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„Tower“ klingt gewaltig. Tatsächlich ist Dresdens ältestes Hochhaus nur elf Stockwerke hoch. Als erstes 1929 in der Stadt gebaut dominiert es den Albertplatz. Doch altersschwach und leer ist es kein Touristenmagnet. Ein junges Dresdner Architektenteam will seinem Stahlbeton neues Leben einhauchen. Allerdings schickte der Ortsbeirat Neustadt den „Alberttower“ jetzt in eine Warteschleife. Sky-Bar im elften Stock. Stadtteilbibliothek mit Panorama-Blick. Auch der schillernde Begriff überzeugte vorerst nicht.
Anerkannt wird von allen Mitgliedern des Ortsbeirates, dass die Dresden-Bau und ProjektierungsGmbH mit Geschäftsführerin Regine Töberich an der Spitze das Denkmal retten will. Doch das Projekt hat auch einen Pferdefuß. Neben dem Hochhaus soll auf der 9800 Quadratmeter großen Brache bis zum Turnerweg ein Einkaufzentrum mit 7000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Architektonisch gut verpackt mit Würfelhäusern und einem kleinen Platz an der Antonstraße. Mittendrin ein Supermarkt mit 5000 Quadratmetern für den wöchentlichen Großeinkauf. „Nur mit dem Markt als Ankermieter lässt sich das Hochhaus wirtschaftlich sanieren“, warb die Architektin um Zustimmung für das Vorhaben.
Noch stellen sich Grüne, SPD, Linke, Freie Bürger und Bürgerbündnis im Ortsbeirat aus Rücksicht vor den vorhandenen Geschäften in der Neustadt quer. Gegen die Stimmen von CDU und FDP fordern sie die Stadtverwaltung auf, einen unabhängigen Gutachter mit der Klärung der Frage zu beauftragen, wie viele Einkaufzentren die Neustadt verträgt. Der Gutachter soll prüfen wie sich zusätzliche Verkaufsflächen auf die kleinteilige Einzelhandelsstruktur in der Neustadt auswirken und welche zusätzlichen Verkehrsbelastungen dadurch entstehen.
Die Furcht, dass der großflächige Einzelhandel den kleinteiligen in der Neustadt an die Wand drücken könnte, ist nicht unbegründet. Schließlich meldete sich schon der nächste Investor beim Ortsbeirat an. Nur einen Steinwurf vom Hochhaus am Albertplatz entfernt will die Florana KG das Postgelände an der Königsbrücker Straße zu einem Einkaufzentrum umbauen. Wieder geht es um ein Denkmal, nämlich die Sanierung des Postgebäudes aus den 1960er Jahren. In diesem Fall soll die Dresdner Nachkriegsmoderne als Aushängeschild dienen. Der alte Eingang zur Schalterhalle mit „Post-Passagen“ überschrieben soll zu einem Rewe-Supermarkt und 14 kleineren Läden mit insgesamt 4300 Quadratmetern führen.
Die Vertreterinnen des Stadtplanungsamtes räumten vor dem Ortsbeirat Neustadt ein, „dass die neuen Einkaufsflächen die vorhandenen verdrängen könnten“. Denn ein Supermarkt mit 5000 Quadratmetern generiere jährlich einen Umsatz von 20 Millionen Euro, allein 13 Millionen Euro im Lebensmittelbereich. Das entspräche einem Umsatz von drei Discountern im Jahr. Insofern könnten beide Projekte höchstens mit jeweils 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche umgesetzt werden. Während sich die Mehrheit im Ortsbeirat weder zugunsten des einen noch des anderen aussprach, plädierte der Bauausschusses im Rathaus für den „Alberttower“ samt großflächigen Einzelhandel, der Kröte, die an dem knackigen Begriff hängt.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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