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Zwei Hubschraubern gehört am 13. und 14. Februar der Luftraum über Dresden. In diesem Jahr störte ihr Lärm nicht nur das „wahrhaftige Gedenken“ am Abend des 13. Februars vor der Frauenkirche an die Zerstörung der Stadt vor 64 Jahren. Ihr Dröhnen drohte am Mittag des 14. Februars das „stille Gedenken“ der Oberbürgermeisterin auf dem Altmarkt ad absurdum zu führen. Helma Orosz (CDU) enthüllte auf dem Platz an jener Stelle eine Gedenktafel, wo im Februar 1945 rund 7000 Tote des Bombardements auf Dresden verbrannt worden waren. Die Zeremonie gebot ein lautloses Innehalten. Doch das fliegende Auge der Polizei über der Altstadt signalisierte unüberhörbar, dass sich Dresden im Ausnahmezustand befindet.
Der „Gedenkkrieg“ war am Boden erkennbar an einem Aufgebot von 4000 Polizisten, martialisch gekleidet, bereit zur Straßenschlacht. Doch die Sperren aus aneinandergereihten Polizeifahrzeugen hielten. Die Wasserwerfer an der Demarkationslinie kamen nicht zum Einsatz, weder gegen rechte noch linke Chaoten. Mit einem unübersehbaren Aufwand von Mensch und Material sicherten die Ordnungshüter den Aufmarsch von 6000 aus ganz Europa angereisten Neonazis ab. Genaugenommen gewährten sie dem braunen Spuk, der das Erinnern an die Zerstörung Dresdens missbraucht, schützendes Geleit. Das ist nicht der Polizei, wohl aber der Politik vorzuwerfen, die das Versammlungsrecht höher stellt als den gesellschaftlichen Konsens gegen den braunen Mob. Koste es, was es wolle.
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Zwei Tage lang konnten sich die Dresdnerinnen und Dresdner nicht frei in ihrer Stadt bewegen. Parkplätze waren in der Innenstadt gesperrt. Wer am Abend des 13. Februar für einen kurzen Weg zum Gedenken an der Frauenkirche den Parkplatz an der Schießgasse ansteuerte, sah ihn von der Polizei blockiert. Am 14. Februar fuhr schon am Morgen keine Straßenbahnbahnen mehr ins Zentrum. Die Polizei hatte für den möglichen Einsatz von Wasserwerfern den Strom von den Oberleitungen nehmen lassen. Selbst die Ersatzbusse der Dresdner Verkehrsbetriebe und Taxis drangen nicht mehr in die Altstadt vor. Touristen zeigten sich irritiert und verstört.
Weshalb müssen die Bürgerinnen und Bürger einer Stadt, die am Ende Opfer des von den Nazis begonnenen Vernichtungsfeldzuges wurden, ausgerechnet an ihrem Tag der Besinnung die nachgewachsenen Nazis ertragen. Der von Gerichten alljährlich zugelassene Aufmarsch der Geschichtsverdreher, Holocaustleugner und Verehrer von Adolf Hitler muss in einer Demokratie, die etwas auf sich hält, Gegendemonstrationen provozieren. Und damit sich die Gewaltbereiten auf beiden Seiten nicht begegnen wird die Polizei bestellt und die ganze Innenstadt lahmgelegt, sodass die Dresdnerinnen und Dresdner nur noch mit Mühe die Orte des Erinnerns erreichen. Und über der Szenerie kreisen laut die Hubschrauber. Adé dem stillen Gedenken.
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Hamburg und Dresden rücken enger zusammen, dank einer neuen Direktfluglinie. Die Bremer Regionalfluggesellschaft OLT Express Germany bedient die Strecke mit täglichen Flügen. Montag und Freitag heben die 50sitzigen Propellermaschinen vom Typ Saab 2000 sogar dreimal in Dresden und Hamburg ab. Die Flugzeit beträgt 60 Minuten. Obwohl Dresden und Hamburg bereits seit über 20 Jahren Partnerstädte sind, waren sie bisher nicht im Direktflug erreichbar. Als Eröffnungsangebot ist der Hin- und Rückflug 199 Euro pro Person buchbar. www.oltexpress.de
Brautpaare, die gern im Dresdner Barockviertel heiraten möchten, können sich ab Juni im Kulturrathaus, Königstraße 15, das Ja-Wort geben. Ihnen steht für die Eheschließung der Fritz-Löffler-Saal mit seiner historischen Holzbalkendecke zur Verfügung. Er bietet bis zu 144 Gästen Platz und verfügt über eine wunderbare Akustik. Für die musikalische Umrahmung kann der vorhandene Flügel genutzt werden. Von Mai bis Oktober immer samstags von 9 bis 13 Uhr können künftig im Kulturrathaus Ehen geschlossen werden. Die Termine vergibt das Standesamt Dresden, Goetheallee 55. www.dresden.de/heiraten
Wer Geburtstag hat, bekommt üblicherweise Geschenke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) beschenken seit diesem Jahr ihre Besucher an deren jeweiligem Geburtstag mit freiem Eintritt. „Geburtstagskinder“ jeden Alters legen an der Kasse ihren Personalausweis vor und erhalten an dem Tag freien Eintritt in alle Museen der SKD an den Standorten Dresden, Leipzig und Herrnhut. Diese Regelung gilt auch für das Historische Grüne Gewölbe und sämtliche Sonderausstellungen.
Immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu sein, heißt auch, zu wissen, woran die Forscher arbeiten. Mit dem Start des Dresden Science Calendar werden alle wissenschaftlichen Veranstaltungen im Raum Dresden auf einen Blick zugänglich gemacht. Im Rahmen des Wissenschaftsnetzwerkes DRESDEN-concept und in Kooperation mit der Stadt und der Sandstein Neue Medien GmbH ist eine für den Informationsaustausch über wissenschaftliche Veranstaltungen maßgeschneiderte Internetplattform entstanden. Jeder, einschließlich der wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit, kann alle Ankündigungen nach verschiedenen Kriterien gefiltert abrufen. Die Internetplattform bietet auch Schnittstellen an, um relevante Vorträge zu einmal ausgewählten Suchkriterien und persönlichen Interessen automatisch vorzusortieren und regelmäßig strukturierte Benachrichtigungen per RSS-feed, iCal-Kalenderabonnement oder über andere Datenkanäle zu erhalten. Der Dresden Science Calendar ergänzt damit die bestehenden Ankündigungssysteme der einzelnen Institute, aus welchen die Informationen automatisch synchronisiert werden. www. wissenschaft.dresden.de/calendar
Kurz und knapp stellt sich Dresden im Stadt-Atlas vor. Er enthält Straßen- und Wegekarten und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. Er gibt Auskunft, wo sich öffentliche und kulturelle Einrichtungen, Fußgängerzonen, öffentliche Toiletten, Einbahnstraßen, Parkplätze und Taxi-Standorte befinden. Darüber hinaus empfiehlt der Stadt-Atlas mit Text, Karte und 3D-Ansicht einen Stadtrundgang durch die Altstadt und die Neustadt von Dresden. Ein weiterer Teil des Stadt-Atlasses befasst sich mit 20 Jahren Kommunalentwicklung. Daten, Karten und Statistiken beschreiben die Entwicklung, zum Beispiel von Wohnungsbau, Verkehrsprojekten, Natur- und Denkmalschutz. Alte und neue Luftbilder werden gegenübergestellt. Die Broschüre im A4-Format umfasst 98 Seiten und kostet 5,35 Euro. Sie ist erhältlich in ausgewählten Buchhandlungen und im Kundenservice des Städtischen Vermessungsamtes, World Trade Center, Ammonstraße 74, 2. OG, Zimmer 2852, Telefon 4 88 41 38 oder 4 88 41 16, Fax 4 88 39 64, E-Mail vermessungsamt-ks@dresden.de. Öffnungszeiten: Montag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr. www.dresden.de/online-shop.
Die sächsische Justiz versteigert beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände auch via Internet. Sachsens Justizminister Martens (FDP) verspricht sich dadurch „bessere Verkaufschancen und höhere Erlöse im Interesse von Gläubigern und Schuldnern“. Sachsen nutzt zusammen mit anderen Bundesländern eine extra dafür eingerichtete Internetplattform, die rund um die Uhr von Interessenten zu erreichen ist, unter www.justiz-auktion.de
Im Naturschutzgebiet Sächsische Schweiz dürfen Klettersportler die Felsen erklimmen. Der Landtag passte dafür das Landesumweltrecht an das neue Bundesrecht unter Beibehaltung landesrechtlicher Regelungen an. „So wäre es zum Beispiel nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, in der Sächsischen Schweiz Klettersport zu betreiben“, so Umweltminister Frank Kupfer (CDU). „Das Felsklettern in der Sächsischen Schweiz hat eine lange Tradition. Die Sportverbände arbeiten aktiv im Naturschutz mit und betreiben ihren Sport sehr verantwortungsvoll“, erklärt der Minister, weshalb Sachsen mit der Gesetzesanpassung das Verbot umging.
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