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Am Anfang standen Prag und die Deutsche Botschaft. Nein. Am Anfang war Ungarn, das Loch im Zaun, der von der Ostsee bis ans Schwarzmeer lief. Nein. Am Anfang war eine freie Gewerkschaft in Polen. In Leipzig das Friedensgebet in der Nikolai-Kirche. Mit diesen Worten beginnt der „Oktoberfilm“ des Dresdner Regisseurs Ralf Kukula über den Dresdner Anteil an der politischen Wende vor 20 Jahren. Am Anfang war da die „Gruppe der 20“. Sie bildete sich am 8. Oktober 1989 während der Großdemonstranten auf der Prager Straße. Die Sprechergruppe zwingt die DDR-Funktionäre in Dresden zum Dialog. „Oktoberfilm“ ist am 8. Oktober, 20.30 Uhr als Großprojektion auf die Fassade der langen Wohnzeile auf der Prager Straße zu sehen. Dresden feiert an diesem Tag den Beginn der Friedlichen Revolution vor 20 Jahren.
„Wir sollten die einzigartige revolutionäre Stimmung von damals in unseren Erinnerungen wieder aufleben lassen“, so Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Die Stadt organisierte zusammen mit vielen Partnern ein Bürgerfest, das 16 Uhr auf der Prager Straße beginnt. 16.30 Uhr startet auf der Hauptbühne am Hotel „Königstein“ ein Dichterwettstreit über die Themen Demokratie, Menschenrechte, Bürgersinn und Revolution. 17 Uhr spielen Vera Irrgang, Regina Jeske und Helga Werner das Stück „Zukunft für immer“, das Martin Heckmanns für die drei Schauspielerinnen des Staatsschauspiels schrieb. 18 Uhr findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Kreuzkirche statt. Der ehemalige Superintendent Christoph Ziemer, die Leitfigur der Friedlichen Revolution in Dresden, hält die Predigt.
Der ökumenische Gottesdienst solle daran erinnern, dass „die Kirchen Orte der Vergewisserung und des Aufbruchs waren“, erklärt der heutige Superintendent Peter Meis. Bis zu 6000 Menschen hatten sich im Herbst 1989 nahezu täglich in der Kreuzkirche versammelt, um von dort aus auf den Straßen zu demonstrieren. „Am 8. Oktober werden wir nach dem Gottesdienst noch einmal den Weg von der Kreuzkirche zur Prager Straße gehen“, so Peter Meis. Ein Fest auf der Straße für das ganze Volk, besser könne man die Friedliche Revolution nicht feiern. Ab 20 Uhr sprechen Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zum Volk. Anschließend werden Gedenktafeln mit den Namen der Mitglieder der „Gruppe der 20“ enthüllt. Ab 21 Uhr spielen EiszeitKlub und ab 22 Uhr die ostdeutsche Kultrockband RENFT.
Als sich die Demonstranten am 8. Oktober 1989 auf die Straße setzen und „Keine Gewalt!“ rufen, zeigt sich die martialisch aufgerüstete Polizei irritiert. Zeitgleich singt in der zweiten Premiere von „Fidelio“ auf der Bühne der Semperoper der Gefangenen-Chor. Ihm lauschen SED-Chef Hans Modrow und weitere hochrangige Funktionäre. Sitzen so an jenem Abend gerade nicht an den Schalthebeln der Macht. Der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer (SED) entscheidet allein, mit den Sprechern der Demonstranten, der „Gruppe der 20“, zu reden. „Oktoberfilm“, eine Collage aus 500 Bildern und Originaltönen, darunter auch der Polizeifunk, zeichnet die Herbstrevolution von 1989 in Dresden zwischen tristem DDR-Alltag und 40. Jubiläum der DDR nach. 21.30 Uhr bietet sich die Gelegenheit, Zeitzeugen zu befragen, in der Kreuzkirche findet eine Podiumsdiskussion mit Mitgliedern der „Gruppe der 20“ statt, darunter Frank Richter. Insbesondere sein Mut, mit dem Gesprächsangebot auf die Polizei zuzugehen, verhalf der Friedlichen Revolution am 8. Oktober in Dresden zum Durchbruch.
Programmauszug zum Bürgerfest am 8. Oktober
Hauptbühne Prager Straße: 16.30 Poetry-Slam, 17 Uhr Schauspiel „Zukunft für immer"
Kreuzkirche: 18 Uhr ökumenischer Gottesdienst mitChristoph Ziemer,21.30 UhrPodiumsdiskussion mit Mitgliedern der „Gruppe der 20“
Hauptbühne Prager Straße: 20.30 Uhr „Oktoberfilm“, 22 Uhr Ost-Rock mit RENFT
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Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert. www.sachsen-tourismus.de
Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de
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