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Politik

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„Dresden-Preis“ wird am 14. Februar verliehen

20. Januar. 2010
20.Januar 2010

Der Vater der Perestroika, Michail Gorbatschow, erhält den ersten „Dresden Preis“. Jedoch nicht am 13. Februar wie ursprünglich von den „Friends of Dresden“, den Auslobern der Auszeichnung, geplant. Aus Sicherheitsgründen findet die Verleihung erst am 14. Februar statt. „Mit der Verschiebung um einen Tag haben wir der Bitte des säschsischen Innenministeriums entsprochen“, so Heidrun Hannusch, Vorstandschefin der deutschen Niederlassung des Vereins. Der glanzvolle Ort der Preisverleihung bleibt. Der Festakt findet am 14. Februar, 11 Uhr, in der Semperoper statt.

Das Ministerium habe auf den erhöhten Sicherheitsbedarf angesichts der Fülle der Veranstaltungen und erwarteten Aktionen am 13. Februar hingewiesen. Bekanntlich wollen die Neo-Nazis zum 65. Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg wieder in der Stadt aufmarschieren. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) will mit der Bildung einer Menschenkette dagegen halten. Die Preisverleihung an eine Persönlichkeit wie Gorbatschow würde an diesem Tag nach Angaben des sächsischen Innenministeriums zusätzliche Sicherheitskräfte binden.

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Der ehemalige Präsident der Sowjetunion und Friedensnobelpreisträger wird mit dem „Dresden Preis“ für seinen herausragenden Beitrag zur weltweiten Konflikt- und Gewaltprävention geehrt. Er engagierte sich für die atomare Abrüstung in den 80er Jahren. „Mit seiner Initiative des einseitigen Abbaus der Mittelstreckenraketen gab er das Signal für ein Ende des atomaren Wettrüstens“, heißt es in der Begründung zur Vergabe des mit 25000 Euro dotierten Preises, den der Heidelberger SAP-Mitbegründer Klaus Tschira stiftet.

Gewürdigt werden soll auch Gorbatschows Beitrag zum friedlichen Verlauf der demokratischen Umgestaltung in Deutschland und Osteuropa im Jahr 1989. Weil die politische Wende auch das herausragende Ereignis in der Geschichte der wieder aufgebauten Semperoper ist, bildet der feierliche Akt am 14. Februar auch den Auftakt zu den Festtagen anlässlich des 25. Geburtstages der Semperoper. Insofern bleibt es bei der von Intendant Gerd Uecker angekündigten Matinee mit dem großen russischen Staatsmann am 14. Februar, jedoch findet das Gespräch mit Michail Gorbatschow und Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) im Anschluss an die Preisvergabe statt.

Die Laudatio hält der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum, der als Kind den Bombenangriff in Dresden erlebt hat. Und Nobelpreisträger Günter Blobel, Vize im Vorstand „Friends of Dresden, Deutschland“ wird den Preis, eine 30 Zentimeter große Bronzeplastik der Dresdner Bildhauerin Konstanze Feindt überreichen. Bei der Skulptur handelt es sich um eine Nachbildung einer  Figur des Mozartsbrunnens an der Bürgerwiese, die bei der Zerstörung Dresdens beschädigt wurde und im Lapidarium die Zeiten überdauerte.

Die Dresdnerinnen und Dresdner können bei Verleihung des ersten „Dresdens Preises“ dabei sein. Trotz der geladenen Prominenz sei die Veranstaltung „kein VIP-Event“, betont Heidrun Hannusch. Karten für die Preisverleihung und das Podiumsgespräch sind zum Preis von 2,50 Euro an der Theaterkasse der Semperoper erhältlich.

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Arbeiten aus der Grafikwerkstatt Dresden

Grafiken, die Künstler 1989/1990 und 2009/2010 in der Dresdner Grafikwerkstatt druckten, sind bis zum 30. September in der neuen Ausstellung der  „Galerie  2. Stock“ im Rathaus zu sehen. Auch  wenn  die  Themen 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit nicht vordergründig verarbeitet worden sind, so sind sie doch als Atmosphäre und „Hintergrundleuchten“ spürbar. Grafiken von Klaus Drechsler, Angela Hampel, Eberhard Havekost,   Christiane   Just,   Maja   Nagel,  Gudrun  Trendafilov und Claus Weidensdorfer sind zu sehen. Seit  1958  werden  in  der Grafikwerkstatt Dresden, Arbeitsmöglichkeiten für Dresdner  Künstler  angeboten. Geöffnet  ist  die  „Galerie 2. Stock“ montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Online-Wanderpläne für Sachsen

Mit Kompass und Karte unterwegs zu sein, ist die gewohnte Art, Sachsen wandernd zu entdecken. Jetzt hat die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für alle Rucksack-Touristen ein neues Angebot parat: Online-Wanderpläne für die sechs beliebtesten Wanderrouten: Sächsischer Weinwanderweg, Malerweg, Oberlausitzer Bergweg, Vogtland Panorama Weg, Kammtour Erzgebirge-Vogtland und Muldentalwanderweg. Alle wichtigen Details vom Streckenverlauf über Schwierigkeitsgrad bis hin zu Rastplätzen und Entfernungen sowie die gps-Daten sind auf den Wanderseiten zu finden. Wofür die TMGS mit dem Freizeit- und Tourismusportal AlpRegio kooperiert.  www.sachsen-tourismus.de

Ab Dezember nonstop von Dresden nach Basel

Ab Dezember bekommt Dresden eine Direktflugverbindung mehr. Die Fluggesellschaft easyJet eröffnet am 3. Dezember die Nonstoproute Dresden-Basel. Dreimal wöchentlich - mittwochs, freitags und sonntags - wird vom Flughafen Dresden-Klotzsche der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg angeflogen. Die neuen Flüge in die Schweiz lassen sich ab 8. Juli buchen unter www.easyJet.com

Jetzt dreimal pro Woche nonstop Dresden – Moskau

Aeroflot hat die Flugverbindungen zwischen Dresden und Moskau-Scheremetjewo weiter verbessert. Seit Juni bietet die russische Fluggesellschaft einen zusätzlichen Flug am Mittwoch und damit drei Nonstopflüge pro Woche und Richtung an. Der moderne Airbus A319 mit 116 Plätzen startet um 17.20 Uhr, montags bereits um 16.40 Uhr in Dresden. Die Landung in Moskau erfolgt um 21.55 Uhr bzw. am Montag um 21.15 Uhr. In der russischen Hauptstadt hebt die Maschine um 15 Uhr Ortszeit ab und erreicht Dresden um 15.40 Uhr Ortszeit.  Den Hin- und Rückflug kostet inklusive aller Steuern und Gebühren ab 211 Euro. Die Flugzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden.

Tiere und Pflanzen des Jahres auf Postkarten

Auch in diesem Jahr will Sachsens Umweltministerium mit Postkarten zur Natur des Jahres 2010 den Blick wieder auf bekannte und weniger bekannte Schönheiten unserer heimischen Flora und Fauna lenken. Ausgesucht wurden dafür der Dachs (Tier des Jahres 2010), der Schönbär (Schmetterling d. J.), die Vogelkirsche (Baum d. J.), der Teichmolch (Lurch d. J.), die Herbstzeitlose (Giftpflanze d. J.) und der Efeu (Arzneipflanze d. J.).  Die Postkarten kann man sich auf der Internetseite des Umweltministeriums ansehen oder kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Staatsregierung bestellen:  publikationen(at).sachsen.de http://www.natur.sachsen.de

Französisches Abi jetzt auch in Sachsen

Das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium Leipzig sind die ersten Schulen in Sachsen, die parallel zum deutschen Abitur das Französische Baccalauréat (AbiBac) anbieten.  Ab Schuljahr 2010/2011 können sich Gymnasiasten der Klassenstufe zehn, die die vertiefte sprachliche Ausbildung durchlaufen haben, darauf vorbereiten. In den Klassenstufen zehn bis 12 wird dann Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur geht es auch in Geschichte und einem weiteren gesellschaftwissenschaftlichen Fach französischsprachig zu. Dresden kooperiert dabei mit einer Schule in Strasbourg, Leipzig mit einer Schule in Montpellier.

Neue Tempo-30-Zone in Dresden-Neustadt

In  Dresden-Neustadt  entsteht  eine neue Tempo-30-Zone westlich  der Königsbrücker Straße, die im Süden durch die Antonstraße und im Norden durch den Bischofsweg begrenzt wird. Im Westen reicht sie bis  zu  den Bahnanlagen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung   soll  den  Durchgangsverkehr  fernhalten und die Verkehrssicherheit   für Fußgänger und Radfahrer erhöhen. In diesem Zusammenhang gibt die Stadt den als Einbahnstraße ausgewiesenen Dammweg  zwischen Eschenstraße und Bischofsweg in beiden Richtungen für den Radverkehr  frei  und  schafft  damit eine Alternative zur belebten Königsbrücker  Straße.  Das  Parken entfällt dafür auf diesem Abschnitt des Dammweges.

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