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Jetzt hört der Spaß auf. Über das Gemälde „Frau Orosz wirbt für das Welterbe“ von Erika Lust kann Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) keineswegs lachen. Darauf ist die CDU-Politikerin bis auf Strapse splitternackt vor der fertigen Waldschlösschenbrücke zu sehen. Die Oberbürgermeisterin der sich sonst so gerne als Kunststadt selbst stilisierenden Landeshauptstadt Dresden geht gegen die Darstellung juristisch vor.. Sie verklagte die Dresdner Malerin beim Landgericht.
Es dürfte wohl in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland um den seltenen Versuch eines Stadtoberhauptes handeln, ein Werk der Bildenden Kunst mit Zensur zu bannen. Mit dem einstweiligen Verfügungsverfahren will Helma Orosz die weitere Verbreitung des Kunstwerkes verbieten lassen. Sie beruft sich dabei auf die Verletzung ihrer Intimsphäre, da die Künstlerin sie praktisch nackt dargestellt hat, wenngleich auch unrealistisch. Außerdem fühle sie sich in ihrer Rolle als Frau und in ihrem Amt beschädigt.
Dagegen sieht Erika Lust die Freiheit der Kunst gefährdet. Sie habe das Bild gemalt, als die Oberbürgermeisterin zum Welterbekomitee nach Sevilla reiste, obwohl sie keine Argumente für den Erhalt des Welterbe-Titels vorweisen konnte, also mit leeren Händen vor das Komitee getreten sei. „In der Kunst wird eine solche Ausgangsituation eben sehr häufig als Nacktheit symbolisiert“, erklärt die 46-jährige Künstlerin.
Damit der Stein des Anstoßes für immer in der Versenkung verschwindet, beantragte die Oberbürgermeisterin bei Gericht, die Ausstellung des Bildes sowie jede Darstellung in Reproduktionen zu unterlassen. Doch darauf hat die Künstlerin nach eigenen Angaben gar keinen Einfluss mehr. Das Bild sei längst verkauft und die im Internet kursierenden Reproduktionen entziehen sich ihrer Verfügungsgewalt.
Am 3. Dezember, 9 Uhr findet die Verhandlung im Landgericht, Zimmer 89 statt.
Am 04. Dezember. 2009 um 02:37 Uhr
Diese Frau Orosz ist eine Schande für die Stadt Dresden.
Seit Beginn Ihrer Amstzeit wurde der Ruf dieser schönen Stadt weltweit geschädigt. bei den Dresdnern sorgt das für Unmut. Die Bürger haben aber natürlich das Recht sich durch eine witzig, satirische Art den Frust von der Seele zu malen.
Ich halte dieses Bild für eine sehr gelungene Karrikatur.
Das aktuelle Urteil des Landgerichtes ist ja wohl ein Lacher.
Ich wünsche Frau Lust für die nächste Instanz viel Erfolg.
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Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der „Galerie 2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch wenn die Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost, Christiane Just, Maja Nagel, Gudrun Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit 1958 werden in der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner Künstler angeboten. Geöffnet ist die „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com
Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit. Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.
Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.). Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen: publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de
Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten. Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.
In Dresden-Neustadt entsteht eine neue Tempo-30-Zone westlich der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis zu den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung soll den Durchgangsverkehr fernhalten und die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr frei und schafft damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker Straße. Das Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.
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