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Dresdens neue Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) reist zur Unesco nach Paris. Sie will mit dem Chef des Welterbezentrums, Francesco Bandarin, über die Waldschlösschenbrücke und den Welterbetitel reden. Für ein Treffen sei der 16. Oktober vereinbart, informierte die Oberbürgermeisterin den Stadtrat. Sie hatte Bandarin in einem Brief darum gebeten, der wiederum über Baubürgermeister Herbert Feßenmayr (CDU) Terminangebote machte. Helma Orosz dämpfte allerdings zu hohe Erwartungen in das erste Gespräch. „Es dient dem Kennenlernen und dem Austausch von Fakten“, erklärte sie.
Aufgrund dieses angekündigten Schrittes zogen die Bündnisgrünen ihren Antrag von der Tagesordnung des Stadtrates am 11. September zurück, der den „Erhalt des Welterbetitels für Dresden“ wiederholt thematisieren sollte. In dem Antrag fordern die Grünen die Oberbürgermeisterin auf, gerichtlich gegen das Regierungspräsidium vorzugehen, das ein neues Bürgerbegehren zum Tunnel nicht zulassen will. Doch der Verein „Bürgerbegehren Tunnelalternative am Waldschlösschen“ hatte darum gebeten, den Antrag zu verschieben. Der Verein wolle zunächst das Gespräch der Oberbürgermeisterin mit Bandarin abwarten.
In seiner Sitzung am 4. Juli in Quebec hatte das Welterbekomitee der Unesco entschieden, Dresden mit seinem Elbtal noch ein Jahr auf der Liste der Welterbestätten zu belassen. Hatte aber gleichzeitig einen Baustopp der Waldschlösschenbrücke gefordert und als Kompromisslösung einen Tunnel vorgeschlagen. Baue die Stadt die Brücke im Weltkulturerbe „Dresdner Elbtal“ weiter, dann werde das Komitee Dresden 2009 den Titel aberkennen.
Trotz der eindeutigen Aussagen wird weiter an der Waldschlösschenbrücke gebaut. Das Brückenwiderlager auf der Neustädter Seite macht sich bereits als mächtiges U aus Beton auf der Elbwiese breit. Auf der Altstädter Seite wächst es gerade in die Höhe. Doch zwischenzeitlich konzentrieren sich die Arbeiten auf die Zufahrten rund um das Waldschlösschen, die aufwendig ausgebaggert werden, weil sie in der Tiefe liegen. Dass diese Zufahrtstunnel in einem Elbtunnel münden könnten, ist technisch geklärt, allerdings von den Entscheidungsträgern in Land und Stadt nicht gewollt.
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Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der „Galerie 2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch wenn die Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost, Christiane Just, Maja Nagel, Gudrun Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit 1958 werden in der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner Künstler angeboten. Geöffnet ist die „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com
Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit. Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.
Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.). Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen: publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de
Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten. Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.
In Dresden-Neustadt entsteht eine neue Tempo-30-Zone westlich der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis zu den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll den Durchgangsverkehr fernhalten und die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr frei und schafft damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker Straße. Das Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.
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