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Politik

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Stadt lässt Verträge zum neuen Stadion platzen

03. March. 2009
03.March 2009
Im Herbst soll Dresdens neues Stadion, dessen Osttribüne gerade gebaut wird, fertig sein, ob mit oder ohne strittige Erweiterung wird sich zeigen.

Das neue Stadtion im Modell Foto: PR

Hut ab! Im Streit um die Übernahme von Zusatzkosten für das neue Fußballstadion in Höhe von 2,5 Millionen Euro lässt sich Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) nicht über den Tisch ziehen. Die Stadt lehnt die vom Bauträger und künftigen Stadionbetreiber HBM dem Dresdner Fußballverein diktierten Verträge zur Nutzung und Vermarktung des neuen Stadions ab. Danach sollte Dynamo über eine Zusatzvereinbarung im Nutzungsvertrag HBM ab 2011 Anteile an der Stadionprojektgesellschaft abkaufen. Und zwar für einen Preis, der in etwa den Zusatzkosten entspricht, deren Übernahme HBM schon vor Wochen von der Stadt verlangt hatte, dabei allerdings auf Granit gestoßen war.

Die Rathauschefin kritisierte nicht den Trick von HBM, über die Hintertür an die 2,5 Millionen Euro heran zu kommen. Stattdessen berief sie sich auf das Investorenauswahlverfahren, in dessen Verlauf HBM den Zuschlag für das Gebot erhalten hat, das Stadion zu einem Festpreis von 44,7 Millionen Euro zu bauen und 30 Jahre lang eigenverantwortlich zu betreiben. „Einen Gesellschafterwechsel lehnen wir strikt ab“, erklärte Oberbürgermeisterin Orosz. Eine derartige Lösung liege nicht im Interesse der Stadt, die immerhin mit 40,7 Millionen Euro für das neue Stadion bürgt und sich bereits mit vier Millionen Euro direkt an den Baukosten beteiligte.

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Die Lösung liege aber auch nicht im Interesse des Fußballvereins, der sieben Jahre lang zusätzlich jeweils 320000 Euro aufbringen müsste, um das Konstrukt von HBM zu bedienen. Denn der Drittligist braucht schon jetzt jeden Cent um seine alten Schulden in Höhe von rund 7 Millionen Euro zu begleichen. Dynamo steht u. a. bei der Stadt in der Pflicht, einen Kredit in Höhe von 1,25 Millionen Euro zurückzuzahlen.

Hinter den Mehrkosten für das Stadion stehen nach Angaben der Stadt zusätzliche 1,34 Millionen für eine Fan-Kneipe, 300000 Euro für einen weiteren Logenausbau, 200000 Euro für die Erweiterung des Businessclubs und 200000 Euro für die Erweiterung der Vereinsfläche. „Wenn HBM die Finanzierungsrisiken für die Erweiterungen nicht übernehmen will, muss wohl auf diese Zusatzwünsche verzichtet werden“, meint Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU). Der kühle Rechner ist der starke Mann hinter der Oberbürgermeisterin.

Der Stadionstreit bringt vor allem Dynamo in der Bredouille. Die Mannschaft braucht eine Spiellizenz. Doch ohne unterschriebene Verträge zur Vermarktung und Nutzung für das Stadion ist sie nicht zu haben, weiß HBM. Allerdings weiß auch die Stadt, dass HBM mit einem neuen Stadion ohne Mannschaft nicht viel anfangen kann. Das Pokern könnte sich spätestens dann in Wohlgefallen auflösen, wenn Dynamo in ernsthafte Verhandlungen über einen Umzug ins Leipziger Stadion tritt. Die Drohung steht seit Tagen im Raum.

(Oliver Kern)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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