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„Jeder Jugendliche in Sachsen, der eine Ausbildung möchte, soll sie auch bekommen“, sagte Sachsens Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD). Er kündigte heute an, dass sich der Freistaat wieder am „Ausbildungsprogramm Ost“ des Bundes beteiligt und so allen Jugendlichen, die sich erfolglos um eine betriebliche Lehrstelle bewerben, konkrete Hilfe anbieten kann. „Wir stellen in diesem Jahr über 3.500 zusätzliche Ausbildungsplätze in Sachsen zur Verfügung“, so Thomas Jurk. Die Kosten dafür in Höhe von rund 49 Millionen Euro werden anteilig vom Bund, der EU und dem Freistaat getragen.
37000 Jugendliche verlassen in diesem Sommer Sachsens Schulen, 7000 weniger als im Jahr zuvor. Welcher Teil davon studiert und welcher eine Lehre beginnt, steht noch nicht fest. Nach Aussage des Wirtschaftsministers stünden ihnen in diesem Jahr bis zu 23000 Lehrstellen zur Verfügung, rund 1000 mehr als 2007. Insofern riet der Wirtschaftsminister den diesjährigen Schulabsolventen, sich aktiv um die betrieblichen Ausbildungsplätze zu bewerben. „Die Chancen, in eine betriebliche Ausbildung aufgenommen zu werden, sind so gut wie lange nicht mehr“, sagte der Minister. Denn die Unternehmen suchten angesichts der demografischen Entwicklung verstärkt nach Lehrlingen. Bisher waren solche Ausbildungsplätze im dualen System mit einem Anteil von gerade mal 52 Prozent eher rar.
„Sollten Bewerber trotz der günstigeren Situation keine passenden Angebote in Unternehmen finden, stehen ergänzend die staatlichen Plätze zur Verfügung“, so Jurk. Der Freistaat werde am Freitag die Vereinbarung mit dem Bund unterzeichnen. Das beschloss heute das sächsische Kabinett. Jurk räumte ein, dass im vergangenen Jahr trotz aller Bemühungen 713 Jugendliche unversorgt geblieben sind.
An die Unternehmen in Sachsen gewandt appellierte der Wirtschaftsminister, die gegenwärtige Entwicklung nicht zu verschlafen und noch stärker in die eigene betriebliche Ausbildung einzusteigen. „Die eigene Ausbildung im Unternehmen stellt die effizienteste und beste Möglichkeit dar, seinen zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken“, betonte er.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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