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Dresdner mit indischen Wurzeln eingebürgert

13. May. 2009
13.May 2009
Der indische Chemiker Raghava Reddy Kethiri aus Dresden wurde zusammen mit seiner Tochter Shaktisena und seinem Sohn Shashruth gestern von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eingebürgert.

Familienbild zur Einbürgerung Foto: Kanzleramt

Indien bleibt für Raghava Reddy Kethiri die alte Heimat. Doch seine Wurzeln hielten ihn nicht davon ab, neue zu schlagen. Seit 12 Jahren lebt der promovierte Chemiker in Deutschland, acht Jahre davon in Dresden. Jetzt ist Raghava Reddy Kethiri auch stolz darauf, ein Deutscher zu sein. Der 46-jährige Dresdner erhielt gestern zusammen mit 15 anderen Migranten bei einem Festakt im Berliner Kanzleramt die deutsche Staatsbürgerschaft. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) überreichte auch seinen beiden Kindern, der sechsjährigen Shaktisena und dem neun Jahre alten Shashruth, die Einbürgerungsurkunde.

„Deutschland ist ein tolles Land“, bekennt sich der Neu-Bürger zu seiner neuen Heimat. Vor allem schätze er die „Lebensqualität“. Kethiri ist in einem kleinen Dorf im Süden Indiens aufgewachsen. Er studierte im Norden des Landes, promovierte und hatte bereits zehn Jahre als Assistent an zwei indischen Universitäten gearbeitet, als die wissenschaftliche Laufbahn den damals 33-Jährigen aus dem indischen Shillong nach Karlsruhe führte.

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Als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung bekam Kethiri 1997 - also drei Jahre bevor Deutschland über die Anwerbung von Experten aus Indien und anderen Ländern zu diskutieren begann - eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der dortigen Universität. 2001 folgte Kethiri seinem Karlsruher Institutsleiter, der an die Technische Universität Dresden berufen worden war, an die Elbe. Seither ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Institut für Organische Chemie. Er forscht auf dem Gebiet der Tuberkulose.

Kethiris Ehefrau Samatha Kottha ist Informatikerin. Gemeinsam brachen sie vor 12 Jahren nach Deutschland auf,  mit der Heirat zwei Tage vor der Abreise etwas überstürzt. Doch das Eiltempo schadete dem Eheglück nicht. 1999  kam Sohn Shashruth in Karlsruhe zur Welt. Zwei Jahre nach dem Umzug nach Sachsen bereicherte Tochter Shaktisena die Familie. Sie besucht heute in Dresden einen Kindergarten, ihr großer Bruder geht in die Grundschule. „Meine Kinder sind richtig deutsch", erzählt Kethiri. Auch er selbst sei in den vergangenen zwölf Jahren „immer mehr deutsch" geworden. Für Kethiri steht fest: „Mein Lebensmittelpunkt ist in Deutschland." Deshalb wollte er auch gemeinsam mit seinen Kindern die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen.

„Vor allem für die Kinder ist das ein großer Vorteil. Sie haben später, wenn sie älter sind, keinerlei Probleme mit Behörden", sagt der Vater. Für den erfolgreichen Wissenschaftler bringt die Einbürgerung natürlich auch Erleichterungen mit sich: „Ich reise beruflich viel ins Ausland. Mit dem deutschen Pass brauche ich für viele Länder kein Visum mehr zu beantragen." Kethiri ist unter anderem Mitglied in der Europäischen und in der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft.

Der indischen Heimat bleibt Kethiri dennoch verbunden. Seine Eltern, sein Bruder und die beiden Schwestern leben dort. Die Familie besitzt in Kethiris Heimatdorf landwirtschaftliche Flächen. „Das Land möchte ich nicht aufgeben, es gehört uns schon seit Generationen", sagt Kethiri. Deshalb behält seine Ehefrau die indische Staatsangehörigkeit, damit das Land nach indischem Recht im Familieneigentum bleiben kann. Dass der zweitälteste Sohn der Familie nun ein Deutscher ist, daraus machen die Angehörigen in Indien „kein Problem", versichert Kethiri. „Sie wissen, dass sich mein Leben hier abspielt  und dass ich hier viel investiert habe."

2007 hatte Kethiri für sich und seine beiden Kinder die Einbürgerung beantragt. Dass das Verfahren zwei Jahre dauerte, beklagt er nicht. Er sei durch Briefe regelmäßig über den Bearbeitungsstand informiert worden. Auch der Einbürgerungstest, den Zuwanderer seit September 2008 bestehen müssen, war für ihn keine Hürde. „Ich hatte keinen einzigen Fehler“, sagt Kethiri und lächelt dabei. Gewundert hat sich die Familie aber schon über die deutsche Gründlichkeit. So schickte die deutsche Botschaft Leute in sein Heimatdorf, um seine Identität zu überprüfen. „Die haben sich sogar mein Hochzeitsvideo angeschaut", erzählt er amüsiert.

(Sieglinde Werner)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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