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Nach 300 Jahren ist China wieder groß in Mode in Dresden. Bewunderte einst August der Starke alles Chinesische, insbesondere das feine Porzellan, so wünschen sich heute vor allem hiesige Unternehmen enge Beziehungen zu dem wirtschaftlich aufstrebenden Land. Schlüssel, um Türen zu öffnen, könnte die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Hangzhou werden. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) kündigte jetzt für Oktober die Unterzeichnung der Vereinbarung an: „Ich werde im Oktober nach Hangzhou reisen und dort mit meinem chinesischen Amtskollegen die Urkunden unterschreiben.“
Bei genauer Betrachtung verbündet sich da eine Maus mit einem Elefanten. Dresden steht mit 0,5 Millionen Einwohnern für die Maus, die allerdings nicht grau ist. Hangzhou verkörpert mit 6,5 Millionen Einwohnern einfach Größe. Jeder ihrer acht Stadtbezirke ist allein so groß wie Sachsens Landeshauptstadt. Doch der gewaltige Unterschied stört die Stadtväter der chinesischen Stadt, die 190 Kilometer von Shanghai entfernt liegt, offensichtlich nicht. Und die Skepsis auf Dresdner Seite schlug nach dem Besuch einer Delegation im November 2007 in Hangzhou in Begeisterung um. Insofern beauftragte der Stadtrat im Juni 2008 die Rathausspitze die Vereinbarung für eine Städtepartnerschaft vorzubereiten.
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„Ich hatte große Vorbehalte“, räumte Ralf Lunau ein, der zu der Delegation gehörte. Inzwischen schwärmt Dresdens Kulturbürgermeister beispielsweise vom Jugendkulturzentrum neben dem Volkspark am Fuß des Stadtberges von Hangzhou, wo 180 Lehrer und 800 ehrenamtliche Helfer die Kinder und Jugendlichen in fünfhundert Kursen in allen künstlerischen Fächern unterrichten, angefangen vom altchinesischen Kampfsport über die traditionelle Musik und Malerei bis hin zum Ballett. Und CDU-Stadtrat Georg Böhme-Korn, ebenfalls China-Reisender und in Dresden Verfechter des Brückenbaus am Waldschlösschen, elektrisierte die neue 36 Kilometer lange, sechsspurige Brücke über die Hangzhou-Bucht.
Hangzhous Geschichte reicht 4700 Jahre zurück. Der Chinareisende Marco Polo soll sie als „schönste und großartigste Stadt der Welt“ bezeichnet haben. Doch das alte Stadtzentrum musste einem monumentalen Kulturzentrum der Provinz Zhejiang einschließlich Verwaltungshochhaus weichen. Ein Stück des alten China überlebte in der aufstrebenden Metropole um den Westsee herum – den die Chinesen als Ideallandschaft bei der UNESCO als Weltkulturerbe beantragen wollen. Dass Dresden so einen Titel schon hat, findet in Hangzhou größte Anerkennung. Wenn ihn Dresden jetzt verliert, könnte man zumindest stolz auf den in der chinesischen Partnerstadt verweisen.
Die Beziehungen zu Hangzhou kommen nicht von ungefähr, sondern basieren auf den Leistungen von Dresdner Unternehmen vor Ort. Das Dresdner Architekturbüro der Planungsgesellschaft Obermeyer entwarf beispielsweise die neue City mit. Das Dresdner Unternehmen SBS rüstete das Große Theater der Stadt mit Bühnentechnik aus. Und die HTW Dresden pflegt bereits seit 1992 mit einer von ihr in Hangzhou aufgebauten Fachhochschule gute Beziehungen. Außerdem halten einige Professoren der TU wissenschaftliche und persönliche Kontakte mit Kollegen der Zheijang Universität, die zu den Eliteuniversitäten Chinas gehört. Der Prorektor für Wissenschaft der TU, Prof. Jörg Weber, hofft Studenten aus Hangzhou bald an der TU begrüßen zu können.
„Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtentwicklung und Kommunalwirtschaft“, nannte CDU-Stadtrat Böhme-Korn allgemein die Gebiete, über die sich beide Städte austauschen könnten. Obwohl Hangzhou so groß und so weit von Dresden ist, votierten nur drei Stadträte im Juni 2008 gegen eine Städtepartnerschaft. Dresden hat bereits 12 Partnerstädte auf drei Kontinenten, doch bisher noch keine in Asien.
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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