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Dresden soll „ein international bedeutender Veranstaltungsort“ werden. An große sportliche Ereignisse und Shows ist gedacht. Welche genau das sein könnten, soll der ehemalige sächsische Olympia-Staatssekretär und Ex-Oberbürgermeister von Riesa, Wolfram Köhler, im Auftrag der Stadt bis zum 1. September 2010 in einem Konzept niederschreiben. Doch eine in der Sache logische Auftragsvergabe an den jetzt in Florida agierenden selbstständigen Veranstaltungsmanager fand heute im Stadtrat nicht statt. Wolfram Köhler wird zum 1. September als exorbitant hoch bezahlter Chef der Dresdner Messe und als Eventmanager für alle städtischen Veranstaltungsstätten fest angestellt.
Gegen den heftigen Widerstand der Linken, Grünen und SPD stimmten CDU, FDP, Linksfraktion.PDS und Bürgerfraktion für die Berufung. Der Streit entzündete sich an dem unkündbaren 5-Jahresvertrag und einem Jahresgehalt von 250000 Euro. Das ist mehr als Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) verdient, sie nennt lediglich ein Jahresgehalt von rund 100000 Euro ihr Eigen. Denn trotz zusätzlich im Vertrag ausgehandelten Flugreisen auf Steuerkosten und zugebilligtem Spesenkonto und Dienstwagen werden Wolfram Köhler außer dem Konzept keine konkreten Erfolge abverlangt.
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„Sie wollen sich fünf Jahre auf einen Mann festlegen“, warf Stephan Kühn von den Grünen der Oberbürgermeisterin eine fahrlässige Personalentscheidung vor. Denn in den Augen der Grünen ist „Köhler der falsche Mann für Dresden“. Dass er als Oberbürgermeister aus der abgewirtschafteten Stahlstadt Riesa durch den Bau einer Sportarena und die Einwerbung internationaler Wettkämpfe eine überregional beachtete Sportstadt machte, beeindruckt die Grünen nicht. Für Dresden werde eine Person gebraucht, die zum Image der Kultur- und Wissenschaftsstadt passt, der beispielsweise wissenschaftliche Großkongresse in die Dresdner Messe holt. „Ein Selbstdarsteller in Lederjacke könnte überbezahlt sein“, meint Karl-Heinz Gerstenberg.
Die Linken hatten bereits zuvor versucht, die Personalie zu kippen. Ihr Antrag, die Entscheidung bis nach der Sommerpause zu vertagen, fand jedoch keine Mehrheit. Dafür zeigt ihr Vorstoß beim Verwaltungsgericht Wirkung. Sie erreichten eine einstweilige Verfügung. Danach darf die Oberbürgermeisterin trotz des mehrheitlichen Stadtratsvotums Köhler nicht einstellen, bis das Gericht in der Sache geurteilt hat. Die Linken sehen ihr Mitwirkungsrecht an der Personalentscheidung verletzt. „Uns wurde der Vertrag nicht vorgelegt“, kritisiert Fraktionschef André Schollbach die Rathauschefin. Das sei ein Unding angesichts der finanziellen Auswirkungen für die Stadt. Schollbach nannte das eine „Politik nach Gutsfrauenart“.
In der Tat erfolgte Köhlers Berufung nicht mit einer Personalvorlage in nichtöffentlicher Sitzung, wie es sonst üblich ist, sondern über eine öffentliche Vorlage zur Neustrukturierung des städtischen Veranstaltungsmanagements mit Allgemeinplätzen wie eben „Dresden zu einem international bedeutsamen Veranstaltungsort zu etablieren“. Ohne ein entsprechendes Budget wird da wohl auch ein superbezahlter Manager nicht weit kommen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was machen eigentlich Dresdens Bürgermeister für Kultur, Wirtschaft und Sport? Ihre vorzeitige Versetzung in den Ruhestand stellte Helma Orosz noch nicht zur Diskussion.
Am 27. June. 2009 um 19:22 Uhr
Lieber sollte man sich doch junge Leute mit ins Boot holen, welche der ganzen Angelegenheit neue Anreize, Ideen und Frische verleihen würden...
aber diesartige Kooperationen scheinen angesichts dieser Tatsachen eher nicht willkommen zu sein. Schade eigentlich.
Nun kann man nur alle Hoffnungen in eine vereinzelte Person stecken, an welchem das Schicksal einer ganzen Stadt hängt...Hoffentlich wird er seiner Entlohnung gerecht.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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