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Politik

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Jan Mücke auf dem Weg nach ganz oben

02. November. 2009
02.November 2009
Nach seinem Aufstieg zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium verabschiedete sich Jan Mücke nach 13 Jahren im Dresdner Stadtrat von der Kommunalpolitik.

Jan Mücke verabschiedet sich im Stadtrat Foto: Holland

Eine ostdeutsche Version der Tellerwäscher-Story erfüllt sich gerade. Die Karriere des gebürtigen Dresdner FDP-Politikers Jan Mücke ist zu bewundern. Der 35-Jährige stieg vom Jura-Studenten ohne Abschluss zum Parlamentarischen Staatssekretär in der neuen schwarz-gelben Regierung in Berlin auf. Er arbeitet jetzt im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unter Ressortchef Peter Ramsauer (CSU). Insofern verabschiedete sich Jan Mücke nach 13 Jahren jetzt als Stadtrat von Dresden.

Der Einstieg zur rechten Zeit in die Politik und ein Naturtalent zur Netzwerkbildung machen solche Höhenflüge möglich. Im November 1990 bei einer Wahlveranstaltung in Meißen hört und sieht der Gymnasiast des Radebeuler Luisenstifts Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP). Von seiner Botschaft „Demokratie geht alle an“ fühlt sich der Jugendliche in der Euphorie der politischen Wende unmittelbar angesprochen. Noch bevor er 1994 sein Studium der Rechtswissenschaften der TU Dresden beginnt, tritt Jan Mücke 1993 in die FDP ein. Mit gerade mal 22 Jahren rückt er 1996 in den Stadtrat nach, weil sich die FDP vom windigen Bauunternehmer Hans-Jürgen Otto hat trennen müssen.

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Die Dresdner FDP litt in jenen Jahren an negativen Schlagzeilen über Glücksritter aus dem Westen und ehemalige Stasi-Spitzel in ihren Reihen. Die Kommunalwahlen 1999 offenbaren das ramponierte Ansehen. Mit lediglich 4 Prozent der Wählerstimmen erhielten die Liberalen nur zwei Sitze im Stadtrat. Das Desaster setzte der Dresdner FDP, aber nicht Jan Mücke zu. Er gewann einen der zwei Sitze und die Möglichkeit, sich als neuer Hoffnungsträger der Dresdner Liberalen zu etablieren.

Guido Westerwelle entdeckte den politisch ambitionierten Sachsen und holte ihn 1999 in den Bundesvorstand der FDP. 2004 stürmte Jan Mücke erneut und diesmal mit vier Parteifreunden den Stadtrat, wird im gleichen Jahr Gründungsgeschäftsführer der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag. Ein Jahr später wird Mücke das erste Mal in den Bundestag gewählt und dort gleich einer der Fraktionsgeschäftsführer. 2009 feiert er den Triumph der FDP im Superwahljahr mit seinem Wiedereinzug in den Bundestag und den Dresdner Stadtrat. Beim Aufblättern seiner Biografie lässt Jan Mücke offen, wann er sein Studium an den Nagel hing. Seine Vita belegt allerdings, dass der Wille zur Macht und eine gute Vernetzung reichen,  um ein großer Politiker zu werden.

Längst trägt der Aufsteiger aus dem Osten elegante Anzüge, gibt sich staatstragend und kennt sich aus in den Spielchen der Macht. Zusammen mit der CDU und der PDS.Linksfraktion im Dresdner Stadtrat verkaufte Jan Mücke die städtische Wohnungsgesellschaft Woba. Verhalf der CDU-Kandidatin Helma Orosz zum Sieg in der Oberbürgermeisterwahl. Und von Anfang an plädierte der FDP-Mann, der offen schwul lebt und sich vielfältig für die Szene engagiert, für den Bau der Waldschlösschenbrücke. Der begeisterte Motorradfahrer gehörte 2005 zu den Initiatoren des Bürgerentscheids für die umstrittene Elbquerung. Als Verfechter der Monsterbrücke mitten durch das von der UNESCO zum Welterbe erhobenen Dresdner Elbtal konnte sich Mücke offensichtlich als Verkehrsexperte in Berlin empfehlen. Außerdem sammelte er schon in den 1980er Jahren verkehrstechnische Erfahrungen bei der Dresdner Pioniereisenbahn, die heute Parkeisenbahn heißt, weil ihr Pioniere wie Jan Mücke abhanden kamen.

(Brigitte Holland)

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Neue Direktfluglinie Dresden – Hamburg

Hamburg und Dresden  rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg  ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de

Heiraten im Kulturrathaus

Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55.  www.dresden.de/heiraten

Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

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