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Das Pariser Welterbezentrum der UNESCO bereitet die endgültige Aberkennung des Welterbe-Titels „Dresdner Elbtal“ vor. Das verbreitet heute die Initiative „Welterbe erhalten“. Auf ihrer Homepage schreibt die Dresdner Initiative, der beste Kontakte zum Direktor des Welterbezentrums, Francesco Bandarin, nachgesagt werden: „Im Beschlussentwurf für die Jahrestagung des Internationalen Welterbe-Komitees – im Juni in Sevilla - wird der Titel-Entzug empfohlen.“ Die UNESCO würde damit die Konsequenzen aus dem unvermindert fortgesetzten Bau der Waldschlösschenbrücke ziehen. Denn wiederholt hatte die Weltorganisation Deutschland, den Freistaat Sachsen und die Stadt aufgefordert, den Bau der Brücke unverzüglich zu stoppen, weil sie das Dresdner Elbtal an seiner schönsten Stelle zerschneidet, und statt dessen einen Tunnel zu bauen.
Das Welterbekomitee tritt vom 22. bis 30. Juni in Sevilla unter der Präsidentschaft der spanisches UNESCO-Botschafterin Maria San Segundo zu seiner 33. Sitzung zusammen. Das Papier aus dem Pariser Welterbezentrum dient den 21 Mitgliedsstaaten des Komitees als Vorlage für ihre Entscheidung, das „Dresdner Elbtal“ endgültig von der Liste der Welterbestätten zu streichen. Seit 2006 steht es wegen des umstrittenen Brückenbaus bereits auf der Liste der gefährdeten, der sogenannten Roten Liste. Im vergangenen Jahr gewährte die Weltorganisation Dresden eine weitere Chance, vom Bau der Waldschlösschenbrücke abzulassen. Doch mit dem nun vorliegenden Beschlusstext macht die UNESCO offensichtlich ernst.
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Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) tut weiterhin so, als wäre da noch was zu retten, indem sie auf einen Brief an den Direktor des Welterbezentrums verweist. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Dresden vom 20. Februar diesen Jahres sei ein neuer Fakt, den das Komitee bei seiner Entscheidung berücksichtigen müsse. „Das Gericht kommt zu der Auffassung, dass eine Tunnel-Alternative vor allem wegen der schwerwiegenden Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt im Elbtal nicht in Betracht kommt“, schreibt die Oberbürgermeisterin an Bandarin. Dieses Urteil bedeute, dass ein Elbtunnel als Alternative zur Waldschlösschenbrücke schon aus naturschutzrechtlichen Gründen objektiv nicht möglich ist.
Doch mit dieser Auslegung spielt die Oberbürgermeisterin mit gezinkten Karten. Das Gericht stellte lediglich fest, dass der Bau eines Elbtunnels das Elbtal ebenso „erheblich beeinträchtigt“ wie der Bau einer Brücke. Und weil das Gericht allein naturschutzrechtliche Belange berücksichtigte, kommt es zu der Erkenntnis: „dass die Tunnellösung keine Vorzugsvariante darstellt.“ Die Abwägung ob Tunnel oder Brücke nahm das Gericht in erster Linie nach dem Flächenverbrauch während der Bauzeit vor. Seit die Elbwiesen von der EU-Kommission im Dezember 2004 in die Liste der FFH-Gebiete aufgenommen worden sind, gilt die Inanspruchnahme von 500 Quadratmetern schon als „erheblich“. Aspekte des Welterbeschutzes oder des Städtebaus zog das Gericht nicht in Betracht.
„Als Schlag ins Gesicht einer Politik des Provinzialismus,“ bezeichnete die Sprecherin der bündnisgrünen Stadtratsfraktion Eva Jähnigen die jetzt unwiderruflich drohende Aberkennung des Welterbetitels. „Mit ihrer kompromisslosen Haltung hat die Stadt Dresden und die sächsische Staatsregierung die Weltgemeinschaft brüskiert.“ Die Beschwichtigungsrhetorik der Oberbürgermeisterin und der CDU, Welterbe und Brückenbau ließen sich miteinander vereinbaren, sei durch den Beschlussvorschlag entlarvt.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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