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Wirtschaft

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20 Jahre Ökolandbau in Sachsen

05. February. 2009
05.February 2009

Auch in Sachsen gedeiht immer mehr Obst, Gemüse oder Getreide ohne Einsatz der Pestizidkeule und ohne künstliche Düngemittel. Haben 1990 gerade einmal zwölf Betriebe auf einer Fläche von 137 Hektar ökologisch gewirtschaftet, produzieren heute 339 landwirtschaftliche Unternehmen auf rund 28000 Hektar nach strengen ökologischen Richtlinien. Das sind allerdings nur 3,14 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Sachsen. Mit der Erkenntnis, dass dieser Anteil zu gering ist, blickt das Landwirtschaftsministerium auf 20 Jahre Ökolandbau in Sachsen zurück.

„Wir wollen noch mehr Betriebe motivieren, auf eine ökologische Produktion umzustellen. Deshalb wollen wir die Prämien deutlich anheben, um die Unternehmen vor allem in der schwierigen Umstellungsphase konkurrenzfähig zu halten“, verkündete heute Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU). Sachsen habe bei der EU eine Anhebung der Prämiensätze beantragt.

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Danach könnten schon ab diesem Jahr für die zweijährige Übergangsphase, in der schon ökologisch produziert wird, die Produkte aber noch nicht als Öko-Produkte verkauft werden dürfen, 324 Euro pro Hektar und Jahr für Acker- und Grünland gezahlt werden (bisher 262 Euro). Beim Gemüsebau soll sich der Satz voraussichtlich von 440 Euro auf 900 Euro verdoppeln. Beim Obst- und Weinbau plant Sachsen einen neuen Fördersatz in Höhe von 1404 Euro (bisher 1107 Euro). Und ab dem dritten Jahr sollen laut Antrag Acker- und Grünland künftig mit 204 Euro pro Jahr und Hektar statt nur 137 Euro bezuschusst werden, der Gemüsebau mit 360 Euro statt 271 Euro. Und die Obst- und Weinbaubetriebe sollen künftig 864 Euro (bisher 662 Euro) erhalten.

„Damit würde Sachsen die maximal möglichen Fördersätze voll ausschöpfen und seinen Ökobauern künftig deutschlandweit mit die höchsten Prämien zahlen“, betonte Kupfer. Damit vergrößert sich in der Tat die Chance, dass sie stärker auf dem Markt mit Öko-Lebensmitteln mitmischen, dessen Umsätze in Deutschland von 2,05 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf über 5,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gestiegen sind. Im Freistaat gibt es derzeit 279 Betriebe, die Öko-Produkte verarbeiten und vermarkten.

„Die Prämienerhöhungen müssen von der EU aus beihilferechtlichen Gründen noch genehmigt werden“, sagte der Minister. Er geht allerdings von einer Zustimmung aus. Die zur Aufstockung notwendigen acht Millionen Euro bis 2013 werden aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) finanziert. Betriebe, die bereits 2007 und 2008 einen Antrag gestellt haben, erhalten in diesem Jahr automatisch die höheren Prämien.

 

(Oliver Kern)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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