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Der insolvente Speicherchiphersteller Qimonda hat möglicherweise einen Interessenten gefunden. Das chinesische IT-Unternehmen Inspur bestätigte auf Anfrage von Zeitungen und Agenturen, „dass beide Seiten die Absicht haben, zu kooperieren“. Was das genau heißt, steht allerdings noch nicht fest. Insolvenzverwalter Michael Jaffé sprach von zwei „vielversprechenden Verhandlungsrunden“ mit Inspur in Hongkong. Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) dämpfte heute in Dresden zu hohe Erwartungen. Die Namensnennung sei noch nicht der Durchbruch: „Die genauen Absichten von Inspur liegen uns noch nicht vor“, so der Wirtschaftsminister.
Inspur zählt zu den wichtigsten Hardware-Produzenten in China. Das Produktions- und Entwicklungszentrum liegt im chinesischen Jinan, der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Shandong. Das Unternehmen stellt Computer her und entwickelt Software. So gibt es beispielsweise seit 2005 eine Kooperation mit Microsoft, was der amerikanischen Software-Schmiede 20 Millionen Dollar kostete. Die Herstellung von Speicherchips gehörte allerdings bisher nicht zum Geschäft von Inspur.
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„Der Freistaat braucht weitergehende Informationen, um das Interesse der chinesischen Computer- und Softwarefirma besser beurteilen zu können“, betonte Thomas Jurk. Geklärt werden müsse, ob die Ziele der Firma mit denen des Freistaates übereinstimmen, nämlich den Qimonda-Standort Dresden zu erhalten. Völlig offen sei, mit welcher Summe Inspur bei Qimonda einsteigen will. Erst danach könne man über eine mögliche Beteiligung des Freistaates reden. Der SPD-Wirtschaftsminister schließt eine solche im Gegensatz zum Koalitionspartner CDU nicht völlig aus. Auf Prozente wollte sich Jurk jedoch nicht festlegen. Den Vorschlag von Insolvenzverwalter Jaffé, der Freistaat möge 20 Prozent der Qimonda-Anteile übernehmen, kommentierte er nicht.
Eine Lösung ist für Qimonda also noch lange nicht in trockenen Tüchern. Insofern bleibt es bei der Entscheidung des Insolvenzverwalters. Zum 31. März wird das Werk in Dresden die Produktion einstellen, weil die Speicherchips nach wie vor nicht kostendeckend zu verkaufen sind. Die Mitarbeiter in München und Dresden, die noch bis Ende März Insolvenzgeld erhalten, sollen ab dem 1. April in einer Transfergesellschaft aufgefangen werden. Bis Ende März will Michael Jaffé dem Insolvenzgericht in München auch sein Gutachten vorlegen, auf dessen Basis dann das Gericht über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens entscheiden kann. Qimonda hatte am 23. Januar den Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt.
„Das Herunterfahren der Produktion, der Erhalt der von Qimonda entwickelten Buried Wordline-Technologie und die Übernahme von Mitarbeitern in die Transfergesellschaft sind unerlässliche Voraussetzungen, um eine eventuelle Fortführung des Betriebes, überhaupt weiterverfolgen zu können“, erklärte Jaffé. Zusammen mit einer Kernmannschaft werde er die Stellung bei Qimonda halten und weiter an der Investorenlösung arbeiten.
„In dieser Rumpfgesellschaft werden auch die Qimonda-Lehrlinge des dritten Lehrjahres verbleiben und damit ihre Ausbildung abschließen können“, verkündete Wirtschaftsminister Jurk. Das Kabinett in Sachsen thematisierte heute, wie die 86 Lehrlinge bei Qimonda und 32 Studenten an der Chipakademie ihre Ausbildung fortsetzen können. Für die Azubis des ersten und zweiten Lehrjahres wolle man sich für eine „Direktvermittlung an andere Unternehmen“ einsetzen. Für die Studenten bestünde die Möglichkeit ein Regelstudium an einer Fach- oder Hochschule aufzunehmen.
Und für den Fortbestand des bisher von Qimonda und der TU Dresden gemeinsam betriebenen Nanoelektronik-Zentrums fand das Kabinett ebenfalls eine Lösung. Die TU soll das Zentrum, das aus einem Reinraum und vier Laborräumen besteht, als gemeinnützige Gesellschaft notfalls auch alleine weiter betreiben. „Wir werden die zusätzlichen Kosten übernehmen“, sagte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Sie stellte für das laufende Jahr eine Million Euro, für 2010 zwei Millionen Euro und für 2011 anderthalb Millionen Euro in Aussicht.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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