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Ein schreiender Mensch mit rotem Kopf und erhobener geballter Faust aus einem Stück Holz geformt. Die Skulptur „Aufschrei“ des in Hamburg lebenden Holzbildhauers Peer-Oliver Nau stand heute nur kurz vor dem Rathaus in einer Reihe mit der Trümmerfrau. Der Dresdner Holzbildhauer Michael Grasemann wollte das Kunstwerk dem amtierenden Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) übergeben. Doch die Goldene Pforte blieb verschlossen. Der amtierende Oberbürgermeister sei nicht da und der Termin zu kurzfristig angekündigt, verlautete aus dem Presseamt.
Das Geschenk ist nicht ohne Brisanz. Die 3,5 Meter hohe Skulptur wurde aus einer der Traubeneichen gearbeitet, die in der Waldschlösschenstraße der Nordzufahrt auf die umstrittene Waldschlösschenbrücke im Wege stand. Umweltschützer, darunter auch Michael Grasemann, hatten die 140 Jahre alten Bäume unter anderem mit einer Sitzblockade retten wollen. Doch ein Aufgebot von Polizei verschaffte den Kreissägen freien Zugang zu den Bäumen. „13 gefällte Eichen habe ich damals aufgekauft“, so Grasemann. Die Stadt wollte sie ursprünglich schreddern lassen.
Jetzt kehren die abgeholzten Eichen als Skulpturen zurück. „Wir wollen die Bäume der Stadt zurückgeben“, so Grasemann. Der „Aufschrei“ sei während einer Kunstaktion in Dresden entstanden. Weitere interpretatorisch umgeformte Eichen vom Waldschlösschen werden folgen. „Wir hoffen, die Stadt stellt sie auf, am besten wäre am Waldschlösschen“, so Michael Grasemann.
Der Holzbildhauer ist in Dresden als Gestalter für Spielplätze bekannt. Gerade arbeitet er an einem Auftrag für die Stadt Chur in der Schweiz. Doch die staatlichen Eichen vom Waldschlösschen wollte er nicht zu Figuren oder Elementen eines Spielplatzes verarbeiten. Als Skulptur, aufgestellt an einem passenden Ort, werden sie noch lange vom Aufschrei der 50000 Dresdner erzählen, die am Waldschlösschen eine umwelt- und landschaftsverträgliche Verkehrslösung forderten.
Man muss aber auch nicht soviel in den ersten Holzkopf interpretieren, sondern kann einfach über ihn lachen. Humor löst bekanntlich Verkrampfungen auf.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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