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Der Chinareisende Marco Polo soll sie als „schönste und großartigste Stadt der Welt“ bezeichnet haben. Dresdens Rathauschefin Helma Orosz (CDU) bildet sich gerade selbst ein Urteil von Hangzhou. Denn die 6-Millionen-Metropole 190 Kilometer von Shanghai ist seit heute Mittag Dresdens neue Partnerstadt. Die erste in Asien und uns sechs Stunden voraus. Die Oberbürgermeisterin unterzeichnete heute zusammen mit ihrem Amtskollegen Cai Qi in Hangzhou den schon im Juni 2008 vom Dresdner Stadtrat gebilligten Vertrag.
Rund 14 Stunden Flugzeit über Frankfurt am Main und Peking trennen Dresden von der Hauptstadt der chinesischen Provinz Zhejiang. Bei genauer Betrachtung verbündet sich da ein Zwerg mit einem Riesen. Jeder der acht Stadtbezirke von Hangzhou ist allein so groß wie Sachsens Landeshauptstadt. Doch der gewaltige Größenunterschied hinderte die Stadtväter der chinesischen Metropole nicht, sich seit 2006 für Dresden zu interessieren. Nach einer Phase der Prüfung, die mit einem ersten Besuch einer Dresden-Delegation im November 2007 begann, wurde die Partnerschaft heute besiegelt.
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Um der Unterzeichnung des Vertrages Glanz und Größe zu verleihen, hatte der Gastgeber Bürgermeister aller 19 Partnerstädte von Hangzhou zu einer Konferenz zum Thema „Stadt und Kultur“ eingeladen und die 200 Teilnehmer gebeten in landestypischer Kleidung zu erscheinen. „In Ermangelung typischer Trachten haben wir Dresdner uns für Krawatten und Schaltücher in den Stadtfarben entschieden“, berichtet die Oberbürgermeisterin. Im Forum über die „Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Stadt“ hielt sie den Hautvortrag und berichtete über die Dresdner Entwicklung in den letzten 20 Jahren. Begleitet wird Helma Orosz auf der China-Reise von Kulturamtsleiter Manfred Wiemer, TJG-Intendantin Felicitas Loewe, den Stadträten Georg Böhme-Korn (CDU) und Andreas Naumann (Linke).
Schon bei ihrer Ankunft hatte die Oberbürgermeisterin begeistert vom anderen Ende der Welt gemailt: „Die ersten Kilometer vom Flughafen in die Innenstadt führen uns durch die Außenbezirke von Hangzhou, in denen es ähnlich wie in Europa aussieht. Es wird viel gebaut. Vor allem neue Wohnungen für die Bevölkerung aus den ländlichen Außenbezirken beziehungsweise für jene Menschen, deren alte Wohnviertel dem Bau einer Schnellbahn von der Stadt zum Flughafen weichen müssen. Je weiter wir in die Stadt hinein kommen, umso mehr geraten wir ins Staunen. Beim Anblick supermoderner Viertel mit futuristischen Bauwerken und Wolkenkratzern stockt uns der Atem. Die Skyline von Hangzhous wirkt überwältigend.“
Erstes Ergebnis der neuen Partnerschaft ist eine Vereinbarung über die kulturelle Zusammenarbeit. Wie Dresden verfügt Hangzhou über zahlreiche Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Universitäten und Hochschulen, die zu den besten Chinas gehören. Sie hat sich zu einer Industrie- und Wissenschaftsmetropole und einem Zentrum der Kreativwirtschaft entwickelt. Nur alle Einrichtungen sind einige Nummern größer als in Dresden.
Bei ihrer ersten Fahrt durch die belebten Straßen und über den Fluss Qiantang, der „mindestens viermal so breit ist wie unsere heimische Elbe“, fiel der Oberbürgermeisterin auf: „Hangzhou ist eine sehr grüne Stadt – kein Wunder, dass sie die Nummer eins des Tourismus in China ist. Und dann liegt plötzlich – mitten in der Stadt – der malerische Westsee vor uns. Eine Oase inmitten der chinesischen Metropole. 6,5 Quadratkilometer Wasserfläche mit zauberhaften Gartenanlagen, hübschen Pagoden und Teehäusern rundherum. Direkt am Seeufer befinden sich auch unser Hotel, das Shangri-La, und das Konferenzzentrum.“
Und Helma Orosz gesteht, dass sie die warme Temperatur von 20 Grad in Hangzhou genießt. Ob sie schon den berühmten „Drachenbrunnentee“ probiert hat, teilte sie noch nicht mit. Denn dieser Grüne Tee wird in der Region um Hangzhou angebaut. Darüber hinaus ist das Gebiet auch für die Seidenproduktion bekannt. Die dokumentierte Geschichte Dresdens neuer Partnerstadt reicht bis ins Jahr 221 v. Chr. zurück. Im 12./13. Jahrhundert war sie Hauptstadt der südlichen Song-Dynastie. Da war ihr Marco Polo begegnet.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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