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Nicht am 16. Oktober, wie ursprünglich angekündigt, sondern bereits heute reiste Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) zur UNESCO nach Paris, um ihre Auffassung von der Vereinbarkeit der Waldschlösschenbrücke und dem Welterbe Dresdner Elbtal vorzutragen. Sie traf sich heute zu einem zweistündigen Gespräch mit dem Direktor des Welterbezentrums, Francesco Bandarin. Begleitet wurde Sie durch den ehemaligen Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau, Herbert Feßenmayr (CDU). Erwartungsgemäß lieferte das Gespräch keine Lösung im Konflikt Brücke kontra Welterbe. Es erschöpfte sich im Austausch der bekannten Meinungen.
„Mir war es sehr wichtig, der UNESCO und Herrn Bandarin persönlich zu signalisieren, dass die Stadt Dresden die Gespräche nicht abreißen lassen will. Dieses Signal wurde sehr positiv aufgenommen“, erklärte Helma Orosz nach dem Treffen. Sie habe den Direktor des Welterbezentrums über den Baufortschritt der Waldschlößchenbrücke offen informiert und ihm auch „die klare rechtliche Situation – nicht zuletzt nach dem Beschluss des Oberverwaltungsgericht zu einem Tunnelbegehren – dargelegt.“ Das OVG in Bautzen hatte in der vergangenen Woche den Eilantrag für ein Bürgerbegehren über einen Tunnel statt der umstrittenen Brücke im UNESCO-Welterbe Dresdner Elbtal abgelehnt. Die Stadt sei nicht zur vorläufigen Zulassung des Bürgerbegehrens verpflichtet, lautet der Beschluss. Damit wurde eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Dresden vom 20. Mai bestätigt. Der Stadtrat hatte sich für ein neues Votum ausgesprochen, gegen das der damals amtierende Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) sein Veto eingelegt hatte.
Die Oberbürgermeisterin sprach aber auch davon, dass „es in der Dresdner Bevölkerung ein breites Interesse gibt, den Welterbetitel zu erhalten.“ Doch sie leistete in Paris offensichtlich keinen Beitrag um den gordischen Knoten zu zerschlagen. Francesco Bandarin legte seinerseits dar, was das Welterbekomitee der UNESCO im Juli in Quebec beschlossen hat. Nämlich Dresden vorläufig den Welterbe-Titel zu belassen, doch ihn 2009 abzuerkennen, wenn die Waldschlösschenbrücke weitergebaut wird. Da die Stadt sich weder zum Baustopp noch zur Umplanung hin zu einem Tunnel durchringen kann, sind die Weichen also nach wie vor auf Titelverlust gestellt. Daran änderte auch die Reise von Oberbürgermeisterin Helma Orosz nach Paris nichts.
„Wir sind uns einig, dass sowohl die UNESCO als auch die Stadt Dresden in den kommenden Wochen und Monaten den Kontakt miteinander intensivieren wollen und müssen“, so Helma Orosz abschließend. Will heißen, außer Spesen nichts gewesen.
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Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der „Galerie 2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch wenn die Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost, Christiane Just, Maja Nagel, Gudrun Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit 1958 werden in der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner Künstler angeboten. Geöffnet ist die „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com
Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit. Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.
Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.). Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen: publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de
Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten. Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.
In Dresden-Neustadt entsteht eine neue Tempo-30-Zone westlich der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis zu den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll den Durchgangsverkehr fernhalten und die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr frei und schafft damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker Straße. Das Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.
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