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Sie wartete nicht erst auf die Entscheidung des Gerichtes. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) pfiff sich selbst zurück. Die Rathauschefin setzte heute die umstrittenen Wahlen für die Aufsichtsräte in städtischen Unternehmen und Beteiligungen ab. Weil sie ein reichliches Drittel der Aufsichtsratsposten selbst vergeben und nur zwei Drittel im Stadtrat zur Wahl stellen wollte, hatten die Linken, Grünen und die SPD beim Verwaltungsgericht einen Eilantrag gestellt, um das „rechtswidrige Verfahren“ zu stoppen. Einer gerichtlichen Klarstellung zugunsten der drei Fraktionen kam Helma Orosz mit ihrem Schritt zuvor.
Und plötzlich ein völlig neuer Ton: „Wir sollten uns in den nächsten Tagen über die Besetzung der Aufsichtsräte verständigen“, so die Oberbürgermeisterin vor dem Stadtrat. Sie lade alle Fraktionen zu einer Gesprächsrunde ein. Ende August meinte sie noch anderes vorgehen zu können, indem sie Bürgermeister und Wunschpersonen für die Aufsichtsräte bestimmte. Ihr Vorgehen sah sie durch die Gesellschaftsverträge der städtischen Unternehmen gerechtfertigt. Jedoch sagte die Oberbürgermeisterin erst heute dem Stadtrat, dass sie mit ihrer Auffassung bereits beim Verwaltungsgericht gescheitert ist.
Die Stadt hatte vier geänderte Gesellschaftsverträge der Landesdirektion zur Begutachtung vorgelegt. Diese wurden jedoch von der Behörde nur mit der Auflage genehmigt neu zu formulieren, dass „alle Aufsichtsräte vom Stadtrat gewählt werden“. Gegen die Auflage ging die Stadt gerichtlich vor. Allerdings ohne Erfolg. Das Verwaltungsgericht gab schon im Herbst 2008 der Landesdirektion Recht, die sich auf die 2003 geänderte Gemeindeordnung beruft. Trotzdem legte die Stadt Widerspruch beim Oberverwaltungsgericht ein.
Von diesem Rechtsstreit zugunsten der größtmöglichen Machterhaltung der Rathausspitze auf Kosten der Steuerzahler wussten die Stadträte nichts, auch nichts von Urteilen, die ihr Recht, alle Aufsichtsräte frei zu wählen, bestärken. Deshalb die Entschuldigung der Oberbürgermeisterin: „Ich bedauere, dass der Stadtrat über den Rechtsstreit und die Urteile nicht informiert wurde.“ In letzter Minute bekam Helma Orosz noch die Kurve.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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