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Neumarkt

Wohnen am Neumarkt rund um den Löwenhof

18. April. 2008
18.April 2008
Wohungen rund um den Löwenhof mit Tor zur Schössergasse. Preisträgerentwurf "Stellwerk-Architekten" Dresden.

Wohnungen am Löwenhof Foto: "Stellwerk-Architekten"

Das Quartier VIII wird von der Schössergasse in zwei Teile geteilt. Zwischen Schössergasse und Johanneum werden Wohnungen gebaut.

Löwen Mitten in Dresden. Das ist keine Legende, sondern das war im Dresden des 17. Jahrhunderts Fakt. Jene einzelne Mauer, die an der Südseite des Stallhofs die Zeiten überdauerte, könnte von den wilden Tieren erzählen, die der kursächsische Hof sich einst hielt. Denn dieses standhafte Stück Renaissance-Architektur ist die Nordwand des ehemaligen Löwenhauses. Als Bestandteil des Quartier VIII am Neumarkt, das sich zwischen Verkehrsmuseum und Schlossstraße erstreckt, wird es wieder aufgebaut. Wie, klärte jetzt ein Architekturwettbewerb, in dem der Dresdner Architekt Philipp Herrich und sein Team „Stellwerk“ den besten Entwurf vorlegten.

Im Modell ist die Zukunft schon zu sehen. Ein Häuserkomplex erstreckt sich westlich des Verkehrsmuseums, umschlossen von der Sporergasse im Süden, der neuen Schössergasse im Westen und dem Kanzleigässchen im Norden. 20 Eigentumswohnungen mit Grundrissen zwischen 80 bis zu 220 Quadratmetern sind darin konzipiert. Die Anordnung der Wohnungen rund um einen begrünten Hof, der sich zur Schössergasse öffnet, gefiel der Jury unter Vorsitz der Architektin Canan Rohde-Can besonders. Die Aufgabe, ein modernes Wohnareal in die historische Bebauung zu integrieren, sei bestens gelöst.

Und an der Ecke Schösser-/Kanzleigässchen ragt im Modell ein hoher Renaissance-Giebel auf, das Markenzeichen des alten und neuen Löwenhauses. Seine Geschichte wird man gewiss einmal auf einer Speisekarte nachlesen können, wird es doch mit einem Restaurant im Erdgeschoss wieder erstehen. Gehobene Kategorie darf man annehmen, auch wenn der neue Wohnkomplex nur die Rückseite des Nobelhotels an der Schlossstraße ist.

Beides wird von der Baywobau Dresden geplant und gebaut. Das Tochterunternehmen der Münchner Baywobau Gruppe errichtete am Neumarkt bereits das Hotel de Saxe und vollendet gerade das Quartier III gegenüber der Frauenkirche. „Im September wollen wir im Quartier  VIII starten und zwar mit dem Spatenstich für die Wohnbebauung“, so Berndt Dietze, Baywobau-Chef in Dresden. Die Eigentumswohnungen werden nach seinen Angaben zwischen 3000 und 3600 Euro pro Quadratmeter kosten. Vergleichbare exklusive Immobilien in München, Düsseldorf oder Hamburg seien teurer. Rund neun Millionen Euro investiere die Baywobau in das Wohnprojekt am Neumarkt. Mitte 2010 könnten die ersten Eigentümer einziehen.

Weitere 80 Millionen Euro seien für den Wiederaufbau des Areals an der Schlossstraße eingeplant. Denn parallel zu den Wohnungen am Johanneum will die Baywobau auch das Fünf-Sterne-Hotel an der Schlossstraße errichten, denn im Quartier geht es eng zu. „Die renommierte Swissotel Gruppe wird das Hotel übernehmen“, so Berndt Dietze. Fehlen nur noch die Baugenehmigungen der Stadt.

(Hd.)

20400 Studienanfänger zum Wintersemester

In Sachsen Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2008/2009 rund 20400 Studenten ein, rund 450 weniger als im Jahr zuvor. Doch das Wissenschaftsministerium geht davon aus, dass sich die vom Statistischen Landesamt veröffentlichte Zahl durch die verlängerte Einschreibefrist noch erhöhen wird. 2007 begannen 20847 junge Menschen ein Studium, 2006 waren es lediglich 18600. Sachsen hält rund 20000 Studienanfängerplätze vor, um sie zu besetzen wirbt der Freistaat massiv in an den alten Bundesländern um Studenten. www.pack-dein-Studium.de

Stadt will keine Mehrkosten fürs Stadion übernehmen

Das Stadionbauunternehmen HBM will 8,4 Millionen Euro mehr von der Stadt für den Stadionneubau haben. Doch die Forderungen wies Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) jetzt öffentlich zurück. Vor dem Stadtrat erklärte er auf Nachfrage der Grünen, dass mit HBM ein Festpreis in Höhe von 44,6 Millionen Euro vereinbart worden sei. Insofern werde die Stadt auch nicht mehr zahlen. Sollte HBM vor Gericht gehen, habe die Stadt gute Karten in der Hand das Verfahren zu gewinnen. Der Stadionbauer begründet seine Forderung u.a. mit den gestiegenen Rohstoffpreisen und der Verzögerung bei der Vetragsunterzeichnung.

Verkehrsführung Bautzner Straße wieder ganz anders

Am 22. November, zwischen 7 und 24 Uhr, wird die Bautzner Straße zwischen Waldschlößchenstraße und Fischhausstraße nur in landwärtiger Richtung befahrbar sein, teilt die Stadt mit. Der stadtwärtige Verkehr wird über Fischhausstraße, Heideparkstraße, Charlottenstraße und Radeberger Straße umgeleitet. Notwendig ist dies, um einen Abwassersammler auszubauen.

Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau

Am 24. November, 18 Uhr hält Swen Steinberg einen Vortrag zum Thema „Die letzte öffentliche Hinrichtung einer Frau. Zur Wahrnehmung von Grete Beier (1885–1908)“ im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist kostenfrei. In seinem Vortrag setzt sich der  wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der TU Dresden kritisch mit der Stellung der Frau im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert am Beispiel von Grete Beier auseinander.

Junge Fußballerinnen tragen ihre WM auch in Dresden aus

Dresden ist bereits als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011 gesetzt. Jetzt gab das DFB-Präsidium die Spielorte für die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen bekannt. Die U 20-Frauen-WM wird in vier deutschen Städten stattfinden, darunter Augsburg, Bielefeld und Bochum. Dresden ist mit dabei. Die FIFA hatte beschlossen, künftig im Vorjahr einer Frauenfußball-WM im gleichen Land eine Endrunde der jungen Fußballerinnen zu veranstalten. Im Männerfußball wird dieses Modell seit 2001 mit dem einer WM-Endrunde vorgeschalteten Confed-Cup praktiziert. Die U20-Weltmeisterschaft stellt für die Austragungsorte einen Testlauf für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr dar. Auch für Dresden und das 2009 fertig gestellte Stadion wird die Durchführung der Weltmeisterschaft der Juniorinnen eine Generalprobe für 2011 sein.

Praktikum im Kunstministerium

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat für Dezember 2008 und das Jahr 2009 noch freie Praktikumsplätze im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Praktika richten sich an Studierende und sind für mindestens vier Wochen, höchstens zwei Monate angelegt. Im Verlauf des Praktikums werden die Studierenden von der Recherche über das Erstellen von Pressemeldungen bis hin zur Projektvorbereitung und -begleitung die Arbeit in der Pressestelle des SMWK kennenlernen. Aussagefähige Bewerbungen sind zu senden an: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Postfach 10 09 20, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 01079 Dresden oder per Mail an presse@smwk.sachsen.de

Buchvorstellung zur Geschichte der „Interflug“

Vor 50 Jahren, im September 1958, wurde die DDR-Fluggesellschaft Interflug gegründet. Aus diesem Anlass ist das neue Buch „Weg und Absturz der INTERFLUG – Die Geschichte des Unternehmens“ erschienen. Der Autor Karl-Dieter Seifert stellt es am Montag, dem 24. November, im Flughafen Dresden Terminal vor. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr im Konferenz-Center. Im Anschluss steht er allen Gästen bei einer Gesprächs- und Signierrunde Rede und Antwort. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und kleinem Imbiss 8 Euro.