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Wie die Online-Ausgabe der WELT berichtet hält die Unesco in der Auseinandersetzung über den Bau der Waldschlösschenbrücke an ihrer Einschätzung fest, dass die Brücke mit dem Welterbetitel für das Dresdner Elbtal unvereinbar ist. Das gehe aus der Beschlussvorlage für die Juli-Sitzung des Welterbekomitees im kanadischen Québec hervor, die der WELT vorliege. Danach wird Dresden den Titel verlieren, wenn an der Brücke weitergebaut wird.
Für die Beschlussfassung der Unesco-Delegierten über Dresden liegen nach Aussage der WELT zwei Fassungen vor, die unterschiedlich scharf formuliert sind. Nach „Option 1" bedauert das Komitee „zutiefst, dass die Verantwortlichen die Fortführung des Baues erlaubt haben; erachtet, dass die bereits durchgeführten Bauarbeiten den außerordentlichen und universellen Wert und die Integrität des betroffenen Gebietes irreversibel beschädigt haben; und entscheidet, das Dresdner Elbtal (Deutschland) von der Liste der Welterbestätten zu streichen".
Nach der moderater formulierten „Option 2" soll Dresden zwar eine Fristverlängerung bis zur 33. Komiteesitzung 2009 gewährt werden. Aber dieses Moratorium ist an die „nachdrücklich" formulierte Bedingung geknüpft, „die derzeitigen Bauarbeiten sofort zu stoppen und das betroffene Gebiet in seinen vorherigen Zustand zu versetzen" sowie „die alternative Tunneloption in Betracht zu ziehen". Hierzu solle der Unesco „in Abständen von zwei Monaten ein Fortschrittsbericht" sowie bis zum 1. Februar 2009 ein Bericht zum Erhaltungsstatus des betroffenen Gebietes vorgelegt werden. In der Beschlussvorlage ist dieses Zugeständnis „mit der Option einer Streichung von der Liste der Welterbestätten auf der 33. Sitzung in 2009" verbunden, „falls die Arbeiten an der Brücke fortgeführt werden".
Mit der „Option 2“ würde die Unesco Dresden noch eine Gnadenfrist einräumen und nicht sofort von der Liste der Welterbestätten streichen, allerdings nur, wenn nicht weiter an der Waldschlösschenbrücke gebaut wird. Die Botschaft ist klar. Dresden muss sich in den nächsten Tagen entscheiden: Waldschlösschenbrücke oder Welterbe. Beides zusammen, wie die CDU bisher behauptete, geht also nicht.
Die Sitzung im kanadischen Quebec beginnt am 2. Juli. Voraussichtlich am 3. oder 4. Juli wird über Dresden entschieden. Nach Ansicht der Unesco verschandelt die Brücke die einmalige Kulturlandschaft. Einen Tunnel würde sie als Kompromiss akzeptieren. Wegen des drohenden Verlustes des Welterbetitels haben acht namhafte deutsche Künstler Bundeskanzlerin Angela Merkel inzwischen um Hilfe gebeten. Sachsens neuer Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) lehnt wie sein Vorgänger Georg Milbradt einen Tunnel ab. Insofern ist davon auszugehen, dass das Regierungspräsidium den Bürgerentscheid nicht zulässt, mit dem Dresdner über einen Tunnel als Alternative abstimmen könnten. Die Entscheidung des Regierungspräsidiums steht noch aus.
In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de
Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.
Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.
Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.
Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.
Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de
Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.
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