insofern schlägt der Fraktionschef vor, dass die bisher für Qimonda bereitgehaltenen 150 Millionen Euro „zur Stärkung des angeschlagenen Dresdner Mikroelektronikstandortes eingesetzt werden sollten“.
Auch die FDP-Fraktion plädiert dafür schnell einen Schlussstrich zu ziehen: „Qimonda war ein Leuchtturm von 'Silicon Saxony', aber inzwischen ist der Standort so solide gewachsen, dass er auch diesen Verlust verkraften kann. Denn 'Silicon Saxony' besteht nicht nur aus ein paar hochsubventionierten Leuchttürmen, sondern aus insgesamt 1200 Firmen mit über 40000 Beschäftigten“, sagt Sven Morlok, der wirtschaftspolitische Sprecher im Landtag. Die Insolvenz bewahre den sächsischen Steuerzahler davor, weiter Geld in ein Fass ohne Boden zu werfen. Der Freistaat sollte jetzt einen „Technologiefonds“ auflegen, um „wachstumsstarke und innovative mittelständische Unternehmen der Branche zu fördern“.
Die Fraktionschefin von Bündnis90/Die Grünen, Antje Hermenau, verwies auf die globalen Ursachen der Insolvenz: „Um Qimonda zu retten, war der Freistaat leider nicht stark genug. Der irrwitzige Subventionswettbewerb, mit dem asiatische Staaten und die USA versuchen, ihre Standorte zu sichern, geht über die sächsischen Kräfte". Außerdem hätten schwere Managementfehler und die Kreditkrise dem Chiphersteller geschadet. Die Verantwortlichen hätten ausgetauscht werden müssen. Diese Fehler waren kurzfristig leider nicht mehr zu korrigieren.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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