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Politik

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Dresden stoppte die NPD leider vergeblich

31. August. 2009
31.August 2009
So stimmten die Dresdnerinnen und Dresdner bei der Landtagswahl 2009. Nicht mit aufgeführt sind die Parteien und Gruppierungen, die weniger als 5 Prozent erreichten.

Landtagswahl 2009 in Dresden Grafik: Stadtverwaltung

Die Zeiten sind vorbei, wo die Christdemokraten allein im Land regieren können. Insbesondere das Wahlvolk in Dresden signalisierte bei der Landtagswahl am 30. August, dass man keine Alleinherrschaft wolle. Die Dresdnerinnen und Dresdner verteilten wohldosiert ihre Stimmen: über 37 Prozent gaben sie der CDU, 17 Prozent der LINKEN, knapp 13 Prozent den Grünen und 11 Prozent der SPD sowie 10 Prozent der FDP. Die NPD wiesen sie mit lediglich 4 Prozent in die Schranken und damit unter die 5-Prozent-Marke. Das heißt, die Dresdnerinnen und Dresdner verhalfen den Nazis nicht zum Wiedereinzug in den sächsischen Landtag. Allerdings trugen sie mit einer Wahlbeteiligung von 57 Prozent zur niedrigsten bei einer Landtagswahl bei. Auch aus Dresdner Sicht sind die Gewinner der Landtagswahl 2009 die Grünen und die Liberalen. Bürgermeister Detlef Sittel stellte heute das vorläufige Ergebnis vor.

Landtagswahl in Dresden über Überblick

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CDU: Gegenüber der Landtagswahl2004 verloren die Christdemokraten knapp 3 Prozent an Wählerstimmen. Mit 37 Prozent fuhr die von Ministerpräsident Stanislaw Tillich geführte CDU in Dresden ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl ein, landesweit erreichte sie noch 40 Prozent. Trotzdem bleibt auch die CDU weiterhin die stärkste Partei in Dresden. Ihre Kandidaten konnten in allen sechs Dresdner Wahlkreisen mit 29 bis 38 Prozent der Wählerstimmen das Direktmandat erobern. Sehr knapp ging es im Wahlkreis 45 (Altstadt, Neustadt, Leipziger Vorstadt) zu, wo Patrick Schreiber (CDU) nur 7 Prozentpunkte vor  Johannes Lichdi (Grüne) lag. Ihre Hochburgen hat die CDU weiterhin am Stadtrand. Mehr als 50 Prozent erhielt sie in Schönfeld/Schullwitz. Dafür bekam sie in der Äußeren Neustadt nur 15 Prozent.

FDP: Auch mit ihren in Dresden gewonnenen 10 Prozent drängen die Liberalen jetzt in Regierungsverantwortung. Sie empfahlen sich der CDU schon vor der Wahl im Vergleich zur SPD als besserer Koalitionspartner. Die Dresdnerinnen und Dresdner verschafften der FDP ein Plus von über 4 Prozent. Damit geht die Rechnung von Parteichef Holger Zastrow auf, stellvertretender Ministerpräsident zu werden. Die FDP legte in allen Stadtteilen deutlich zwischen einem und sieben Prozentpunkten zu, am meisten in den Ortschaften, was vor allem dort der CDU stimmen kostete.

Grüne: Ginge es allein nach den Dresdnerinnen und Dresdner, dann wären nicht die Liberalen, sondern die Grünen der potentielle Koalitionspartner der CDU im Landtag. Doch das im Vergleich zur Landtagswahl 2004 um 1,9 Prozent  auf knapp 13 Prozent verbesserte Ergebnis in Dresden wird eben noch nicht im ganzen Freistaat erreicht. Landesweit erzielten die Grünen 6,4 Prozent, was einen Zugewinn von drei auf neun Sitze bedeutet. Die 13 Prozent in Dresden speisen sich aus Extremen. Ihre Hochburgen haben die Grünen in der Äußeren Neustadt mit über 40 Prozent oder Loschwitz/Wachwitz mit 21 Prozent. In Prohlis-Süd stehen sie dagegen mit 3,6 Prozent  nicht gut da.

SPD:  Die Sozialdemokraten legten in Dresden mit 1,8 Prozentpunkten im Vergleich zu 2004 auch leicht auf knapp 11 Prozent zu, doch kommen sie damit im Land nur auf ein Gesamtergebnis von 10 Prozent. Von der FDP inzwischen eingeholt, bedeutet der Wert, dass sich die SPD von Regierungsämtern verabschieden muss. Einziger Trost: Zu einer Hochburg in Dresden scheint sich die Südvorstadt-Ost zu entwickeln, in diesem Studentenviertel erreichte die SPD immerhin 15 Prozent. Unter den Direktkandidaten schnitt Peter Lames für die SPD im Dresdner Westen mit 14,45 Prozent am besten ab und Karl Nolle mit 8,79 Prozent im Wahlkreis 44 (Blaswitz/Loschwitz/Dobritz-Süd) am schlechtesten.

LINKE: Der Verliererder Landtagswahl 2009 in Dresdenist die LINKE. Sie büßte im Vergleich zu 2004 über 5 Prozent ein, bleibt aber trotzdem zweitstärkste Partei in Dresden. Ihr Linksruck und der Populismus eines Oskar Lafontaine kamen bei den Dresdnerinnen und Dresdnern offensichtlich nicht gut an. In allen ihren Hochburgen musste die frühere PDS Stimmverluste hinnehmen, am meisten in der Altstadt:  -13,4 Prozent. Ihren Spitzenwert erreichte die LINKE mit 26,7 Prozent in Prohlis-Süd, trotz eines Minus von 5,3 Prozent.

NPD: Nur ein geringer Teil des Dresdner Wahlvolkes ging den platten Parolen der NPD auf den Leim.In allen sechs Dresdner Wahlkreisenlagen die Nazis unter fünf Prozent, allerdings kam sie in acht Stadtteilen auf mehr als 6 Prozent. Die NPD fischte vor allem in den Plattenbaugebieten, wo die sozialbenachteiligten Dresdnerinnen und Dresdner wohnen, aber auch in Cotta.

Dresden im Städtevergleich:

Die SPD hat im Vergleich mit Leipzig und Chemnitz in Dresden den geringsten Wähleranteil, die CDU den größten. Die LINKE hatte in Dresden ihr schlechtestes Ergebnis. Dresden ist weiterhin die Hochburg der Grünen in

(Brigitte Holland)

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Zum Geburtstag freier Eintritt in die Kunstsammlungen

Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.

Online-Kalender der Dresdner Wissenschaft

Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt  und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar

Dresdner Stadt-Atlas

Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr.  www.dresden.de/online-shop.

Justiz-Auktion im Internet

Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de

 

Klettern in der Sächsischen Schweiz weiter erlaubt

Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Doch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) hält für alle Rucksack-Touristen auch Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten bereit: den Sächsischen Weinwanderweg, den Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, für die Kammtour Erzgebirge-Vogtland und den Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Internetportal zur kulturellen Bildung

Die Stadt Dresden bietet ein interaktives Internetportal zur kulturellen Bildung an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aber auch Familien und Schulklassen können auf dem Portal nach geeigneten Kursen und Veranstaltungen suchen. Kultureinrichtungen können ihre Angebote selbstständig einpflegen und aktualisieren. Das Portal beruht auf einer Kooperation zwischen dem Kulturamt und der Medien Verlags GmbH. Es wird aus Fördermitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Stadt finanziert. www.dresdner-kulturelle-bildung.de

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